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So macht dich Musik glücklich

Leise und langsam oder laut und schnell – die richtige Musik kann uns in wunderbare Gemütszustände versetzen, zu Höchstleistungen treiben und unser tiefstes Innerstes berühren. Wie das funktioniert und was die besten SOULSISTER-Sounds sind? Hör mal rein

Das Licht geht aus, die Sängerin betritt samt Band die Bühne. Zuerst hörst du nur die Stimme. Ganz leise. Die Melodie durchdringt deinen Körper – die Finger fangen an zu kribbeln und es schüttelt dich, bevor deine Beine automatisch anfangen sich zum Beat der einsetzenden Band zu bewegen. Da ist es. Dieses Gefühl, Du spürst die Musik überall. Du fühlst, wie diese simplen Töne pures Glück auslösen. Aber woran liegt das?

5 Dinge, die Musikhören in dir auslösen kann

1. Musik triggert Emotionen

Nur wenig kann uns auf eine so einfache und gleichzeitig wunderbare Weise mit Glück erfüllen und ist in unserm Leben so allgegenwärtig wie Musik. Warum erklärt der Musikpsychologe Prof. Dr. Stefan Kölsch von der norwegischen Universität Bergen: "Musik kann anregend und ermutigend sein, einfach Spaß oder sogar glücklich machen. Wir wissen, dass Musik alle Strukturen des Gehirns, die mit Emotionen zu tun haben, ansprechen und somit aktivieren oder beruhigen kann. Durch die richtige Musik lässt sich somit jede Emotion in uns modulieren.“

2. Musik weckt Erinnerungen

Nun gibt es Lieder, zu denen wir weder großartig tanzen, noch tiefenentspannt meditieren können. Dennoch sind wir gerührt und fühlen uns verletzlich, wenn die Melodie gespielt wird. Der Grund ist unsere Vergangenheit, in der wir alle schon mit Musik zu tun hatten. Erinnerst du dich an die Zeit, in der du als Kind Schlaflieder vorgesungen bekommen hast? Nein? Dein Gehirn schon, denn auch Erinnerungen sind Grundlagen unserer heutigen Empfindungen für bestimmte Klänge. Tonabfolgen, Texte oder ganze Songs erinnern uns an Momente aus unserer Vergangenheit. "Sie wecken Erinnerungen und holen die Emotionen, die wir beim ersten Hören empfunden haben, wieder her. Dazu gehören auch die Umstände, in denen wir es gehört haben – samt der Menschen die dabei waren“, sagt Experte Stefan Kölsch.

3. Musik entspannt dich

Ja, auch das! Denn wenn wir genervt sind und der Puls vor schlechter Laune randaliert, holen uns die richtigen Klänge wieder runter. Wer es richtig macht, den bringen die Klänge sogar in einen tiefenentspannten Zustand der Glückseligkeit. Wie das gehen soll? Jeder Song hat eine bestimmte Geschwindigkeit, die du dir zunutze machen kannst. Wenn dein Puls schnell schlägt, du aber entspannen möchtest, leg ruhige Musik auf. Nach ein paar Minuten bewusstem Zuhören wirst du sehen, dass auch dein Puls sich beruhigt und du entspannter wirst. Experte Kölsch erklärt: "Musik hat meist einen zugrundeliegenden Puls, der bei Menschen einen Bewegungsdran hervorrufen kann.“ Ja, Sport ist eine Option, aber es geht auch anders herum. Auf der anderen Seite können diese sogenannten beats per minute (bpm) aber auch beruhigend wirken. Um richtig runter zu kommen, muss ein Song idealerweise um die 60 bpm starten und bei 50 enden.

4. Musik bringt dich in Bewegung

Besonders unsere Lieblingslieder stimulieren das Gehirn auf beeindruckende Weise. So regen sie – über die bpm hinweg – das Belohnungszentrum im Gehirn an, das wiederum mit dem Bewegungszentrum verbunden ist. Somit wird beim Musikhören die Motorik stimuliert und wir können bei den richtigen Klängen einfach nicht still bleiben. Wenn zum Beispiel beim Konzert die Band einsetzt und du zu den Tönen der Gitarre mitschwingst. Und auch beim Sport kann es durch die richtige Musik noch besser laufen.

5. Musik lenkt dich ab

Ist ja klar: Mit dem richtigen Song auf den Ohren joggt es sich unbeschwerter und die sonst schwer werdenden Beine bleiben ein paar Minuten länger leicht. Der Musikpsychologe erklärt, dass das direkt zwei Gründe hat: "Musik kann zum einen wunderbar ablenken, und zum anderen wunderbar angenehm sein. Beides sind Dinge, welche die Schmerzwahrnehmung herabsenken.“ Und wenn wir nicht merken, dass uns etwas wehtut, können wir auch mehr Leistung erbringen, was am Ende wieder für ein besseres Gefühl nach dem Training sorgt und unser Gehirn mehr Glückshormone ausschütten lässt.

Deine Playlist zum Glücklichsein

Der Moment, in dem du vollständig in der Musik aufgehst, ist unbeschreiblich. Wenn du beim Konzert tanzt, dich dank konstanter Beats bei der Arbeit besser konzentrieren kannst, beim Laufen im Flow bist, oder mit deinem Lieblingssong aus der miesen Stimmung wieder gute Laune wird. Musik ist etwas Wunderbares und macht uns glücklich. Und weil wir alle etwas mehr Glücklichsein und Achtsamkeit im Alltag vertragen könnten, schnappe dir das SOULSISTER-Magazin und starte diese Playlist. Viel Spaß beim Reinfühlen.

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