Wintergemüse 8 Gemüsesorten, die Sie im Winter unbedingt essen sollten

Wer zu dem Gemüse greift, das gerade Saison hat, sorgt ganz von selbst für eine riesige Vielfalt auf dem Teller! © Ollinka / Shutterstock.com

Brrrr. Wenn uns der Winter frösteln lässt, steht die fette Erkältung oft schon in den Startlöchern. Darauf können Sie diesen Winter verzichten. Das Geheimnis: Fit futtern mit Wintergemüse

Im Winter wird es nicht nur uns, sondern auch dem meisten Gemüse zu kalt. Es gibt jedoch einige Sorten, die Minusgrade geradeso lieben und selbst bei Frost den Kopf nicht hängen lassen – zum Glück. So müssen Sie auf Vitamine und Nährstoffe nicht verzichten. Und gerade die brauchen Sie im Winter doppelt. Wie schnell man eine Erkältung an der Backe hat, wissen Sie bestimmt. Zumindest, wenn Ihr Immunsystem auf die winterlichen Wetterspielchen nicht eingestellt ist. Aber das lässt sich ändern. Gemüse liefert unglaublich viele Mikronährstoffe, die Ihre körpereigene Abwehr unterstützen. Da kann sich die Erkältung warm anziehen.

Vitamine für Ihr Immunsystem

Die robusten Wintersorten wie Kohl und Wurzelgemüse genießen jedoch nicht das größte Ansehen. Im Supermarkt gehören sie wohl eher zu den grauen Mäusen, denen nur wenig Beachtung geschenkt wird. Völlig zu Unrecht! In Sachen Nährstoffen und Vitaminen können ganzjährige Platzhalter wie Tomaten oder Paprika zumindest im Winter mit den heimischen Vitaminbomben einfach nicht mithalten. Saisonal kochen hat jedoch noch einen weiteren – sehr nahe liegenden – Vorteil: Abwechslung. Die kommt meistens wirklich zu kurz. Wer aber zu dem Gemüse greift, das gerade Saison hat, sorgt ganz von selbst für eine riesige Vielfalt auf dem Teller. Und keine Angst, falls Sie sich bis jetzt an den ein oder anderen Winterstar noch nicht herangewagt haben. Rezepte gibt es tausende. Außerdem gibt es immer ein erstes Mal und damit können Sie gleich loslegen.

Nichts wie ran ans Wintergemüse. Unsere Top 8 sind nicht nur selbst ziemlich robust, sondern machen auch Sie winterfit:

1. Wintergemüse: Grünkohl für den Vitamin C Kick

Die inneren Werte des grünen Wintergemüses lassen Foodie-Herzen höher schlagen. © AnjelikaGr / Shutterstock.com

Lange hatte er es sehr schwer. Doch mittlerweile gilt Grünkohl als echtes Superfood. Und das nicht nur in Norddeutschland, wo er als Wintergemüse Kultstatus genießt. Smoothies mit Grünkohl oder Kale wie er auch genannt wird, sind absolut hip. Zurecht. Denn die inneren Werte des grünen Wintergemüses lassen Foodie-Herzen höher schlagen. Mit 105 Milligramm Vitamin C pro 100 Gramm ist Grünkohl eine wahre Vitamin-C Bombe. Daneben liefert er Vitamin E, Kalium und Magnesium. Allen Grund öfter zuzuschlagen. Das muss nicht unbedingt in Form eines Smoothies oder dem klassischen Eintopf mit Pinkel sein. Genauso gut macht er sich im Salat, als Pesto, gedünstet oder in einer Lasagne. Übrigens: Aus Grünkohl lassen sich ganz easy leckere Gemüse-Chips herstellen. Der perfekte Snack für den nächsten kuscheligen Winterabend auf der Couch.

2. Wintergemüse: Petersilie stärkt Ihre Abwehrkräfte

In 100 Gramm Petersilie stecken satte 6 Milligramm Eisen. © YARUNIV Studio / Shutterstock.com

Ein Blättchen Petersilie macht fast jeden Teller ein bisschen hübscher und im Nullkommanichts fotoreif. Das ist ja ganz nett, aber Instagram-Tauglichkeit allein reicht uns nicht aus. Die unscheinbaren Blätter haben es nämlich in sich und mehr als nur eine kleine Nebenrolle verdient. In Sachen Eisengehalt läuft er allen anderen den Rang ab. Satte 6 Milligramm stecken in 100 Gramm Petersilie. Eisen wird zur Blutzellbildung sowie dem Sauerstofftransport benötigt. Damit ist sie sowohl für Ihre geistige als auch körperliche Leistungsfähigkeit verantwortlich und stärkt Ihre Abwehrkräfte. Doch damit nicht genug: Petersilie liefert reihenweise Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Es darf also ruhig mehr als nur das Alibi-Blättchen am Tellerrand sein. Am Besten gleich ein ganzer Bund. Der landet zum Beispiel in einem Pesto, einer Suppe, klassisch in Tabouleh, verfeinert Kartoffelstampf oder macht den morgendlichen Smoothie zum echten Powerdrink.

3. Wintergemüse: Feldsalat, das nährstoffreiche Leichtgewicht

Feldsalat vor dem Verzehr immer gründlich waschen. © 13Smile / Shutterstock.com

Ein Grund mehr sich auf den Winter zu freuen. Feldsalat gehört zu den absoluten Lieblingen auf dem Salatteller. Minusgrade und Frost steckt er mit links weg und kann deshalb auch im Winter bei uns angebaut werden. Doch bevor er vom Feld auf dem Teller landet, muss er gründlich geputzt werden. Schließlich soll der Sand beim Essen nicht mehr zwischen den Zähnen knirschen. Doch der Aufwand lohnt sich. Feldsalat liefert eine ganze Menge Vitamin C sowie Vitamin A, das die Bildung von körpereigenen Abwehrzellen unterstützt. Außerdem ist er reich an Eisen, Folsäure Phosphor und Calcium. Mit gerade einmal 15 Kilokalorien pro 100 Gramm ist er außerdem ein echtes Leichtgewicht. Um dem Salat einen letzten Kick zu verpassen, einfach mit Nüssen, Käse oder Früchten wie Feigen und Trauben toppen. Die passen besonders gut zu dem leicht nussigen Aroma. Uns läuft jetzt schon das Wasser im Mund zusammen.

4. Wintergemüse: Rosenkohl pusht Immunsystem und Nerven

Nach dem ersten Frost im Novemer schmeckt Rosenkohl am besten. © Africa Studio / Shutterstock.com

Bei Rosenkohl rümpfen viele sofort die Nase. Mal langsam! Die kleinen Röschen haben eine Chance verdient. Sie sehen nicht nur unglaublich hübsch aus, sondern sind echte Vitamin C Bomben und damit genau das Richtige, um Erkältung, Grippe oder Infekten vorzubeugen. Daneben liefern sie viele B-Vitamine, die Ihre Nerven stärken und Sie nicht nur körperlich, sondern auch geistig pushen. Seine Blütezeit hat Rosenkohl nach dem ersten Frost, meist ab November. Dann schmeckt er besonders gut und ist bekömmlicher. Sie müssen ihn nicht immer klassisch kochen. Genauso gut schmeckt Rosenkohl kurz gebraten in der Pfanne oder in einem wärmenden Auflauf.

5. Wintergemüse: Lauch wirkt antibakteriell

Lauch enthält sekundäre Pflanzenstoffe und ätherische Öle, die Entzündungen hemmen und antibakteriell wirken. © Maria Savenko / Shutterstock.com

Klassischerweise ist Lauch Teil des Suppengrüns. Für viele ist das wahrscheinlich der einzige Berührungspunkt mit dem Zwiebelgewächs. In Porree – wie er auch genannt wird – steckt jedoch richtig viel Potential. Der würzigen Stange wird sogar eine heilende Wirkung nachgesagt. Das enthaltene Betacarotin schützt vor freien Radikalen, die Ihre Zellen schädigen. Außerdem stecken in Lauch sekundäre Pflanzenstoffe und ätherische Öle, die Entzündungen hemmen und antibakteriell wirken. Nicht zu vergessen: der hohe Vitamin C Gehalt, der zusätzlich das Immunsystem pusht. Der würzige Geschmack von Porree macht sich nicht nur in Suppen, sondern auch in Aufläufen oder einer Quiche ausgezeichnet. Außerdem sollten Sie ihn unbedingt als gegarte Gemüsebeilage ausprobieren. Vor dem Zubereiten aber bitte gründlich waschen, da sich zwischen den einzelnen Schichten Sand versteckt.

6. Wintergemüse: Brunnenkresse, das Multitalent

Mit Brunnenkresse werden Kindheitserinnerungen wach. © Christopher Elwell / Shutterstock.com

Brunnenkresse kennen die meisten wohl aus Ihrer Kindheit. Wobei da viel mehr der eigene Anbau als der tolle Geschmack oder der gute Nährstoffgehalt zählte. Was Sie früher gemacht haben, sollten Sie unbedingt auch heute wieder ausprobieren. Microgreens sind nämlich total angesagt und werden als DAS Superfood der Saison gehypt. Der Grund: Die kleinen Pflänzchen haben eine extrem hohe Nährstoffdichte. Das gilt auch für Brunnenkresse, die sogar als Heilpflanze gilt. Sie ist ein echtes Multitalent. Eisen, Calcium, Vitamin A, Vitamin C oder Folsäure sind nur einige wenige Nährstoffe, die das grüne Kraut in beachtlichen Mengen liefert. So stärkt es das Herz-Kreislauf-System, pusht das Immunsystem, reguliert die Verdauung und soll sogar das Hautbild verbessern. Also, schnell zugreifen. Brunnenkresse passt quasi immer: im Salat, Quark, aufs Brot oder einfach als Deko, die Sie aber bitte mitessen.

7. Wintergemüse: Rote Beete macht Sie leistungsfähig

Rote Beete unterstützt die Regeneration nach dem Training. © Africa Studio / Shutterstock.com

Rote Beete sorgt für einen Farbklecks im tristen Wintergrau. Und nicht nur das: Die rote Knolle pusht Ihr Immunsystem und macht Sie fit für den Winter. Ein Hoch auf die vielen Mikronährstoffen, die in der roten Knolle stecken. So liefert sie Vitamin A, C und E, Kalium, Kalzium, Magnesium, Jod und eine besonders große Menge Eisen, das die Blutzellbildung sowie die Sauerstoffversorgung der Zellen fördert. Unter Sportlerinnern hat rote Beete übrigens einen besonders guten Ruf. Das enthaltene Nitrat steigert die Durchblutung, macht leistungsfähiger und unterstützt die Regeneration nach dem Training. Ob Sie die gesunde Knolle lieber roh oder gekocht genießen, bleibt Ihnen überlassen. Rote Beete ist super vielfältig und kann zum Beispiel als Salat, Suppe oder Carpaccio zubereitet werden. Außerdem lassen sich daraus im Handumdrehen Low-Carb Nudeln oder Gemüsechips herstellen. Da dürfen Sie dann ruhig doppelt zugreifen.

8. Wintergemüse: Pastinake für eine starke Immunabwehr

Pastinake ist ein richtiges Sportlergemüse. © Jiri Hera / Shutterstock.com

Kennen Sie nicht? Dann wird es höchste Zeit. Die Pastinake ist eine weiße Wurzel, die neben Möhren, Kartoffeln und Knollensellerie irgendwann in Vergessenheit geraten ist. Mittlerweile feiert sie ihr Comeback und gehört im Winter unbedingt auch auf Ihren Teller. Ihr Immunsystem profitiert von den vielen sekundären Pflanzenstoffen, die Ihre Abwehrkräfte stärken. Außerdem ist sie besonders reich an Kalium, das für die Kommunikation zwischen Muskel- und Nervenzellen benötigt wird. Also ein echtes Sportlerinnen-Gemüse! Daneben liefern Pastinaken Vitamin C, Calcium, Eisen und Zink. Die große Menge an Ballaststoffen verbessert die Darmflora und macht die Wurzel zu einem richtig guten Sattmacher. Pastinake schmeckt süßlich-nussig und sorgt damit für einen ganz besonderen Geschmackskick. Zubereiten können Sie das Wintergemüse im Ofen, als Suppe, in Eintöpfen oder auch als Stampf – ähnlich wie die klassische Kartoffel, die Sie mit Pastinake pimpen oder ersetzen können.

Minusgrade, Frost und Schnee? Für Sie dieses Jahr kein Problem! Greifen Sie ganz bewusst zum heimischen Wintergemüse. Die Vitaminbomben machen Sie fit für die kalte Jahreszeit. Dank der vielen Nährstoffe unterstützen Sie Ihr Immunsystem von innen, sodass Sie von der alljährlichen Erkältung diesen Winter verschont bleiben.

22.11.2017| © womenshealth.de
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