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Männerfragen Die 7 nervigsten Fragen von Männern – und was du antworten solltest

Bei aller Liebe: Manchmal sondern Männer Fragen ab, die dir den Atem rauben. Hier sind die schlimmsten – und die passenden Antworten darauf

Fragen sind nicht grundsätzlich schlecht. Im Gegenteil: Natürlich willst du Männer, die lieber Fragen stellen als vorschnell über dich urteilen oder seltsame Ansagen machen.

Aber so manche Frage sorgt wirklich für Augenroll-Faktor 1000. Und das nicht nur in der Kennenlernphase, sondern auch nach Jahren in der Beziehung. Diese Männerfragen sind die nervigsten. Wappne dich!

"Wo sind denn deine Flügel?"

Gleich wird er dir noch sagen, dass er dachte, du seist ein Engel, der vom Himmel gefallen ist, und das ist dann ein waaaahnsinnig kreativer Anmachspruch. Nicht. Es gibt viele solcher hilflosen Bagger-Fragen, die allesamt mehr verraten als sie fragen, sie sagen nämlich: "Ich interessiere mich nicht wirklich für dich, höchstens für deinen Körper, und ich suche nur nach einer besonders pfiffigen Methode mit dir ins Gespräch zu kommen, um dir dann zu beweisen, was ich für ein witziger Typ bin."

Würde er sich wirklich für dich als Person begeistern, käme er nicht mit einer zurechtgelegten, ausgedachten Quatsch-Frage, die er jeder stellen kann, sondern mit einer ehrlich interessierten.

Was du darauf antwortest: Nichts. Geh einfach weg. Das verdient keine Antwort. Oder nein, halt, in diesem Falle könntest du sagen: "Oh, meine Flügel! Du hast Recht, ich habe sie an der Garderobe vergessen. Ich hole sie und dann FLIEGE ICH GANZ SCHNELL WEG!"

Oder findest du ihn eigentlich doch ganz süß? Dann sag: "Bitte keine Anmachsprüche. Frag mich was Ernsthaftes. Oder erzähl was Interessantes über dich." Das klärt die Fronten und ermöglicht einen zweiten Anlauf.

"Schatz, kannst du das mal in deine Handtasche stecken?"

Es ist so typisch. Ständig machen sich Kerle über deine Handtasche lustig: "Unglaublich, was du alles mit dir herumschleppst!" Oder: "Ist da ein Schwarzes Loch im Boden, höhö!"

Aber kaum hat er bei einem gemeinsamen Ausflug etwas dabei, dass nicht in seine ausgebeulten Hosentaschen passt, kommt er damit angeschlufft und hält es dir mit einem schiefen Grinsen hin. Am liebsten noch mit einem "Ist auch gar nicht schwer, und du hast ja eh die Tasche dabei."

Was du darauf antwortest: "Klar, kein Problem. Wenn du die Tasche dann auch trägst." Natürlich solltest du dafür bestenfalls das Modell mit den Blumen oder mit dem Glitzerbesatz dabei haben.

"Bei mir geht immer was schief, machst du das mit der Wäsche?"

Das angebliche eigene Unvermögen als Entschuldigung nutzen – das tun Männer seltsamerweise vor allem im Haushalt. Es würde doch nie einem Mann einfallen, zu seinen Kollegen zu sagen: "Ich kriege das doch mit Excel nicht auf die Reihe, wer kann das für mich übernehmen?" Oder beim Sport: "Ich schieße doch immer daneben, geht jemand anderes in den Sturm?" Das Kokettieren mit der eigenen Unfähigkeit wird nur herausgekramt, wenn es um unliebsame Aufgaben geht. Not nice!

Was du darauf antwortest: "Nein. Du schaffst das. Nur durch Übung wachsen Profis." (Aber bring vorher deine teuren Wollpullis in Sicherheit!)

"Bist du dir da ganz, ganz sicher?"

Natürlich fragt er das nicht einmal, sondern immer wieder. Erst fügt er ein "ganz" ein, dann das zweite. Okay, immerhin: Über das Stadium, dich plump bevormunden zu wollen, ist er hinaus. Vielleicht macht er sich Sorgen. Vielleicht will er auch nur sicherstellen, dass es am Ende deine, also GANZ ALLEIN DEINE Entscheidung war. Und wenn es schiefgeht, will er GANZ KLAR sagen können, dass er von Anfang an dagegen war. Außerdem steckt natürlich die Absicht dahinter, dich doch noch einmal ein klein wenig zu verunsichern.

Aber letztlich steckt neben all dem in dieser Frage die Weigerung zu akzeptieren, dass du für dich selbst Entscheidungen triffst. Auch solche, die ihm nicht in den Kram passen oder von denen er denkt, dass du sie später bereust. Aber ist das nicht irgendwo der Sinn eigenständiger Entscheidungen, dass sie auch unabhängig von ihm gefällt werden?

Was du darauf antwortest: "Die Frage muss doch wohl eher lauten: Warum versuchst du, mich zu verunsichern. Glaubst du, ich habe mir das leicht gemacht? Vertrau mir oder lass mich in Ruhe!"

"Wozu eine Frauenquote, du hast die doch auch nicht gebraucht, oder?"

Auch wenn du sie tatsächlich nicht brauchst: Hinter dieser Frage steckt ein Denken, dass tatsächlich unser Vorankommen als Gesellschaft verhindert. Es ist so einfach, beim Thema Quote auf die Frauen zu verweisen, die es "auch ohne" geschafft haben. Das ignoriert aber die vielen Frauen, denen es aufgrund patriarchaler Strukturen in unserer Gesellschaft gar nicht möglich ist, überhaupt mal zu zeigen, was sie können. Eine Quote ist keine Sondervergünstigung, sondern in vielen Fällen oft quasi Notwehr gegen ganz andere, viel ältere Mechanismen.

Was du darauf antwortest: "Im Moment gibt es strukturell bedingt eine Männerquote, und die ist sehr hoch. Frage ich, ob du sie brauchst oder nicht?"

"Du nimmst doch die Pille, oder?"

In dieser Frage steckt eine solche Supernova an unerquicklichen Wahrheiten, dass es dir den Atem verschlagen sollte:

Aussage 1: "Ich habe keinen Bock auf Kondome." (Oder: "Ich weiß nicht, wie man sie benutzt.")
Aussage 2: "Sexuell übertragbare Krankheiten interessieren mich nicht."
Aussage 3: "Verhütung ist Frauensache, die kriegen schließlich dieses Schwangerdings, nicht ich."
Aussage 4: "Hormonelle Verhütung ist in erster Linie voll praktisch, die gesundheitlichen Folgen für die Frau sind mir vollkommen egal."

Mit so jemandem willst du doch nicht wirklich ins Bett gehen, oder?

Was du darauf antwortest: "Wozu? Ich verhüte anders. Unter anderem mit Idiotenalarm. Also: Ciao!"

"Wow! DU kannst programmieren?"

Wahlweise könnte es auch um Elektrotechnik, Heimwerken oder die Steuererklärung gehen. Das Blöde an der Frage ist der überraschte Ton. Er meint das vielleicht sogar anerkennend. Aber dahinter verbirgt sich meist die unausgesprochene Aussage: "Und das als Frau!" Sowas von 50er Jahre.

Was du darauf antwortest: "Tjaja. Ich kann vieles. Nur nicht länger Zeit mit dir verbringen."

"Du siehst doch so toll aus, wozu brauchst du da Make-Up?"

Natürlich will er dir hier so auf Umwegen ein Kompliment machen. Das ist lieb gemeint. Aber letztlich ist die Frage auch ein Zeichen dafür, wie wenig er sich damit auseinandersetzt, wie du dich wohl fühlst und welches Bild von dir du in die Öffentlichkeit tragen willst (was genau niemanden etwas angeht außer dir). Vielleicht benötigt er da ein wenig Nachhilfe.

Was du darauf antwortest: "Danke dir, aber ich will nicht überall so aussehen wie mit dir morgens im Bett."

Nicht alle blöden Männerfragen sind böse gemeint oder plumpe Anmachen. Aber wenn du sie ausmerzen willst, musst du mit klaren Ansagen darauf reagieren. Am Ende hilft das allen, denn dann bleibt mehr Zeit für die wichtigen Fragen des Lebens.

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