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Was ist Hatha Yoga?
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Relax-Zeit für Körper und Geist

Blockaden lösen, tief entspannen und in deinen Körper hineinlauschen – mit dem klassischen Hatha Yoga bringst du deine Grundenergien in Einklang

Es ist erholsam wie ein kleiner Urlaub: Die Konzentration einfach nur auf dich selbst, deinen Körper und deinen Atem lenken und die Welt um dich herum vergessen. Beim Hatha Yoga gelangst du zu Kraft und innerer Ruhe.

Nicht umsonst ist es der bekannteste und am meisten verbreitete Yoga-Stil der Welt. Wie der Klassiker unter den Yoga-Arten funktioniert und warum auch du zur Hatha-Yogini werden solltest, erfährst du hier.

Was ist Hatha Yoga?

Hatha Yoga ist die weltweit am weitesten verbreitete Yoga-Art und bildet die Grundlage für viele andere Stile, die sich daraus entwickelt haben.

Ziel und Bedeutung von Hatha Yoga liegen in der Herstellung des Gleichgewichts von Körper und Geist. Der beliebte Yoga-Stil besteht aus den Säulen Körper, Atem und Meditation. Dabei werden Körperübungen (Asanas) mit Atemübungen (Pranayama) kombiniert.

Was bewirkt Hatha Yoga?

Hatha Yoga hat viele positive Auswirkungen auf dein Körper und deinen Geist. Es bringt Ruhe in deinen Alltag, verbessert deinen Schlaf und beruhigt den Herzschlag – deswegen ist dieser Yoga-Stil perfekt gegen Stress.

Du lenkst dabei stets die Konzentration auf dich und den Augenblick. Dadurch lernst du deinen Körper auf einer anderen Ebene kennen und entwickelst Ruhe und Kraft, wirst beweglicher und bewegst dich bewusster. Achtung: Auch wenn dein Körper mit Hatha Yoga durchaus definierter wird, zählt hier kein hoher Kalorienverbrauch, sondern die Beobachtung von Körper und Geist.

Hatha Yoga
Beim Hatha Yoga lernst du, deinen Körper bewusster wahrzunehmen. © fizkes / Shutterstock.com

Durch die bewussten Atemübungen nimmst du laut Theorie Lebensenergie, auch Prana genannt, auf und führt den Körper zurück zu einer natürlichen Atmung. Viel Stress, schlechte Körperhaltung und schlechte Angewohnheiten sorgen oft dafür, dass du meistens zu flach atmest. Auch die Durchblutung wird durch die bewusste Atmung angeregt und nebenbei der Gleichgewichtssinn gefestigt.

Es geht also nicht darum, die kompliziertesten Asanas sofort zu perfektionieren, sondern vielmehr darum, die saubere Ausführung, konzentrierte Atmung und die Auseinandersetzung mit dir selbst zu verbessern. Nur so kann die Energie in deinem Körper frei fließen.

Was bedeutet Hatha?

Das Wort Hatha kommt aus dem Sanskrit und setzt sich aus den Wörtern „Ha“ (Sonne) und „Tha“ (Mond) zusammen. Es soll für die Grundenergien stehen: Ha symbolisiert dabei die aktivierende und wärmende Energie der Sonne und Tha beschreibt die aufbauende, kühle Energie des Mondes.

Beim Hatha Yoga sollen diese beiden Gegensätze miteinander harmonisiert werden, der Name des Stils ist ein Sinnbild für die Zusammenführung der Gegensätze. Übersetzt man das Wort Hatha als Ganzes, bedeutet es „Kraft“ oder „Bemühung“. Dies ist ein Symbol für die Anstrengung, die es bedarf, um die Harmonie von Körper und Geist herzustellen.

Woher kommt Hatha Yoga?

Ursprünglich wurde Hatha Yoga als Hilfe für die rein spirituelle Yogapraxis (Raja Yoga) entwickelt. Die Asanas, die Körper und Geist vereinen sollen, sollten dazu dienen, spirituelle Erkenntnis zu erlangen.

In der Hatha Yoga Pradibika, einer bedeutenden Yoga-Schrift aus dem 14. Jahrhundert, wurden Übungen zur Körperhaltung, Atemübungen und Anleitungen zur Meditation festgehalten. Durch die umfassende Wirkung von Hatha Yoga, wurde der Stil immer beliebter und hat sich sehr schnell verbreitet.

So läuft eine Stunde beim Hatha Yoga ab

Zwischen 70 und 90 Minuten dauert eine klassische Hatha Yoga-Einheit. Sie ist meistens einfach aufgebaut und beginnt mit einer Aufwärmphase. Der Fokus der Stunde liegt auf der Ausführung verschiedener Asanas. Sie werden lange gehalten und mit der Atmung kombiniert. Das gibt dir genug Zeit für die richtige Ausführung der Haltungen und erlaubt dir, dich in die Positionen hinein zu spüren.

Teilweise werden die Asanas auch dynamisch ausgeführt. Dabei werden verschiedene Bewegungsabläufe direkt nacheinander, im sogenannten Flow, durchgeführt. Ein Beispiel dafür ist der bekannte Sonnengruß. Zwischendurch werden verschiedene Atemübungen oder Meditationen praktiziert und zum Abschluss der Stunde gibt es eine Tiefenentspannung.

Für wen ist Hatha Yoga geeignet?

Hatha Yoga ist besonders für Neu-Yogis und Anfängerinnen geeignet. Du lernst alle Yoga-Basics von Grund auf und bekommst die drei Säulen Körper, Atem und Meditation vermittelt.

Durch den einfachen Aufbau der Stunde und die langsame und bewusste Ausführung der Körperhaltungen wirst du langsam an die verschiedenen Asanas herangeführt. Dabei spielt auch das Fitnesslevel keine Rolle, beim Hatha Yoga können alle mitmachen.

Ein Hatha Yoga-Kurs ist perfekt für dich, wenn du mit Yoga anfangen willst und/oder einen beruhigten, intensiven Stil bevorzugst. Nimm dir Zeit den Mix aus Asanas, Atemübungen und Meditation kennenzulernen. Denn je öfter du Hatha Yoga übst, desto besser die Wirkung.

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