Outdoor-Yoga: Warum es so guttut

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Yoga-Position im Freien © Amauri Mejia /unsplash.com

Outdoor-Yoga Warum Yoga draußen so besonders gut tut

Wenn du dich erst in der Natur so richtig frei fühlst und den Alltagsstress hinter dir lassen kannst, bist du bei Outdoor-Yoga genau richtig. Alles Wichtige über das Workout an der frischen Luft

Du hörst das Zwitschern der Vögel, nimmst einen tiefen Atemzug der frischen Herbstluft und spürst die letzten Sonnenstrahlen auf deiner Haut, während du beim Sonnengruß den Alltagsstress hinter dir lässt. Klingt gut, oder?

Für genau dieses Gefühl zieht es immer mehr Yogis nach Draußen, nach dem Motto: zurück zur Natur. Denn Outdoor-Yoga beflügelt nicht nur die Sinne, sondern auch den Körper. Wir zeigen dir, warum es sich lohnt, es mal auszuprobieren.

Was ist Outdoor-Yoga?

Outdoor-Yoga ist eigentlich nichts anderes als Yoga unter freiem Himmel. Du gehst also einfach vor die Tür und machst Yoga in der Natur, ob das auf deinem Balkon ist, im Garten oder in einem Park, ist dabei ganz egal. Obwohl das Workout im Grünen einen regelrechten Hype erlebt hat, ist Outdoor-Yoga eigentlich nichts Neues. Im Gegenteil, es hat eine lange Tradition in der Yoga-Lehre, der Yoga-Pioneer Swami Vishnudevananda prakiziert es schon seit den 60er Jahren mit seinen Schüler*innen.

Yoga-Schulen bieten vermehrt Kurse im Freien an, hier haben Aerosole keine Chance.
Yoga-Schulen bieten vermehrt Kurse im Freien an, hier haben Aerosole keine Chance.
© amauri-mejia / Unsplash.com

Seither zieht es immer mehr Yogis nach Draußen. Auch weil Yoga indoor durch die Corona-Pandemie vorrübergehend nicht möglich war, wurden Kurse in Parks und Grünanlagen verlagert. Das geringe Infektionsrisiko ist aber nicht der einzige Grund, warum auch du Outdoor-Yoga ausprobieren solltest.

Warum sollte ich Outdoor-Yoga ausprobieren?

Yoga unter freiem Himmel ist wie ein kleiner Urlaub für Körper, Geist und Seele. Eine Studie von Dr. Jo Thomson-Coon von der University of Exeter hat bestätigt, dass sich Sport in einer natürlichen Umgebung positiv auf unser psychisches und physisches Wohlbefinden auswirkt. Outdoor-Sport stärkt also deine Psyche und verringert außerdem das Stresslevel. Hier findest du noch mehr Gründe draußen Sport zu treiben.

Speziell Yoga in der Natur kann eine sehr erdende und beruhigende Wirkung haben. Die Verbundenheit mit der Umwelt lässt uns eine ganz neue Lebensenergie spüren und wir werden eins mit der Natur. Zu Zeiten von Homeoffice tut es gut, die eigenen 4 Wände zu verlassen und mit Outdoor-Yoga ein Stück weit dem Alltag zu entfliehen.

Wie fördert Outdoor-Yoga die Gesundheit?

Yoga im Freien bringt viele gesundheitliche Vorteile mit sich: Das Einatmen von frischer Luft macht dich direkt wacher und fitter. Außerdem ist die Ansteckungsgefahr über Aerosole in der Luft sehr gering und es kann ausreichend Abstand gehalten werden. Denn Platz ist in der Natur reichlich, auch für Yoga-Figuren bei denen du in deiner Wohnung an deine Grenzen stößt.

Outdoor-Yoga im Sommer schön und gut, aber im Herbst? Und ob! Gerade jetzt ist es wichtig, noch die letzten Sonnenstrahlen aufzufangen. Denn Vitamin D macht glücklich und beugt einem Herbst-/Wintertief vor. (Hier zeigen wir dir 7 Stimmugsaufheller gegen den Herbstblues.) Außerdem wird dein Herz-Kreislauf- sowie dein Immunsystem in Schwung gebracht, du wirst also fit für die kalte Jahreszeit.

Wenn das immer noch nicht genug Gründe waren, deine Yoga-Matte zu schnappen und in die Natur zu entfliehen, dann folgt noch ein letzter: Outdoor-Yoga schärft die Sinne! Du wirst die Geräusche und die Natur um dich herum danach ganz anders wahrnehmen.

Was brauche ich für Outdoor-Yoga?

Eigentlich brauchst du für Yoga nicht viel, eine Matte und bequeme Kleidung reichen normalerweise aus. Doch beim Outdoor-Yoga, vor allem bei den herbstlichen Temperaturen, solltest du ein paar Dinge beachten.

1. Die Yoga-Matte

Du brauchst die richtige Yoga-Matte. Für das Workout auf der Wiese oder auf dem Waldboden sollte die Matte etwas dicker und stabiler sein, damit du kleine Unebenheiten im Boden nicht so stark spürst. Eine dünne Travel-Matte lässt sich zwar leicht transportieren, eignet sich fürs Outdoor-Yoga allerdings nicht so gut. Außerdem sollte deine Matte nicht zu schmutzempfindlich sein, denn so ein Waldboden hinterlässt seine Spuren. Nutze also besser nicht deine schöne Indoor-Matte, mit der du danach wieder in der Wohnung trainieren möchtest. Um deine Matte easy zu transportieren bietet sich eine stylische Yoga-Tasche an.

2. Die richtige Kleidung

Yoga-Kleidung sollte vor allem eins sein: bequem! Da du beim Outdoor-Yoga aber deine Wohnung verlässt und dich damit dem Herbstwetter aussetzt, solltest du auf alle Eventualitäten vorbereitet sein. Packe also vorsichtshalber einen Pullover und eine Jacke ein. Denn wer friert, kann sich nicht entspannen und riskiert außerdem eine Erkältung. Auch auf Regen und Wind solltest du dich zu dieser Jahreszeit vorsichtshalber einstellen. Hier findest du 10 Tipps für das optimale Yoga-Outfit.

3. Insektenschutz

Je nachdem wo und zu welcher Tageszeit du Yoga machst, solltest du dich vor Mücken schützen. Denn nichts ist unentspannter als dauerhaft Angst haben zu müssen gestochen zu werden. Auch Zecken stellen in der Natur eine potenzielle Gefahr dar, vor allem im hohen Gras oder im Wald solltest du Zeckenschutzmittel auftragen. Ebenso kann lange Kleidung ungeliebte Insektenbisse und -stiche verhindern.

Außerdem kann etwas zu trinken nicht schaden, denn anders als Zuhause oder im Yoga-Studio kannst du in der Natur nicht mal eben in die Küche laufen. An sonnigen Tagen: Sonnencreme nicht vergessen! Und falls die Geräuschkulisse an der Location deiner Wahl keine Entspannung zulässt, packe ein paar Noise-Cancelling-Kopfhörer mit ein. Versuche aber langfristig auf Kopfhörer zu verzichten, da die Klänge der Natur zu deinem Outdoor-Yoga-Erlebnis beitragen und du nur so die Geräusche der Natur aufsaugen kannst. Für die Entspannungsphase nach dem Yoga kann eine Yoga-Decke nützlich sein, es reicht natürlich auch eine normale Wolldecke.

Wie finde ich den richtigen Ort für Outdoor-Yoga?

Es gibt kaum einen meditativiereren Ort als den Strand mit seiner sanften Meeresbriese und dem Wellenrauschen.
Es gibt kaum einen meditativiereren Ort als den Strand mit seiner sanften Meeresbriese und dem Wellenrauschen.
© Kaylee Garrett / Unsplash.com

Eigentlich kannst du Yoga überall machen wo du möchtest, vor allem als Anfängerin kann es aber unangenehm sein, sich den Blicken und Kommentaren schaulustiger Passanten auszusetzen. Wähle daher ein Plätzchen, an dem du dich unbeobachtet fühlst, der nicht von allen Seiten einsehbar ist und wo du dich vollkommen fallen lassen kannst. Umgeben von Natur und mit einem schönem Ausblick bringst du dein Flow-Erlebnis auf ein ganz neues Level. Der Blick ins Grüne hat eine besonders meditative Wirkung auf uns. Tolle Spots für deine Outdoor-Yoga-Session wären zum Beispiel eine Wiese, ein Seeufer, ein Wald, oder der Strand. Studien belegen, dass vor allem Waldbaden sich positiv auf unsere Gesundheit auswirkt.

Du lebst in der Großstadt und der Weg in die Natur lässt sich nicht mal eben mit dem Rad zurücklegen? Dann such dir den nächsten Stadtpark und versuche deine Yoga-Einheiten auf Uhrzeiten zu legen, an denen der Park vergleichsweise menschenleer ist, früh morgens zum Beispiel. Ein wichtiger Faktor für deinen Entspannungsmoment ist nämlich die Geräuschkulisse. Von einem Spot in Straßennähe mit dem Alltagslärm einer Großstadt solltest du dich besser fern halten.

In die Wahl der Location solltest du unbedingt auch das Wetter mit einbeziehen. Ein Baum zum Beispiel kann gegen Sonne oder Regen schützen. Außerdem sollte der Spot deiner Wahl nicht zu windig sein. Schau dich einfach mal um in einem Park in deiner Nähe, da findest du schon den richtigen Ort für deine Outdoor-Yoga-Session.

Outdoor-Yoga ist ideal um die letzten Sonnenstrahlen vor dem Winter einzufangen, deine Vitamin-D-Speicher noch einmal aufzufüllen und die Schönheit des Herbstes und der Natur aufzusaugen. Lass den Stress hinter dir und lass die Natur auf dich wirken.

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