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  • Chakren

So kommst du in 7 Chakren zum Yoga-High

Warum fühlen wir uns nach einer Stunde auf der Matte eigentlich so beschwingt, frei und voller Energie? Ganz einfach: Weil du dabei Energie durch deine Chakren lenkst

Tschakka?! Nein, nein: Chakra. Beim Yoga ist immer wieder die Rede von Chakren. Aber was soll das sein? Wir erklären das kurz.

Kurz gesagt sind die 7 Chakren deine spirituellen Energiezentren, die sich auf Körper, Geist und Seele auswirken und für das beschwingte Post-Yoga-Feeling sorgen. Glaubst du nicht? Probier's aus:

Was sind Chakren überhaupt?

Laut Yogalehre durchziehen den Körper tausende feinstoffliche Energiebahnen (Nadis). "Die Chakren sind die Verkehrsknotenpunkte dieser energetischen Infrastruktur“, sagt Yogalehrer-Ausbilderin Marion Schwarzat. Die Knoten sind entlang der Wirbelsäule angeordnet und "schwingen" in einer bestimmten Frequenz, die sich auf Körper, Geist und Seele auswirkt.

Das Chakrensystem ist bisher nicht wissenschaftlich belegt, doch viele Naturheilverfahren beziehen sich darauf. Alles Unfug? Ein Allgemeinmediziner widerspricht: „Dort, wo die Inder die Chakren verorten, befinden sich im Körper dicke Nervenkörperansammlungen des vegetativen Nervensystems, sogenannte Ganglien. Die Chakren sind also keine reine Erfindung“, erklärt Dr. Michael Feld, Allgemeinmediziner aus Köln. Die Lage der Chakren entspricht denen der Hauptnervenzentren des Körpers und seinen wichtigsten endokrinen Drüsen.

Jedes Chakra hat eine bestimmte Farbe von rot über orange, gelb, grün, blau bis violett. © Anna_Homeniuk / Shutterstock.com

Welche Bedeutung haben die Chakren?

Jedes Chakra ist mit einem großen Lebensthema verknüpft. „Das ist auch der Grund, weshalb Yoga berührt: Weil wir tiefe Themen erreichen, ohne es sagen zu müssen“, sagt Schwarzat. Schauen wir uns die 7 Chakren und ihre Wirkung genauer und testen, wie es bei dir um die einzelnen Chakren steht.

So funktioniert der Chakren-Test

Anhand von 5 Aussagen kannst du bei jedem Chakra überprüfen, ob der Energiefluss hier stimmt oder du dich mehr mit diesem Chakra und seinem Thema auseinandersetzen kannst, zum Beispiel durch Yoga und Meditation. Je mehr Aussagen auf dich zutreffen, desto stärker ist dieses Chakra aus dem Gleichgewicht.

Die Bedeutung und Wirkung der 7 Chakren

1. Das Wurzelchakra

Wirkung:

  • physisch erdend
  • emotional beruhigend
  • mental stabilisierend
  • spirituell vertrauend

Affirmation: „Ich bin sicher!“

Schneider- oder Lotussitz: Stabile Sitz- und Stand-Haltungen helfen dir, deine Verbindung zum Boden zu spüren. Setz dich mit gekreuzten Beinen hin und drücke beide Sitzbeinknochen fest in den Boden. Das gibt dir Stabilität und die Wirbelsäule kann sich von unten gestützt aufrichten. Etwas erhöht auf einem Yogablock, kannst du die Beine leichter zu den Seiten öffnen und die Sitzknochen erden. © Valenty / Shutterstock.com

„Das Wurzelchakra, Muladhara, ist aus meiner Sicht das wichtigste Chakra, da es für Sicherheit und Stabilität verantwortlich ist“, sagt Schwarzat. Es befindet sich im Beckenboden zwischen den beiden Sitzbeinknochen und verwurzelt uns auf der Erde. Hier schlummert die sogenannte „Kundalini Shakti“, die Energie, die beim Yoga über die Chakren entlang der Wirbelsäule bis nach oben zur Krone des Kopfes geleitet werden soll.

„Wie es um das Wurzelchakra steht, entscheidet sich in den ersten 7 Lebensjahren. Wer in schwierigen Verhältnissen aufwächst und sich als Kind nicht sicher und geborgen fühlt, trägt diese Unsicherheit oft auch als Erwachsener noch in sich.“ Diese Menschen sind oft ängstlich und schnell erschöpft. Was hilft? Alles, was dich erdet. Verbringe möglichst viel Zeit in der Natur und gehe viel barfuß – besonders wenn die folgenden Aussagen auf dich zutreffen:

  • Ich habe Angst vor der Zukunft und wenig Vertrauen in das Leben
  • Ich bin häufig kraft- und energielos, neige zu Erschöpfung
  • Ich bewege mich selten und friere an Händen und Füßen
  • Ich mache mir oft Sorgen um meine finanzielle Zukunft
  • Ich leide regelmäßig unter Darmproblemen

Wurzelchakra 29 Sek.

Outfit: Beeathletica, Location: Urban Yoga

2. Das Sakralchakra

Wirkung:

  • physisch lockernd
  • emotional befreiend
  • mental zulassend
  • spirituell öffnend

Affirmation: „Ich habe das Recht zu fühlen und meinen Gefühlen zu vertrauen“

Taube: Aus dem Downdog bringst du ein Knie nach vorne und legst es unter dem Oberkörper zur Seite ab. Lege das hintere Bein gerade nach hinten ab. Das Becken tief und den Oberkörper über das angewinkelte Bein nach vorne sinken lassen. Stütze dich auf den Unterarmen ab. © DODOMO / Shutterstock.com

Das Sakralchakra, Svadhishthana, liegt etwa eine Hand breit unterhalb des Bauchnabels in der Mitte des Beckens und ist dein emotionales Energiezentrum. „Es wird dem Element Wasser zugeordnet, und da der menschliche Körper zu über 65 Prozent aus Wasser besteht, hat es energetische Auswirkungen, wenn wir mit fließenden Bewegungen beim Yoga das Wasser in uns zum Schwingen bringen: So kommen wir aus dem Denken mehr ins Fühlen.“

Umgangssprachlich bezeichnen wir es häufig als „Bauchgefühl“ – wenn wir Schmetterlinge im Bauch haben oder ein beklemmendes, mulmiges Gefühl. Du spürst eher letzteres? Dann entdecke deine spielerische Seite und erinnere dich daran, was dir als Kind im Alter von 7 bis 14 Jahren Freude bereitet hat, vor allem je mehr dieser Punkte auf dich zutreffen:

  • Ich habe sexuelle Probleme oder fühle mich unbefriedigt
  • Ich verspüre kaum Lebensfreude und Genuss
  • Kreativ sein fällt mir schwer
  • Ich werde schnell eifersüchtig
  • Ich habe oft Rücken-, Regelschmerzen oder Blasenentzündungen
Sakralchakra 41 Sek.

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3. Das Solarplexuschakra

Wirkung:

  • physisch stärkend
  • emotional aufbauend
  • mental fokussierend
  • spirituell aktivierend

Affirmation: "Ich übernehme die Verantwortung, die ich für mein Leben trage"

Drehsitz: Im Sitzen stellst du den linken Fuß an der Außenkante des rechten Oberschenkels ab und umarmst mit dem linken Arm das linke Bein. Strecke den rechten Arm nach oben, drehe dich ausatmend gegen das aufgestellte Bein und setze die Fingerspitzen hinter deinem Becken ab. Einatmend nach oben Länge schaffen, ausatmend drehen. Einatmen, Luft anhalten und nach vorn zurückdrehen. © Valenty / Shutterstock.com

Das Solarplexuschakra, häufig auch Manipura oder Sonnengeflecht genannt, liegt zwischen den unteren Rippenbögen eine Hand breit unter dem Brustbein. "Hier entsteht unser inneres Feuer, die Willenskraft, die uns antreibt und unser Handeln lenkt", sagt die Yoga-Expertin. "Wenn das Solarplexuschakar ausgeglichen ist, sind wir sozusagen Feuer und Flamme, nehmen Herausforderungen an und reagieren ganz spontan – aus dem Bauch heraus – auf unterschiedliche Situationen."

Selbstvertrauen und -behauptung entwickeln sich laut Chakrenlehre in der Jugend. Menschen, deren drittes Chakra geschwächt ist, fehlt es an Lebensenergie und Selbstwertgefühl, was oft zu einer passiven Opferhaltung führt. Ein überaktives drittes Chakra äußert sich hingegen in Kontrollwahn, übertriebenem Ehrgeiz, Egoismus und ständiger Rebellion. Das können Anzeichen sein:

  • Ich verliere oft die Kontrolle über meine Gefühle
  • Es fällt mir schwer mich durchzusetzen, Kritik belastet mich
  • Ich neige zu Ängsten und Schlafstörungen
  • Stress schlägt mir auf den Magen
  • Ich habe Probleme mit meinem Gewicht, leide an einer Essstörung

Solarplexuschakra 30 Sek.

Outfit: Beeathletica, Location: Urban Yoga

4. Das Herzchakra

Wirkung:

  • physisch weitend
  • emotional zuwendend
  • mental öffnend
  • spirituell verbindend

Affirmation: „Ich liebe mich selbst, wie ich bin. Mit Respekt, Ehrlichkeit, Verständnis und Geduld.“

Kobra: Lege dich auf den Bauch und platziere die Hände unter den Schultern. Drücke Fußrücken und Schambein fest in den Boden und richte den Oberkörper nach vorne und oben auf. Nicht aus den Armen hochdrücken, sondern das Herz nach vorne schieben. Dabei rollst du die Schultern nach oben und hinten. Der Kopf bleibt in Verlängerung der Wirbelsäule, den Po nicht kneifen. © Valenty / Shutterstock.com

Das Herzchakra, Anahata, befindet sich auf Höhe des anatomischen Herzens, ist aber nicht nach links verschoben, sondern in der Mitte des Brustkorbs. Während die drei unteren Chakren für Stabilität und die drei oberen für Freiheit stehen, symbolisiert das vierte Chakra die ausgleichende Mitte und steht vor allem für Liebe und Mitgefühl. "Die Energie des Herzchakras macht uns liebevoll, mitfühlend und warmherzig."

Menschen mit einem schwachen Herzchakra tun sich laut Chakrenlehre schwer damit, Zuneigung zu zeigen und Kontakt zuzulassen. Das Element, das dem Herzchakra zugeordnet ist, ist Luft, da es auch auf die Lunge wirkt. "Eine herzöffnende Yogasequenz mit vielen Rückbeugen weitet den Brustkorb und leitet so auch mehr Energie ins Herzchakra", sagt Schwarzat. Diese Aussagen zeigen, ob du dich mehr öffnen und deinem Herzen folgen solltest:

  • Ich fühle mich oft einsam und habe Angst vor Zurückweisung
  • Es gibt höchstens 1-2 Menschen, die ich aus tiefstem Herzen liebe
  • Es kriselt in meiner Beziehung oder ich bin frisch getrennt
  • Nach Treffen mit Freunden fühle ich mich oft erschöpft
  • Ich habe Herzbeschwerden oder Atemprobleme (z. B. Asthma)

Herzchakra 17 Sek.

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5. Das Kehlchakra

Wirkung:

  • physisch befreiend
  • emotional wahrnehmend
  • mental klärend
  • spirituell reinigend

Affirmation "Ich hab etwas zu sagen und bin es wert, gehört zu werden."

Schulterstand: In Rückenlage schwingst du die Beine über den Kopf und stellst die Füße hinter dem Kopf am Boden ab. Stütze beide Hände in den Rücken und die Oberarme in den Boden. Von hier aus streckst du die Beine nach oben aus. Das Becken ist über den Schultern. Füße wieder hinter dem Kopf abstellen, Hände lösen und langsam über den Rücken abrollen. © lkidogooo / Shutterstock.com

"Beim Kehlchakra, Vishuddha, geht es darum, in seine Authentizität zu finden und zu lernen, sich klar auszudrücken", sagt die Yoagausbilderin. Es liegt in der Mitte des Halses und beeinflusst unsere Kommunikation – das Sprechen, aber auch das Zuhören. Letzteres fällt besonders schwer, wenn das Chakra überaktiv ist. Sehr schüchterne Menschen, die sich nicht trauen, ihre Meinung zu sagen, haben oft ein schwaches Halschakra.

"Es steht für all die Dinge, die wir nicht gesagt haben, die uns im Hals steckengeblieben sind und so immer noch auf der Seele liegen", sagt Marion Schwarzat. Was hilft? Singen und jede Form des kreativen, stimmlichen Ausdrucks. Auch wenn du dich für unmusikalisch hältst: ein Lied zu summen, hilft dein Halschakra in Schwung zu bringen. Versuche weniger zu reden, aber mehr zu sagen – insbesondere wenn diese Aussagen auf dich zutreffen:

  • Ich bin eher schüchtern und unsicher
  • Es fällt mir schwer meine Meinung zu sagen
  • Obwohl ich kreativ bin, habe ich oft eine Blockade
  • Ich wähle oft unbewusst die falschen Worte oder rede viel zu viel
  • Ich habe oft Nackenschmerzen oder Probleme mit der Schilddrüse

Kehlchakra 17 Sek.

Outfit: Beeathletica, Location: Urban Yoga

6. Das Stirnchakra

Wirkung:

  • physisch wahrnehmend
  • emotional erfüllend
  • mental klärend
  • emotional inspirierend

Affirmation: "Ich folge meiner Vision."

Vorbeuge: Im hüftgelenksweiten streckst du die Arme über den Kopft und tauchst ausatmend mit langem Rücken mit dem Oberkörper nach unten. Stelle die Fingerspitzen oder Handflächen am Boden ab. Beuge leicht die Knie und lege den Oberköper auf den Oberschenkeln ab, um den Rücken zu längen, bevor du die Beine langsam wieder streckst. Knie beugen und einatmend aufrichten. © DODOMO / Shutterstock.com

"Wer bin ich? – Diese Frage steht beim Ajna-Chakra, dem Stirnchakra, im Vordergrund." Es befindet sich in der Mitte des Kopfes zwischen den Augenbrauen und wird häufig auch "drittes Auge" genannt. Das dritte Auge versteht, was die physischen Augen sehen. Laut Chakrenlehre bekommt dieses Chakra insbesondere ab dem 36. Lebensjahr eine größere Bedeutung, wenn sich der Blick auf das Leben verändert, weil sich unsere Illusionen durch Enttäuschungen auflösen und wir unserer eigenen Vision folgen.

Menschen mit einem starken Stirnchakra haben oft besonders gute Ideen. Ein geschwächtes Strinchakra äußert sich in Konzentrationsschwäche, Engstirnigkeit und Festhalten an unrealistischen Zielen. Die folgenden Aussagen zeigen, dass du bisherige Vorstellungen über das Leben überdenken und deiner Intuition folgen solltest:

  • Es fällt mir schwer, Ziele zu setzen. Mir fehlt oft die Richtung im Leben
  • Ich erkenne keinen besonderen Sinn im Leben und bin oft depressiv
  • Ich hätte gern mehr Fantasie
  • Ich habe kaum Zugang zu meiner Intuition
  • Ich habe oft Konzentrationsschwierigkeiten oder Kopfschmerzen

Strinchakra 23 Sek.

Outfit: Beeathletica, Location: Urban Yoga

Wirkung:

  • physisch aufrichtend
  • emotional beruhigend
  • mental entspannend
  • spirituell erhebend

Affirmation: "Ich nehme die Welt an wie sie ist, ich bin ein Teil davon."

7. Das Kronenchakra

Shavasana: Die wichtigste Yogaübung kommt erst am Ende jeder Yogastunde: die Meditation in Shavasana. Nachdem du den ganzen Körper bewegt und Energie durch alle Chakren gelenkt hast, bleibt in der abschließenden Rückenlage nichts mehr zutun, außer die Füße locker zu den Seiten und die Schulterblätter tief in die Matte sinken zu lassen und dich vielleicht einer spirituellen Erfahrung zu öffnen. © dityazeml / Shutterstock.com

Das siebte Chakra, Sahasrara, liegt am Scheitel, der Krone des Kopfes. Hier geht es um die Erweiterung des Bewusstseins und darum, zu erkennen, dass alles mit allem verbunden ist. Klingt abgehoben, ist aber ein ganz menschliches Bedürfnis. Seit jeher suchen Menschen in Religion und Spiritualität eine Verbundenheit, um die innere Leere zu füllen. "Während uns das Wurzelchakra auf der Erde verwurzelt, verbindet uns das Kronenchakra mit unserem inneren Licht", sagt Schwarzat.

Die Energie des Kronenchakras erzeugt ein Gefühl von Harmonie und tiefem Frieden. Menschen mit einem schwachen Kronenchakra sind oft misstrauisch, haben Schwierigkeiten sich zu entscheiden und spüren eine scheinbar grundlose Unzufriedenheit, die sich manchmal in einer Midlifecrisis äußert und dazu führt, dass wir uns auf das Wesentliche im Leben besinnen und von vorn beginnen. Du auch?

  • Ich bin geistig oft sehr erschöpft
  • Ich kann mich nur schwer entscheiden
  • Ich habe eine chronische Erkrankung oder Immunschwäche
  • Ich glaube, dass mit dem Tod alles vorbei ist
  • Es fällt mir schwer, still zu werden und zu meditieren

Wie kann ich Chakren aktivieren oder reinigen?

Es gibt viele verschieden Formen der Chakren-Arbeit. Yoga ist ein Beispiel. Dabei spielt es übrigens keine Rolle, ob die Yogalehrerin in der Stunde von Chakren spricht oder nicht, denn jede Vinyasa-Yogastunde ist entlang der Chakrenleiter aufgebaut und wirkt deshalb auch energetisch. Wer tiefer in das Thema einsteigen möchte, dem empfehlen wir das Buch "Innen.Aussen - Das Yoga-Chakra-Buch" von Elena Lustig und Annette Söhnlein.

Du musst selbst herausfinden, ob Chakra-Yoga bei dir wirkt. Wenn ja, kann die Beschäftigung mit den Chakren dir helfen, einen Weg zu dir selbst zu finden.

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