Vibratoren im Vergleich So finden Sie den perfekten Vibrator

So finden Sie den passenden Vibrator
Nur weil etwas vibriert und eine Penisform hat, ist es noch lange kein Garant für gute Orgasmen. Jede Frau hat eigene Vibrator-Vorlieben ... © sergey causelove / Shutterstock.com

Die Suche nach dem perfekten Vibrator ist ein bisschen so wie die Suche nach Mr. Right. Nicht ganz einfach, aber lohnenswert. Diese 5 Fragen sollten Sie vor dem Sextoy-Kauf für sich klären

Warum überhaupt mit Sextoy masturbieren?

Wahrscheinlich fragen sich einige Frauen, die noch nie ein Sextoy zum Masturbieren verwendet haben, warum sie das überhaupt tun sollten. Die einfache Antwort lautet: Weil es Spaß macht! Aber es gibt noch mehr Benefits:

  • Die eignen Vorlieben kennenlernen: Sextoys sind die einfachste Möglichkeit zu testen, welche Bewegungen und Reize welche Gefühle im eigenen Körper auslösen.
  • Neues testen: Sie wissen nicht, ob Analsex wirklich Ihr Ding ist? Probieren Sie es mit einem Analvibrator aus!
  • Orgasmus-Booster: Es gibt mittlerweile sogar Studien (z.B. von der Northwestern University in Illinois), die besagen, dass Frauen, die zur Selbstbefriedigung einen Vibrator nutzen, leichter zum Höhepunkt kommen als Nicht-Nutzerinnen.

Okay, Vorteile gibt es also genug. Aber welches Toy sollte bei Ihnen im Einkaufswagen bzw. Warenkorb landen? Hier finden Sie einen Überblick über die angesagten Modelle und eine Kaufberatung.

Welcher Vibrator passt zu mir?

Aber für welches Modell soll man sich im Dildo-Dschungel denn nun entscheiden? Keine leichte Aufgabe für jemanden, der bislang keine oder kaum Berührungspunkte mit Sexspielzeug hatte. Jana Hack ist Head of Product Management und Toytesterin bei eis.de und hat uns bei der Frage nach dem richtigen Toy beraten.

Diese Fragen sollten Sie sich vor dem Kauf eines Vibrators stellen:

1. Was soll mein Vibrator alles können?

In erster Linie sollten Sie sich die Frage stellen, worauf Sie sich beim Sex mit Ihrem neuen Vibrator genau konzentrieren möchten. Wollen Sie lieber Ihre Klitoris stimulieren oder den G-Punkt? Vielleicht sogar beides gleichzeitig? Masturbieren Sie immer auf die gleiche Art und Weise oder lieben Sie die Abwechslung? Wollen Sie das gute Stück mit in die Badewanne nehmen oder muss es eher klein genug für die Handtasche sein?

"Ein paar mehr Möglichkeiten als 'an' und 'aus' darf die Vibrationsfunktion bei Toys schon gerne haben", sagt Jana Hack, "Mitten in Action einfach nur ein Knöpfchen betätigen zu müssen, um noch einmal ganz neue Wellen der Lust über den Körper schwappen zu lassen, das ist schon Luxus. Ob man aber wirklich an die 100 Vibrationsprogramme braucht, wage ich zu bezweifeln. Da kommt doch keiner mehr mit."

Das sind die verbreitetsten Vibratoren-Typen:

Klassische Vibratoren: Vaginaler Spaß

Vibratoren Cirro, Patchy Paul und James Love
Klassisch, praktisch, gut: Der "Cirro", der "Patchy Paul" und der "James-Love-Vibrator" (von links) ©  Hersteller / WH

Ein echter Dauerbrenner unter den Sexspielzeugen ist der Vibrator in Phallusform. Gut Bewährtes hält sich eben lange.

Was wird stimuliert? Vor allem die Innenseite der Vagina. Aber so ein Stabvibrator ist vielseitig einsetzbar: Auch Klitoris, Anus und Brüste lassen sich mit ihm beglücken.

Für wen geeignet? Ein klassischer Vibrator findet Platz in jeder Nachttischschublade. Besonders Sextoy-Einsteigerinnen profitieren aber von der Vielseitigkeit des Toys und der intuitiven Bedienung.

Tipp: G-Punkt-Vibratoren, wie z.B. der grüne Patchy Paul, erreichen dank gebogener Spitze ganz mühelos den Hotspot innerhalb der Vagina.

Welche Modelle sind zu empfehlen?

Auflegevibratoren: Klitorale Explosionen

Satisfyer, Womanizer und Laya II
Satisfyer, Womanizer und Laya II (von links) waren eine Revolution für die weibliche Masturbation © Hersteller / WH

Wer die Penetration dann doch lieber einem menschlichen Wesen überlässt und eher auf klitorale Orgasmen aus ist, sollte zum Auflegevibrator greifen.

Was wird stimuliert? Die Klitoris. Und zwar entweder durch Vibration (Laya II) oder durch Druckwellen (Womanizer& Satisfyer). Bei letzterem wird die Klitoris sanft angesaugt und dann durch pulsierend und ganz berührungslos stimuliert.

Für wen geeignet? Für Frauen, die sonst nur schwer zum Orgasmus kommen. Oder für alle, die das Solo-Vergnügen auf eine perfekt auf den weiblichen Körper abgestimmte Art erleben wollen.

Tipp von Expertin Jana Hack: Unbedingt einmal einen Druckwellenvibrator mit in die Badewanne nehmen! Hier wirken die Wellen noch intensiver.

Welche Modelle sind zu empfehlen?

Kombi-Vibratoren: Doppeltes Vergnügen

Der Womanizer DUO, der Skipper und der Satisfyer G-Spot Rabbit
Best of both worlds: Der Womanizer DUO, der Skipper und der Satisfyer G-Spot Rabbit (von links) © Hersteller / WH

Sie können oder wollen sich beim Toykauf nicht zwischen vaginaler und klitoraler Stimulation entscheiden? Müssen Sie zum Glück auch nicht. Kombi-Vibratoren, oft auch Rabbit Vibrator genannt, können beides.

Was wird stimuliert? Kombi-Vibratoren werden in die in die Vagina eingeführt, können aber mit einem Sauger oder vibrierenden Elementen auch die Klitoris kitzeln.

Für wen geeignet? Für Frauen, die ein ultimatives Orgasmus-Erlebnis ausprobieren wollen.

2. Aus welchem Material sollte mein Vibrator sein?

Das Material des Vibrators ist tatsächlich entscheidend, ob wir mit dem Guten warm werden oder er für immer in der hintersten Ecke unserer Nachttischschublade verschwindet. Wir kaufen ja auch keinen Pulli, der kratzt oder der extrem aufwendig zu reinigen ist. Ähnlich wählerisch sollten wir auch bei unserem Vibrator sein.

Vibratoren versetzen uns in wohlige Ekstase
Ein guter Vibrator gehört in jede Nachttischschublade © SOMKKU / Shutterstock.com

Vibratoren gibt es mittlerweile aus ganz verschiedenen Materialien, wie Glas, Plastik und sogar Holz, doch die meisten werden aus Silikon hergestellt. Gut so, denn dieses Material ist hautfreundlich, wird schnell warm und es überträgt Vibrationen sehr gut. Zudem ist Silikon nicht porös und lässt sich daher auch ganz einfach mit Wasser und Seife reinigen.

"Wer etwas Neues kennenlernen will, dem lege ich Toys aus Metall oder Glas ans Herz. Die kann man vorher in den Kühlschrank legen uns isch an heißen Tagen etwas innere Abkühlung verschaffen", so die Toytesterin.

Ob sich ein Vibrator gut in Ihren Händen anfühlt, können Sie letztlich nur selbst entscheiden. Um ganz sicher zu gehen, ist der Gang in einen Sexshop sicherlich die beste Option. Hier können Sie das Teil in die Hand nehmen und sogar schnuppern, ob es unangenehm oder künstlich müffelt. Sobald Sie einmal ertastet haben, wie sich das gute Stück in Ihren Händen anfühlt und bei welcher Größe Sie sich gut und sicher fühlen, haben Sie auch ein viel besseres Gefühl, wenn Sie sich letztlich doch fürs diskretere Online-Shopping entscheiden sollten.

3. Wie sollte mein Vibrator aussehen?

Welches Bild haben Sie vor Augen, wenn Sie das Wort „Vibrator“ hören? Einen leise summenden, pinken Silikon-Delphin? Einen fleischfarbenen, geäderten Penis? Oder ganz was anderes? Und muss ein Vibrator zwingend die Form eines Phallus haben? "Die Bandbreite reicht von fast erschreckend realistischen Naturburschen über halbrealistisch bis zu kaum noch zu erkennen. Erlaubt ist ganz einfach, was gefällt", weiß Jana Hack. Was die Größe angeht, rät die Expertin: "Einfach mal beim nächsten Sex einen unauffälligen Blick auf das reale Vorbild werfen und sich daran orientieren. Ist man trotzdem noch unsicher, lieber klein anfangen und bei Dedarf steigern, denn die Größe eines Vibrators sagt nichts über sein Potential aus".

Ergo: Ein Vibrator sollte vor allem Ihnen ein gutes Gefühl vermitteln und Sie weder durch seine Form, Größe noch seine Farbe abschrecken. Immerhin lassen Sie dieses Gerät ziemlich nah an sich heran und benutzen es, um scharf zu werden und zum Höhepunkt zu kommen. Seien Sie also ruhig wählerisch.

Wenn es Ihnen beispielsweise wichtig ist, dass Sie das Teil auch mal auf dem Nachttisch liegen lassen können, ohne dass die Schwiegermutter beim nächsten Besuch komisch guckt, dann wählen Sie einen Vibrator, der absolut nicht nach dem aussieht, was er eigentlich ist.

Wie findet man seinen Lieblings-Vibrator?
© PR

Inzwischen gibt es etliche Formen, die mehr an einen Lippenstift oder eine Eieruhr erinnern. Beispiel gefällig? Der Lelo Ora 2 ist ein Oralsex-Simulator, der mehr wie eine futuristische Skulptur aussieht als wie ein Sextoy. Der hübsche Ring aus Chrom und Silikon mimt die Bewegungen einer Zunge nach und sorgt im ganzen Intimbereich für ein ziemlich abgefahrenes Gefühl.

4. Spielt die Lautstärke des Vibrators eine Rolle?

Laut sollte es im Bett nur dann werden, wenn Sie vor Lust stöhnen und nicht, weil Ihr Sextoy ohrenbetäubend summt. Bei einigen Modellen wären Sie überrascht, wie laut die kleinen Dinger werden können. Wenn die Lautstärke der einer elektrischen Zahnbürste im Turbo-Modus ähnelt, kann schnell die Lust flöten gehen. In der Regel wird das Summen des Vibrators durch die Bettdecke etwas gedämpft. Wer für gewöhnlich aber nicht unter einer dicken Daunendecke masturbiert, der sollte auf alle Fälle die Lautstärke bedenken.

Hersteller von Highend-Geräten berücksichtigen diesen Faktor meist, wohingegen die günstigeren Vibratoren hier häufig Nachholbedarf haben. Daher gilt auch bezüglich der Lautstärke: Austesten und Ohren spitzen. Geht einem der Sound nach einer halben Minute auf den Wecker, lieber die Finger davon lassen.

5. Wie teuer darf mein Vibrator sein?

Wir helfen bei der Suche nach dem perfekten Vibrator
Wie viel Sie für Ihren neuen besten Freund ausgeben. entscheiden allein Sie © sergey causelove / Shutterstock.com

Abgesehen davon, dass das ganz an Ihrem Budget liegt, sollten Einsteigerinnen vielleicht erst einmal mit einem günstigeren Gerät startet, um auszutesten, ob das Vibrieren im Intimbereich überhaupt etwas für sie ist.

Die teureren Highend-Vibratoren liegen bei meist um die 150 Euro, können dafür aber auch eine Menge und haben verschiedene Zusatz-Elemente wie zum Beispiel eine große Bandbreite an Vibrationsstufen, eine extrem gute Akkulaufzeit oder eben den Vorteil, dass sie besonders leise oder sogar für die Badewanne geeignet sind.

Schlussendlich ist es beim Vibrator-Kauf wie bei allen anderen Käufen: Am Ende entscheidet zu einem großen Teil das Bauchgefühl. Wie gut, dass es etliche Varianten von Vibratoren gibt, die für jede erdenkliche Stimmung und Lust das richtige Knöpfchen (und Köpfchen) haben. Viel Spaß beim Ausprobieren!

15.04.2019| Liv Bernstein © womenshealth.de
Sponsored Section
Aktuelles Heft