Matcha 4 Gründe, warum Matcha-Tee so unglaublich gesund ist

Für Matcha-Tee werden die Teeblätter gemahlen, wodurch viele Inhaltsstoffe erhalten bleiben. © Satori Studio / Shutterstock.com

Der Matcha-Hype ist ungebrochen. Gesundheitsbewusste Foodies feiern ihn als echtes Superfood. Zu Recht? Hier sind die wichtigsten Fakten

Der zu Pulver vermahlene japanische Grüntee sieht nicht nur super aus, auch die Inhaltstoffe können überzeugen. Zudem können Sie ihn nicht nur als Tee trinken, sondern damit auch Smoothiebowls, Café Latte oder Backwaren veredeln.

Anders als bei herkömmlichem grünem Tee, bei dem die Teeblätter in heißem Wasser ziehen und dann wieder herausgenommen werden, wird bei Matcha das ganze Teeblatt zu einem sehr feinen Pulver gemahlen, mit Wasser verrührt und dann genossen“, erklärt Thomas Grömer, ausgebildeter Tea Taster und Geschäftsführer des traditionellen japanischen Familienunternehmens AIYA. Eine Neuentdeckung ist Matcha aber nicht: Buddhistische Mönche genossen den grünen Tee schon vor 800 Jahren.

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Was ist Matcha?

Wenn Sie mal versucht haben, einen handelsüblichen Grüntee im Mörser zu Pulver zu mahlen, um selbst Matcha herzustellen, wissen Sie: So einfach funktioniert das leider nicht. Denn die Herstellung von echtem Matcha ist sehr aufwendig und unterscheidet sich deutlich von der eines normalen grünen Tees.

Für den Matcha-Tee wird sogenannter Tencha-Tee verwendet: Die Teepflanzen werden 4 Wochen vor der Ernte mit großen Netzen überschattet, sodass nur noch etwa 10 Prozent des Sonnenlichts die Teepflanzen erreichen. Dadurch verstärkt sich das farbgebende Chlorophyll und es reichern sich wertvolle Aminosäuren in den Blättern an.

Die Zeit im Schatten führt außerdem dazu, dass die Teepflanze weniger Bitterstoffe entwickelt, die sie normalerweise zum Schutz gegen das Sonnenlicht bildet. Ein qualitativ hochwertiger Matcha schmeckt deshalb niemals bitter, sondern angenehm sanft und süßlich.

Nach der Ernte werden die Blätter gedämpft und getrocknet und schließlich in Granitsteinmühlen zu feinstem Pulver zermahlen. Durch die schonende Verarbeitung bleiben somit alle wertvollen Inhaltsstoffe erhalten.

Matcha-Tee enthält viele Antioxidantien und unterstützt das Entgiften des Körpers. © Jason Leung / Unsplash.com

Wie gesund ist Matcha-Tee?

Matcha-Tee wird seinem Ruf als Superfood tatsächlich gerecht. Bei regelmäßigem Konsum entfaltet das Pulver seine gesundheitsfördernden Eigenschaften, die sich auf viele Prozesse im Körper auswirken.

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1. Matcha-Tee schützt vor freien Radikalen

Matcha enthält reichlich zellschützende Antioxidantien. Catechine, allen voran das Epigallocatechingallat (EGCG), stehen dabei immer wieder im Fokus der Wissenschaft: Zahlreiche Studien beschäftigen sich inzwischen mit der Wirkung dieses Pflanzenstoffes, der unter anderem vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen und die Alterung der Haut ausbremsen soll.

Matcha soll außerdem unter anderem das Immunsystem stärken und das Alzheimer-Risiko reduzieren. „Die Teeblätter enthalten so viele Antioxidanzien wie kein anderes natürliches Produkt. Und da der Tee im Ganzen aufgenommen wird, kann der Körper die wertvollen Inhaltsstoffe optimal nutzen.“

2. Matcha-Tee unterstützt das Abnehmen

Grüner Tee stimuliert die Thermogenese, also die Wärmebildung des Körpers, und erhöht somit Ihren Grundumsatz. Zudem enthält der Tee keine Kalorien, und die Bitterstoffe hemmen das Verlangen nach Süßigkeiten.

3. Matcha-Tee enthält viele Vitamine und Mineralstoffe

Matcha-Tee enthält die gleichen Vitamine und Nährstoffe wie normaler grüner Tee. Da jedoch das ganze Blatt konsumiert wird, kann mehr von den wichtigen Nährstoffen aufgenommen werden. Matcha-Tee enthält die Vitamine B1, B2, B3, sowie Kalium, Calcium und Vitamin E. Außerdem ist er reich an Beta-Carotin, der Vorstufe des Vitamin A.

4. Matcha unterstützt den Detox-Day

Grüner Tee aktiviert die natürliche Entgiftungsarbeit des Körpers. Das im Matcha enthaltene Chlorophyll entsäuert den Körper und stellt einen natürlich pH-Wert wieder her. Außerdem unterstützt es den Körper bei der Ausleitung von Schwermetallen wie Aluminium, Blei und Quecksilber. Das macht sich auch an der Haut bemerkbar, die durch regelmäßigen Konsum von Matcha gesünder aussieht.

Wie viel Koffein hat Matcha?

Matcha-Tee ist ein effektiver und sanfter Wachmacher. 1,5 Gramm des grünen Pulvers wirken ungefähr wie zwei doppelte Espresso. Nervöses Zittern und Herzrasen bleibt hier jedoch aus, denn das Koffein aus dem Matcha wird im Körper erst nach und nach freigesetzt.

Matcha Tee hält wach
Matcha-Tee macht sanfter und länger wach als Kaffee. © Rawpixel.com / Pexels.com

Zudem wirkt die Aminosäure L-Theanin beruhigend und mildert den Wachmachereffekt vom Koffein noch etwas ab. Der wachmachende Effekt wirkt daher nicht nur sanfter, er halt auch länger an als der von Kaffee.

Darauf sollten Sie beim Kauf von Matcha achten

Gut zu wissen: Der Begriff „Matcha“ ist nicht geschützt, wodurch auf dem Markt teilweise minderwertige und industriell produzierte Grüntees, die zu Pulver vermahlen sind, als Matcha angeboten werden. Somit ist Matcha nicht gleich Matcha. Damit Sie den tollen Geschmack des Tees genießen können, haben wir die 3 wichtigsten Faktoren für Sie zusammengefasst.

1. Qualität hat ihren Preis

Ein wichtiger Indikator für echten Matcha ist der Preis. Da Matcha in der Herstellung sehr aufwendig ist, ist er teurer als normaler grüner Tee. Die Produktion erfordert mehr Sorgfalt und Know-How als die Herstellung anderer grüner Tees. Matcha-Tee zu Schnäppchen-Preisen ist in der Regel kein echter Matcha.

2. Auf die Herkunft kommt es an

Es gibt Sorten, zu denen es keine genauen Herkunftsangaben gibt. „Wer jedoch wirklich authentischen Matcha-Genuss erleben will, muss traditionellen Matcha aus Japan kaufen“, erklärt Grömer. Doch nicht nur an der Herkunft, sondern auch an Farbe, Konsistenz und Aroma können Sie die Qualität erkennen. „Guter Matcha hat einen langanhaltenden Umami-Geschmack, eine intensive Süße und eine leuchtend smaragdgrüne Farbe“, erklärt der Tee-Experte. Je intensiver das Grün, desto besser. Bei minderen Qualitäten ist die Farbe hingegen häufig gelblich, manchmal sogar leicht bräunlich.

3. Bio-Matcha ist tatsächlich besser

Da beim Matcha-Tee das ganze Blatt verzehrt wird, ist biologisch angebauter Tee immer besser als konventionelle Ware, bei der die Pestizid-Belastung weitaus höher ist. Auch die Feinheit des Pulvers ist entscheidend. Für echten Matcha wird nur das Blattfleisch verwendet, Blattrispen und Stängel werden vorab entfernt. Das Pulver lässt sich mit dem Finger auf einem Blatt Papier zu einer samtigen, ebenmäßigen Linie verstreichen. „Wenn ein durchgehender grüner Strich entsteht, ist der Matcha echt. Ist der Strich fleckig und weist weiße Stellen auf, dann handelt es sich um einen Fake“, sagt Grömer.

Wie wird Matcha-Tee serviert?

Für das volle Aroma genießen Sie Matcha am besten ganz klassisch. Die typische japanische Zubereitung funktioniert unkompliziert zu Hause. Sie brauchen lediglich ein feines Sieb, eine Teeschale und einen speziellen Matcha-Teebesen. Matcha-Tee-Sets sind unter anderem in spezialisierten Teeläden und auf amazon.de erhältlich.

Teebesen und Teeschale gehören zum Matcha dazu
Matcha-Tee wird traditionell mit einem Teebesen in einer speziellen Teeschale zubereitet. © Aedka Studio / Shutterstock.com

Sieben Sie das Pulver durch das Sieb in die Schale – das entfernt Klümpchen und sorgt dafür, dass der Tee später gut schäumt. Dann gießen Sie es mit maximal 80 Grad heißem Wasser auf. Bei höheren Temperaturen gehen die gesunden Nährstoffe kaputt.

Danach folgt die Königsdisziplin, das Aufschlagen. Dabei gibt es jedoch einen Trick: Schreiben Sie mit dem Besen in schnellen Bewegungen ein „M“ auf den Boden der Schale. Es geht hierbei nur um Geschwindigkeit, nicht um Druck. Nach etwa 20 Sekunden bildet sich ein toller Schaum – die Matcha Crema! Jetzt ist der Matcha fertig und genussbereit.

Tipp: Bewahren Sie den Tee dunkel und kühl auf, am besten luftdicht verpackt im Kühlschrank. So hält er sich mehrere Wochen. Theoretisch – denn praktisch braucht ein echter Matcha-Fan meist viel schneller Nachschub.

Die leckersten Matcha-Rezepte

Nicht nur als Getränk, auch beim Kochen und Backen ist Matcha ideal und verfeinert mit seinem besonderen Aroma süße sowie herzhafte Gerichte. Hier ein paar Ideen:

Matcha-Latte

Für den Trend-Drink benötigen Sie einen halben Teelöffel Matcha, den Sie erst mit 50 Milliliter Wasser und dann mit 200 ml aufgeschäumter Milch mischen.

Matcha-Bowl mit Bananen und Avocado

Der perfekte Start in den Tag! Matcha macht wach und steigert die Konzentration. Mit der Banane und Avocado versorgen Sie Ihren Körper mit gesunden ungesättigten Fettsäuren, sowie mit Kalium und Kalzium. Und ganz ehrlich: Wer kann bei so einer schönen Bowl schon widerstehen?

Vegane und glutenfreie Matcha-Schnitten

Diese leckeren Schnitten sind ein echter Hingucker! Doch sie können noch viel mehr, als nur gut auszusehen. Sie sind gleichzeitig gesund und kommen ohne Haushaltszucker aus.

Matcha-Tee lässt sich nicht nur als Getränk genießen. Verwenden Sie den gemahlenen Grüntee auch in süßen oder herzhaften Speisen. So versorgen Sie Ihren Körper mit wichtigen Nährstoffen und mit einer ordentlichen Portion Antioxidanzien.

13.05.2019| © womenshealth.de
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