Erotisches Kopfkino: Warum Sexphantasien gesund sind

Warum Sexphantasien gesund sind
Forscher haben inzwischen nachweisen können, dass erotisches Kopfkino die eigene Lust und sogar die Orgasmen verstärkt © Gabriel Georgescu / Shutterstock.com

Frauen mit Sexphantasien haben stärkere und mehr Orgasmen – ganz egal, ob Sie es im Kopf mit Ryan Gosling oder dem Nachbarn treiben. Wir verraten, was welcher Traum bedeutet

Wer hätte gedacht, dass Ryan Gosling so ein böser Bube sein kann?! Natürlich nur bei Ihnen. Im Traum, versteht sich. Da ist er regelmäßig zu Gast ...

Noch vor knapp 40 Jahren gingen Wissenschaftler davon aus, dass nur Männer Sexträume hätten. Erst das Buch "Die sexuellen Phantasien der Frauen" von Nancy Friday zeigte 1973 der Welt, dass Frauen sehr wohl ihren süßen Gedanken nachhängen. Inzwischen haben Forscher bewiesen, dass die erotischen Vorstellungen Lust und Orgasmen verstärken können.

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Warum ist der Sex besser, wenn man Phantasien hat?

"Sexphantasien steigern die eigene Erregung und lassen sich steuern", sagt Christiane Jurgelucks, Sexualtherapeutin aus Karlsruhe, die einen erotischen Salon für Frauen anbietet (christiane-jurgelucks.de). Außerdem können sie helfen, sich besser kennenzulernen: "Oft werden darin eigene sexuelle Themen deutlich." Aber: Lassen Sie sich vom Kopfkino nicht zu sehr ablenken ("Mit wem bin ich noch mal im Bett?").

Muss jede Sexphantasie in die Tat umgesetzt werden?

Bloß nicht! "Manche Sex-Träume verlieren den harme, wenn sie real werden", warnt Jurgelucks. Andere sind zu peinlich, politisch inkorrekt oder gefährlich, selbst um sie zu erzählen. Behalten Sie die lieber für sich. "Aber denken Sie darüber nach, was sie im Kern enthalten – zum Beispiel mehr Verführung oder Unterwerfung – und wie Sie das ins Liebesleben übersetzen könnten."

Manche Sex-Träume machen mir Angst. Ist etwas falsch mit mir?

Warum Sexphantasien gut sind
Manche Sexphantasien sollten Sie besser für sich behalten © Gabriel Georgescu / Shutterstock.com

Viele Frauen stellen sich vor, zum Sex gezwungen zu werden. Das bedeutet beileibe nicht, dass sie sich das wirklich wünschen. Trotzdem kann eine Sehnsucht dahinterstecken: "Zum Beispiel die Idee, dass man selbst in so einer Situation Lust zeigen darf", erklärt die Therapeutin, "oder die Idee, so attraktiv zu sein, dass der andere nicht anders kann." Wenn Sieallerdings ein Traum wiederholt beängstigt, sollten Sie mit einem Sexualtherapeuten darüber sprechen.

Ich habe keine Sexphantasien – ist das schlimm?

Nein. "Oft sind es Frauen, die sehr im Hier und Jetzt leben und eher pragmatisch veranlagt sind", so Jurgelucks. Sie haben dadurch keinen schlechteren Sex: "Statt ausgefeilter Szenarien beschreiben sie eher ein Gefühl, einen Blick, der sie anmacht." Wer will, gibt seiner Phantasie erotisches Futter: "Testen Sie erotische Literatur, Filme, spinnen Sie mit Ihrem Partner aus Spaß eine erregende Situation", rät die Therapeutin.

Was, wenn der Partner etwas will, das ich nicht machen möchte?

Nein sagen können und dürfen Sie immer! "Aber sehen Sie das nicht schwarz-weiß. Vielleicht können Sie Wünsche erfüllen, ohne eins zu eins das umzusetzen, was er sich vorstellt", sagt Jurgelucks. Hinterfragen Sie, was genau ihn an seiner Idee anregt, ob die Position, Enge, Kontrolle. Allein darüber zu sprechen kann neues, interessantes Repertoire ins Liebesspiel bringen.

29.01.2016| Christiane Kolb © womenshealth.de
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