Authentisch sein: 4 Tipps

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Selbstbewusste, authentische Frau © Caique Silva / unsplash.com

Authentisch sein Sein statt Schein: 4 Tipps für mehr Authentizität

„Sei einfach du selbst!“ Wie oft hast du diesen Spruch schon gehört? Und wie oft hast du dir daraufhin gedacht „Und wie soll das bitte funktionieren?“ Wir verraten dir, wie du authentisch bist

Wer wünscht sich das nicht: In einen Raum kommen und schon mit der eigenen Ausstrahlung und Authentizität überzeugen. Ohne große Bemühungen einfach echt sein und zu dem stehen, wer du bist. Scherlich hast du dir auch schon einmal gewünscht genau so zu sein.

Nur ist es gar nicht so einfach das umzusetzen. Denn im Job, aber auch unter Freund*innen und in der Familie herrschen Stereotypen, Klischees und auch Erwartungen vor, die erfüllt werden wollen. Und um zu gefallen (oder vielleicht auch um zu provozieren) schlüpfst du gerne immer wieder in unterschiedlichste Rollen und gibst vor etwas zu sein, was du eigentlich nicht bist.

Damit sollte Schluss sein! Am Ende leidest darunter nämlich nicht nur du, sondern auch deine Authentizität. Und genau die ist es, die dir bei anderen und vor allem bei dir selbst die wahren Pluspunkte bringt!

Authentisch – was ist das eigentlich?

Was bedeutet das überhaupt: authentisch sein? Der Begriff Authentizität stammt vom griechischen Wort authentikós ab. Übersetzt heißt das „Echtheit“ oder „den Tatsachen/dem Original entsprechend“.

Nimmt man das Wort noch etwas auseinander, ergeben sich die Worte „autos“ („Selbst“) und „ontos“ („Sein“). Authentisch sein bedeutet demnach wörtlich, du selbst zu sein. Also ganz unverfälscht nach den eigenen wahren Werten zu leben, Stärken sowie Schwächen zu akzeptieren und sich nicht abhängig von der Meinung anderer zu machen.

Welche Vorteile bringt Authentizität?

Frau in Spiegel
Dein Wahres Selbst zu kennen, wird dir dabei helfen ein erfülltes Leben zu führen.
© Hüseyin Topcu / unsplash.com

Wie schön wäre es doch, nichts auf die Meinung anderer zu geben! Wenn aber dein Schwarm nach deiner Ansicht fragt, willst du eben gefallen und sagst lieber das, was sie*er hören will als zu riskieren, dich unbeliebt zu machen. Und wenn deine Vorgesetzten um Verbesserungsvorschläge bitten, dann orientierst du dich auch hier an ihren Werten, um nicht Gefahr zu laufen in deinen Fähigkeiten kritisiert zu werden.

Sich aber wie ein Chamäleon durchs Leben zu schlängeln, ist nicht nur anstrengend, sondern zerstört auch die Bindung zu anderen und vor allem die zum eigenen Selbst. Du läufst Gefahr zu vergessen, wer du eigentlich bist und verlierst womöglich die Ziele und Überzeugungen aus den Augen, die dich wirklich ausmachen. Denn nach der Vorstellung anderer zu leben, wird dich letztlich nicht erfüllen.

Studien belegen: Wer sich selbst als authentisch wahrnimmt, ist weniger gestresst, neigt weniger zu depressiven Symptomen, kann mit schwierigen Situationen gelassener umgehen, ist selbstbewusster und grundsätzlich zufriedener. Logisch! Denn wer authentisch ist, ist im Einklang mit sich selbst.

Und auch auf andere wirkt sich die ausgestrahlte Authentizität positiv aus. Eine Studie über Authentizität in der Partnerschaft, die im Journal of Experimental Social Psychology veröffentlicht wurde, besagt, dass Leute mehr Vertrauen in Partner oder Partnerin haben, wenn sie ihn oder sie als authentisch ansehen, sowie mehr Stabilität, Zufriedenheit und Hingabe empfinden. Auch im Job bewirkt Authentizität Wunder. Laut Forschungsarbeiten der University of Nebraska über authentische Führungskräfte, sind Menschen, die für eine authentische Person arbeiten, engagierter sowie zufriedener mit der eigenen Leistung und empfinden zusätzlich mehr Vertrauen in ihre Vorgesetzten.

Weshalb fehlt es Menschen an Authentizität?

Die Vorteile klingen verlockend, oder? Nur warum fehlt es dann trotzdem so vielen Menschen an Authentizität? Ganz einfach: weil es einfacher ist, sich anzupassen. Authentizität bedeutet zwar mit sich selbst im Reinen zu sein und im Leben die eigenen Ziele zu verfolgen, es bedeutet aber auch anzuecken und zu riskieren, dass andere sich aufgrund der eigenen Meinung und Werte abwenden. Ein anderer Grund ist außerdem sich selbst sehr gut kennen und sich demnach regelmäßig mit den eigenen Gedanken und Gefühlen auseinandersetzen zu müssen. Denn nur, wer weiß, was das eigene Wahre Ich ist, kann es auch ausleben.

Das Gute: Authentizität kannst du lernen. Und bist du dann wirklich authentisch, wird es dir auch egal sein, nicht mit Menschen zu sympathisieren, die deine Werte nicht vertreten. Wenn du nämlich einmal ganz ehrlich zu dir selbst bist, dann wirst du dir auch eingestehen können, dass du dein Leben doch viel lieber mit Menschen füllst, die dein wahres Ich schätzen und nicht irgendeine abgeänderte Version davon! Oder?

Damit dir das mit dem authentisch sein von nun an auch gelingt, haben wir folgend ein paar Tipps für dich!

1. Reflektiere dein Handeln

Um zu wissen, was du eigentlich willst, musst du erkennen, was dir ein gutes Gefühl beschert und dich glücklich macht. Wenn du also mit anderen zusammen bist und eine Meinung äußerst, frage dich, ob sie deinen Werten entspricht oder ob du sie eventuell nur kundgetan hast, weil sie zu den Menschen passt, die gerade um dich sind. Höre auf dein Bauchgefühl, es verrät dir, ob du dich gerade wohlfühlst oder vielleicht eher gezwungen eine Rolle spielst, die dir nicht guttut. Die Dinge, die dir ein gutes Gefühl verleihen, sind auch die Dinge, die du eigentlich willst.

2. Stehe zu deinen Schwächen

Hast du erkannt, was deine wahren Werte sind, musst du auch ehrlich zu dir selbst sein und zu diesen stehen. Bist du zum Beispiel in einem bestimmten Thema nicht so gebildet, versuche nicht dein Unwissen zu überspielen, sondern gib es vielmehr offen zu. So schaffst du auch Raum wahrhaftig zu wachsen und Dinge von anderen dazuzulernen und du riskierst nicht aufzufliegen und dich dadurch selbst unglaubwürdig zu machen. Niemand ist perfekt! Und am authentischsten ist es das zu akzeptieren und ehrlich zuzugeben, dass man eben nicht alles kann!

3. Sei selbstbewusst

selbstbewusste Frau
Um authentisch zu sein, ist Selbstbewusstsein nötig. Nur so kannst du auch das ausleben, was anderen vielleicht nicht so passt.
© Wesley Tingey / unsplash.com

Um zu den eigenen Schwächen zu stehen, bedarf es auch viel Selbstbewusstsein. Und das benötigst du auch, um deine erkannten Werte auszuleben. Trau dich ruhig den extravaganten Rock zu tragen und sei mutig genug, deinen Kolleg*innen deine Ideen mitzuteilen. Es macht dich authentisch, wenn du konsequent darin bist, selbstbewusst zu deinen Überzeugungen zu stehen. Außerdem schützt dich Selbstbewusstsein vor möglichen negativen Reaktionen anderer.

4. Behandle deine Mitmenschen respektvoll

Bedenke aber auch, dass zu viel Selbstbewusstsein durchaus negative Auswirkungen haben kann. Du sollst zu dir selbst stehen und unabhängig von der Meinung anderer sein, nicht aber ohne Rücksicht auf Verluste durch die Welt marschieren. Bei Authentizität geht es darum Schwächen zu akzeptieren und das betrifft nicht nur deine eigenen! Wenn jemand anderer Meinung ist als du oder bestimmte Dinge nicht weiß, dann ist das kein Grund die Person gleich weniger zu schätzen oder respektlos zu behandeln. Sieh es viel mehr als Bereicherung mit solcher Vielfalt konfrontiert zu sein und schätze deine Mitmenschen für ihre Authentizität!

Also: Schluss mit dem Verbiegen! Durchs Leben zu ziehen, ohne anzuecken, wird auf Dauer sowieso nicht klappen. Stehe doch lieber direkt zu der Person, die du wirklich bist. Auf diese Weise wirst du auch Menschen anziehen, die dich genau so schätzen und vor allem auch bereichern können!

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