Wenn es mit dem Schwangerwerden nicht klappt

Wenn es mit dem Schwangerwerden nicht klappt
1 Jahr sollte man mindestens abwarten, bevor man über eine Kinderwunschbehandlung nachdenkt © Shutterstock

Nicht immer ist die Frau schuld, wenn es mit dem Schwangerwerden nicht funktionieren will. In rund der Hälfte der Fälle liegt es am Mann

9. Gibt es ein ideales Alter für eine Kinderwunschbehandlung? Kann ich dafür auch zu jung sein?

Nein, aber Sie können zu früh dran sein. Verzichtet ein Paar erst seit ein paar Monaten auf die Verhütung, ist es vollkommen normal, dass noch nichts passiert ist. 1 Jahr sollte man mindestens dabei sein, bevor man sich in ärztliche Behandlung begibt. Die Ausnahmen von dieser Regel laut Kentenich: Wenn die Frau schon über 40 ist. Dann empfiehlt es sich, keine Zeit zu verlieren. Und wenn es bereits konkrete Hinweise gibt, dass es schwierig werden könnte – wie hormonelle Störungen oder Myome, gutartige Wucherungen der Gebärmutterschleimhaut, mit denen sich die Frau schon lange herumschlägt. Oder wenn einer der Partner in einer früheren Beziehung ungewollt kinderlos geblieben ist. "Dann ist es sinnvoll, sich möglichst bald untersuchen zu lassen, ganz unabhängig vom Alter", so der Reproduktionsmediziner.

10. Was ist denn nun der häufigste Grund, aus dem es nicht klappt mit einer Schwangerschaft?

Das kann man nicht sagen, denn es ist "immer ein Geflecht aus vielen Gründen, das ein Schwangerwerden erschwert", sagt Reproduktionsmediziner Kentenich. "Eine immer größere Rolle spielt aber das Alter der Frau." Denn viele Frauen in Deutschland entscheiden sich heute erst spät für ein Baby. Laut einer neuen Untersuchung der Krankenkasse KKH-Allianz ist die Zahl der werdenden Mütter zwischen 20 und 24 in den letzten Jahren um 28 Prozent gesunken, während die Geburtenrate bei den 40 bis 44 Jahre alten Frauen um stattliche 46 Prozent anstieg. Das bedeutet einerseits, dass es sehr oft auch spät noch klappt, aber eben nicht mehr so leicht wie mit Mitte 20. Andere mögliche Gründe für langes Warten auf das Baby sind hormonelle Probleme, undurchlässige Eileiter und Verwachsungen an der Gebärmutter, den Eileitern oder den Eierstöcken. Übrigens: In rund der Hälfte der Fälle liegt es am Mann, wenn es Zeugungsprobleme gibt.

29.02.2012| Diana Helfrich © womenshealth.de
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