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Die Kraft der Pflanzen © Daniel Oberg / unsplash.com

Kraft der Pflanzen Diese 5 Superkräfte besitzen Zimmerpflanzen

Pflanzen sind ein schönes Accessoire. Aber sie können noch viel mehr! Denn Indoor-Pflanzen können glücklich und gesund machen

Zimmerpflanzen sind so etwas wie das Vorzeige-Accessoire unserer Generation. Eine Wohnung ohne grün wirkt gleich irgendwie tot und leer. Pflanzen sind ein Must-have.

Dabei können sie mehr als bloß Räume verschönern oder besonders #instagrammable sein: Pflanzen haben nachweislich eine positive Wirkung auf Körper, Seele und Geist. Sie verbessern das Raumklima, da sie Schadstoffe abbauen und die Luft reinigen. Außerdem erhöhen sie die Luftfeuchtigkeit und können Staubpartikel binden.

Bei Zimmerpflanzen gilt das Motto: Mehr ist mehr
Bei Zimmerpflanzen gilt das Motto: Mehr ist mehr.
© Brina Blum / unsplash.com

Warum sind Zimmerpflanzen gut für deine Gesundheit?

Je mehr Pflanzen du dir ins Haus holst, desto besser – insbesondere weil laut der US-Umweltbehörde die immer schlechtere Luft in Wohnungen zu den 5 gefährlichsten Bedrohungen für die Gesundheit zählt. Die Auswirkungen des so genannten Sick-Building-Syndroms äußern sich etwa durch Müdigkeit, Kopfschmerzen und auch Hauterkrankungen.

Gut, dass die Pflanzenpower dagegenhalten kann. Die University of Technology in Sydney hat herausgefunden, dass die Luftqualität durch Pflanzen sogar um bis zu 70 Prozent verbessert wird.

Ganz vorne mit dabei ist die Grünlilie, da die Enzyme in ihren Blättern bis zu 95 Prozent der Giftstoffe aus der Luft filtern und zerlegen können. Sie ist damit also so etwas wie die Superheldin unter den Indoor-Pflanzen. Wir verraten dir hier, welche 5 Superkräfte noch in Zimmerpflanzen stecken – und wie du einige davon auch für dich nutzen kannst.

5 Gründe, warum Zimmer-Pflanzen gesund sind

Was können denn Pflanzen nun konkret, dass sie so positiv auf dein Wohlbefinden wirken? Welche anderen Fähigkeiten haben sie, die überraschen? Wir haben hier mal die 5 wichtigsten Eigenheiten deiner grünen Freunde für dich gesammelt. Einige sind echt crazy!

Kakteen fühlen sich in Gesellschaft mit Gleichgesinnten besonders wohl
Kakteen fühlen sich in Gesellschaft mit Gleichgesinnten besonders wohl.
© Annie Spratt / unsplash.com

Heilungs-Helfer

Pflanzen helfen Kranken beim Genesen. Der amerikanische Forscher Roger Ulrich hat ­herausgefunden, dass die Anwesenheit von ­Pflanzen oder allein der Blick in die Natur den Heilungs­prozess nach einer Operation fördern kann.

Ulrich hat dafür die Erholungsphase von Patienten im Krankenhaus verglichen: Die eine Gruppe blickte aus ihrem Zimmerfenster auf eine Backsteinmauer, wohingegen die Patienten aus der anderen Gruppe ins Grüne schauen konnten.

Das Ergebnis? Die Gruppe mit Blick in die Natur hatte eine kürzere Aufenthaltsdauer, fühlte sich weniger unwohl und nahm geringere Mengen an Schmerzmitteln. Weitere Studien haben ergeben, dass bereits Abbildungen der Natur das Stresslevel senken und die Genesung beschleunigen.

Happy-Macher

Zahlreiche Studien belegen, dass Pflanzen einen entspannenden Effekt auf Menschen haben und eine schnellere ­Erholung vom Alltagsstress ­bewirken.

Dies liegt unter anderem daran, dass durch Pflanzen der Sauerstoffgehalt im Raum steigt, was wiederum zu einem besseren Gemütszustand führt. Außerdem hat die Farbe Grün eine besänftigende Wirkung.

Pflanzen können noch viel mehr, als bloß unser Lieblingszimmer aufhübschen
Pflanzen können noch viel mehr, als bloß unser Lieblingszimmer aufhübschen.
© Huy Phan / unsplash.com

Produktivitäts-Steigerer

Eine Studie aus dem „Journal of Experimental Psychology“ hat belegt, dass Büros mit vielen Pflanzen die Mitarbeiter spürbar glücklicher und produktiver machen. Marlon Nieuwenhuis von der School of Psychology der Cardiff University bestätigt, dass eine Pflanze pro Quadratmeter die Lebensqualität und Produktivität von Mitarbeitern sogar um 15 Prozent steigert.

Warum das so ist? Dies liegt daran, dass Pflanzen klimabedingte Gesundheitsbeschwerden wie Kopfschmerzen oder Hautreizungen vermindern und gleichzeitig den Blutdruck senken. Dadurch können sich die Mitarbeiter besser auf ihre Arbeit konzentrieren und sind folglich produktiver.

Kommunikations-Talente

Pflanzen können sich untereinander austauschen und sogar Sympathien oder Antipathien ausdrücken. Auslöser für diese Kommunikation ist meist die Arterhaltung. Es gibt Pflanzen, die sich gegenseitig fördern, und andere, die sich beeinträchtigen.

Wer mit wem? Rosen und Lavendel unterstützen sich beispielsweise gegenseitig in ihrem Wachstum, und die Kapuzinerkresse schützt den Kirschbaum vor Blattläusen. Ökologen und Chemiker der Seattle University haben außerdem herausgefunden, dass Bäume, die von Insekten geschädigt werden, chemische Signalstoffe in die Luft senden, um andere Bäume vor dem Befall zu warnen.

Berührungs-Junkies

Theo Lange, Biologe der Technischen Universität Braunschweig, ist überzeugter Pflanzenstreichler. Bitte was? Der Wissenschaftler hat herausgefunden, dass Pflanzen auf Berührungen reagieren.

Seine Erkenntnis: Durch das regelmäßige Anfassen und Streicheln bleiben die Pflanzen zwar kleiner und blühen teilweise später, werden dadurch aber auch widerstandsfähiger gegen ­Pilze, Bakterien und Viren – und leben somit länger als selten berührte Pflänzchen.

Und nun da du das weißt, hat nicht nur deine Pflanze etwas vom Kraulen, sondern auch du. Denn du weißt, dass sie es spürt und dass es sie stärkt.

Na, bist du überrascht, wie viele geheime Talente in Zimmerpflanzen schlummern? Nun hast du 5 gute Gründe mehr, noch mehr Grün in deine Wohnung einziehen zu lassen. Plants are friends!

Text: Sofia Mönter Jamie

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