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Braucht deine Work-Life-Balance Nachhilfe?

Diese 6 Fragen helfen dir bei der Spurensuche nach deiner individuellen Work-Life-Balance

Hast du dich schon einmal gefragt, wie es um deine Work-Life-Balance bestellt ist? Wer jetzt aufstöhnt, weil er fürchtet, dass nun Tipps folgen wie „Nutze doch mal die Mittagspause zum Joggen“ – keine Sorge! Work-Life-Balance ist für uns kein abgegriffenes Modewort, sondern ein Lebensstil, der heute wichtiger ist als je zuvor.

Deine Work-Life-Balance braucht Nachhilfe, wenn du …

… morgens schon mit Bauchschmerzen aufwachst, weil du an deinen Job denkst.

… ständig Dinge anfängst, aber nicht zu Ende bringst.

… merkst, dass du deine Freizeit nicht wirklich sinnvoll nutzt, sondern oft vertrödelst.

… so gestresst bist, dass du dich sowohl seelisch als auch körperlich häufig mies fühlst.

… kaum mehr Zeit für Freunde oder Hobbys findest.

… dich so gut wie nie draußen in der Natur aufhältst und dich kaum bewegst.

Kommt dir bekannt vor? Dann solltest du dich schleunigst um ein paar hilfreiche Gegenmaßnahmen kümmern, um wieder mehr Ausgewogenheit in dein Leben zu bringen. Was aber bedeutet es überhaupt, wenn Arbeits- und Privatleben im Einklang miteinander sind? Absolute Stressfreiheit? Niemals Überstunden? Ein aufregendes und möglichst abwechslungsreiches Freizeitangebot? Oder ein Terminkalender vollgepackt mit Yoga-und Meditations-Kursen?

Wahrscheinlich nichts von alledem, es sei denn, genau das ist es, was dich wirklich glücklich macht und Ruhe in dein Herz und deinen Kopf bringt. Fakt ist: Eine gesunde Work-Life-Balance ist so individuell wie du selbst und somit kann dir auch niemand das Allheilmittel für ein ausgeglichenes Arbeits- und Privatleben geben, außer du selbst.

Diese 6 Fragen helfen dir bei der Spurensuche nach deiner individuellen Work-Life-Balance

1. Will ich zu viel?

Auf dem Weg zur Arbeit führst du die ersten beruflichen Telefonate und während deiner Joggingrunde hörst du nicht deine Lieblingsmusik, sondern versuchst mit der neuen Sprachen-App Chinesisch zu lernen? Die Fähigkeit, Multitasking wie ein Profi zu betreiben, mag hier und da hilfreich sein, auf Dauer aber überlastet sie unser Gehirn maßlos. Das haben auch Studien gezeigt: Laut US-Forschern der Universität Utah soll das gleichzeitige Arbeit an mehreren Aufgaben zu einem erheblichen Konzentrations- und Leistungsverlust um mindestens 40 Prozent führen. Gleichzeitig erhöhen sich die Stress-Werte und Fehler schleichen sich ein. Ergo: Lieber auf eine Sache konzentrieren und darin voll aufgehen. Das ist nicht nur stressfreier, sondern auch wesentlich effektiver.

2. Passt mein Job zu mir?

Konfuzius hat bekanntlich eine Menge kluger Dinge gesagt, darunter auch: „Wähle einen Beruf, den du liebst, und du brauchst keinen Tag in deinem Leben mehr zu arbeiten“. Zugegeben, die wenigsten von uns dürften das Glück haben, ihr Hobby zum Beruf gemacht zu haben; und trotzdem: Wer sich Tag für Tag nur widerwillig ins Büro quält, weil die Arbeit genauso nervt wie die Kollegen, sollte sich dringend die Frage stellen, ob ein großer Teil der eigenen Unzufriedenheit nicht genau hier begründet liegt. Studien haben gezeigt, dass ein flexibler, familienfreundlicher Arbeitgeber, der beispielsweise Gleitzeit unterstützt oder flexible Arbeitszeitmodelle anbietet, wesentlich zufriedenere Mitarbeiter hat. Wir verbringen in der Regel täglich zwischen acht und zehn Stunden an unserem Arbeitsplatz – Grund genug, um sich ein berufliches Umfeld zu suchen, das zum eigenen Lebensmodell und der eigenen Persönlichkeit passt.

3. Bin ich wirklich effizient?

Eine 2018 auf Statista veröffentlichte Grafik zeigt, dass rund 40 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland pro Woche 50 bis 59 Stunden arbeiten und ca. 24 Prozent sogar 60 und mehr Stunden. Eine Menge Lebenszeit, die laut wissenschaftlicher Untersuchungen rein wirtschaftlich gesehen keinen wirklichen Zusatznutzen bringt, sondern lediglich Stress, Unwohlsein und Krankheit erzeugt. In Schweden hat man daher bereits vor wenigen Jahren probehalber den 6-Stunden-Arbeitstag eingeführt und festgestellt – die Mitarbeiter arbeiten wesentlich effizienter, fühlen sich wohler und gehen motivierter zur Arbeit. Heißt: Nicht derjenige ist besonders fleißig, der die meisten Überstunden hat, sondern derjenige, der konzentriert und ausgeglichen ist und somit seine Zeit auch effizient nutzen kann. Wer so arbeitet, reagiert in stressigen Zeiten wesentlich gelassener und kann Belastungsspitzen locker wegstecken.

Statt stundenlang sinnlos im Netz zu surfen, lieber das Tablet nutzen, um eine schöne Reise zu planen © unsplash

4. Was gibt mir Kraft? Was bringt mich zur Ruhe?

Du bist einfach nicht der Meditations-Typ und beim Joggen kannst du so gar nicht abschalten, weil sich dein Gedankenkarussel dann erst recht dreht? Das ist überhaupt nicht schlimm, solange du etwas findest, was zu dir passt und womit du wirklich runterkommst. Wir brauchen Beschäftigungen, die uns Spaß machen und unsere Energiespeicher wieder auffüllen. Das muss nicht zwingend etwas Sportliches oder Produktives sein – Zeichnen, Lesen oder ein kleiner Spaziergang sind genauso gut. Vielleicht bist du jemand, der in einer ehrenamtlichen Tätigkeit voll und ganz aufgeht oder du planst eine anstehende Reise. Ganz gleich, was es letztlich ist, womit du deine Freizeit füllst – wichtig ist, DASS du etwas tust, denn es gibt kaum etwas Ärgerlicheres, als seine Freizeit gelangweilt auf der Couch sitzend zu vertrödeln.

5. Bewege ich mich genug?

Schrittzähler sind eine ziemlich geniale Erfindung, die uns täglich vor Augen führt, wie viel wir uns wirklich bewegen. Die Konfrontation mit der Wahrheit kann mitunter echte Aha-Erlebnisse auslösen, wenn wir feststellen, dass wir mit den paar Metern zu Kopierer oder Kaffeeküche niemals die angepeilten 10.000 Schritte pro Tag schaffen. Ergo: Beweg dich mehr! Nicht nur nach Feierabend, sondern bereits am Arbeitsplatz. Beispiel gefällig? Meetings zu zweit oder dritt müssen nicht zwangsläufig im Konfi stattfinden, sondern lassen sich wunderbar mit einem Spaziergang verbinden.

6. Kreisen meine Gedanken zu sehr um den Job?

Nach Feierabend sitzt du mit deinem Partner beim Abendbrot und machst erst mal deinem Ärger über den Chef Luft? Und am Wochenende lästern du und deine Freundin schon wieder über den neuen Kollegen aus der Buchhaltung? Stopp! Wir bringen nicht nur dann Arbeit mit nach Hause, wenn wir am Wochenende an Präsentationen feilen oder nach Feierabend Mails beantworten, sondern auch dann, wenn die Arbeit per se ständig Thema ist. Wenn du merkst, dass sich deine Gespräche mit anderen immer und immer wieder um den Job drehen, versuche einmal bewusst das Thema zu wechseln. Keine Frage, es tut gut, Frust abzulassen und sich andere Meinungen anzuhören, aber die Arbeit sollte keineswegs zu deinem Lieblingsthema werden.

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