Unerwiderte Liebe 5 Gründe, warum wir uns immer in die Falschen verlieben

Sie will mehr, er eigentlich nicht. Warum tun wir uns das immer wieder an? © Kaponia Aliaksei / Shutterstock.com

Beziehungsstatus: Es ist kompliziert. 5 Gründe, warum wir so an denen hängen, die uns gar nicht wollen, und wie der Herzschmerz endlich aufhört

Na, mal wieder Hals über Kopf verliebt und diesmal wirklich ganz sicher, dass er Ihr Seelenverwandter ist? Der, mit dem Sie den Rest Ihres Lebens verbringen werden? Na, klar. Bis die Blase Ihrer hollywood-reifen Romanze platzt und Sie auf dem Boden der Tatsachen landen, weil Ihnen der Mistkerl das Herz gebrochen hat. Mal wieder.

Liebe ist kompliziert und bleibt viel zu oft unerwidert. Gerade in Zeiten von Datingapps wie Tinder & Co., wo die Auswahl an potentiellen Partnern quasi endlos ist und an jeder Ecke schon der nächste Herzensbrecher auf uns wartet, verlieben wir uns häufig in die Falschen. Aber woran liegt das? Und warum hängen wir so sehr an denen, die uns eigentlich gar nicht wollen – oder eben nur manchmal?

5 Gründe für unerwiderte Liebe

Brechen Männer Ihnen immer wieder das Herz, weil die Gefühle ihrerseits stärker sind, ist es an der Zeit das eigene Verhalten zu reflektieren. Diese 5 Dinge können eine Rolle spielen, wenn Sie sich immer wieder in die Falschen verlieben:

1. Hormone vernebeln Ihr Gehirn

Warum Liebeskummer so weh tut? Weil verliebt sein süchtig macht! © Kaponia Aliaksei / Shutterstock.com

Eigentlich können Sie gar nichts dafür, dass Sie sich immer die falschen Männer aussuchen: Ihr Gehirn ist schuld. Denn das Glückshormon Dopamin, das vor allem beim Sex ausgeschüttert wird, vernebelt Ihre Sinne. Es trickst Ihren Verstand aus und bringt Sie in den emotionalen Ausnahmezustand. Aber was, wenn sich nach einer Weile herausstellt, dass es für ihn „nur Sex“ war, Sie aber emotional bereits richtig tief drin stecken? Tja, dann wird’s verdammt schmerzhaft, denn die ständige Ausschüttung des Glückshormons hat sie süchtig gemacht. Ist es dann plötzlich aus, leiden sie wie bei einem kalten Entzug. Das wirkt sich auch auf Ihren Körper aus: schlaflose Nächte, Stimmungsschwankungen, kein Appetit und endlose Depri-Phasen. Deshalb brauchen wir bei Liebeskummer auch eine gute Freundin als Therapeutin an unserer Seite und schmerzlindernde Medikamente in Form von Schokolade und Eiscreme, die unserem Gehirn eine neue Dosis Glück liefern.

2. Gute Gene brechen Herzen

Auch die Evolution hat ihren Teil zu unserer heutigen Partnerwahl beigetragen. Bei unseren Vorfahren setzten sich evolutionsbiologisch die besten Gene durch, sodass die Stärksten, Klügsten und Schönsten überlebten. Dieses Verhalten steckt auch in uns und bedeutet, dass wir uns bei der Partnerwhal nach oben orientieren, also jemanden auswählen, der genetisch ähnlich oder sogar etwas besser aufgestellt ist als wir selbst. Das Problem: der andere tut dasselbe – autsch!

3. Mama und Papa haben es uns versaut

Danke, Mama! Manchmal sind auch unsere Eltern für die ungesunde Partnerwahl verantwortlich. © Kaponia Aliaksei / Shutterstock.com

Wenn es ganz blöd läuft, geben uns auch die Eltern ein Muster mit auf den Weg. Sigmund Freud wusste bereits: Können wir uns als Kind nicht genug mit unserer Mutter identifizieren, sodass die Liebe für den Vater auf einem normalen Level bleibt, entwickeln wir ganz unglückliche Beziehungsmuster – auch Vaterkomplex genannt. Dadurch verlieben wir uns dann immer wieder in Männer, die eigentlich unerreichbar sind: Den Chef, den Prof, den Liebsten unserer besten Freundin. Enttäuschung ist dann vorprogrammiert.

4. Es liegt an Ihrem Ex-Freund

Ja, auch dem Ex können wir die Schuld in die Schuhe schieben, wenn es in der Liebe nicht läuft. Denn die bisherigen Männer in unserem Leben, haben uns geprägt. Nicht nur der berühmte Vaterkomplex kann dafür sorgen, dass wir uns immer wieder unglücklich verlieben – auch unsere Ex-Freunde können dafür verantwortlich sein, dass wir bei der Partnerwahl immer wieder auf einen bestimmten Typ Mann reinfallen. Unbewusst klammern wir uns nämlich an die gewohnte Rolle, die wir bereits aus vorherigen Beziehungen kennen und suchen immer wieder nach Männern, bei denen wir diese einnehmen können. So einfach entsteht ein Beuteschema.

5. Und am Ende sind Sie doch selbst schuld

Der entscheidende Grund, warum wir uns an Menschen klammern, die uns gar nicht wollen, liegt in uns selbst. Mangelndes Selbstbewusstsein, Angst vor dem Alleinsein und erlernte Dummheit durch schiefgelaufene Beziehungen können Ursachen sein. Dauerhaft für jemanden zu schwärmen, der eigentlich unerreichbar ist, schützt uns allerdings auch davor, tatsächlich auch mal eine Beziehung einzugehen. So quälen wir uns am Ende selbst.

Viele leiden lange und ausdauernd an einem gebrochenen Herzen. Aus welchem Grund Sie sich auch an den Falschen klammern: Hören Sie damit auf! Denn meist machen wir uns dabei nur selbst etwas vor. Reflektieren Sie Ihre Patrtnerwahl und bleiben Sie dabei vor allem sich selbst treu. Denn auch wenn es schwer fällt, manchmal schützt uns ein „Schade, dann eben nicht“ vor viel unnötigem Leid.

18.08.2017| © womenshealth.de
Amira Tröger Freie Autorin
Anna Ullrich Fitness-Redakteurin
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