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Happy Tipps Wissenschaftlich bestätigt: 11 schnelle Happy-Tipps

Manchmal brauchen wir etwas, das uns sofort (wieder) gut fühlen lässt. So setzt dein Gehirn eine Extraportion Glückshormone frei

Ohje, ist heute irgendwie nicht so dein Tag? Kein Problem! Hier bekommst du 11 kluge und super einfache Strategien, die dich sofort besser fühlen lassen und schlechter Laune den Kampf ansagen. Klappt garantiert, versprochen!

1. Feuer frei!

Das Knistern eines Lagerfeuers, der Anblick von Flammen: Derartige Sinnesreize helfen zu entspannen, wie ein in der internationalen Fachzeitschrift „Evolutionary Psychology“ dokumentiertes Experiment belegt. Und ein paar Marshmallows können dabei sicher auch nicht schaden...

Good old memories: Gemeinsam der Musik zu lauschen beflügelt
Good old memories: Gemeinsam der Musik zu lauschen beflügelt.
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2. Geteiltes Erleben

Eine britische Studie an der Goldsmiths University of London hat gezeigt: Wer Musik in der Gruppe erlebt, steigert seine Gefühle von Selbstwert und Zugehörigkeit um bis zu 25 Prozent. Und weil ein großes Konzert zu besuchen momentan natürlich noch nicht möglich ist: Alte Konzertmitschnitte auf dem Handy raussuchen und gemeinsam in Erinnerungen schwelgen – funktioniert auch.

3. „Oh Happy Day!“

Wenn ein bestimmtes Lied dir einen wohligen Schauer über den Rücken jagt, schüttet das Gehirn Dopamin aus. Der Botenstoff spielt in dem körpereigenen Belohnungssystem eine entscheidende Rolle. Eine in der britischen Fachzeitschrift „Nature Neuroscience“ abgedruckte Studie konnte nachweisen, dass es den Dopaminspiegel um bis zu 9 Prozent hebt, wenn ein Mensch emotional bewegende Musik hört. Ein guter Grund für ein Happy-Song-Update der Lieblingsplaylists.

4. In Nostalgie schwelgen

Beim Meditieren heißt es immer, man solle im Moment verbleiben, die Vergangenheit ruhen lassen. Wissenschaftler an der State University in San Francisco haben jedoch entdeckt, dass es einen Zusammenhang zwischen Nostalgie und erhöhter Lebenszufriedenheit gibt. Offenbar fördert es die Produktion von stimmungssteigernden Hormonen, sich Fotos anzusehen, die geliebte Menschen zeigen. Sieht so aus, als würde die Foto-Rückblick-Funktion des Smartphones also durchaus einem guten Zweck dienen.

Mit Tieren zu kuscheln lässt den Serotoninspiegel steigen
Mit Tieren zu kuscheln lässt den Serotoninspiegel steigen.
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5. Tierisch leicht

Zeit mit einem Vierbeiner zu verbringen kann den Blutdruck senken sowie Gefühle von Schmerz und Einsamkeit mindern. Zudem weisen Untersuchungen an der University of Missouri darauf hin, dass es den Serotoninspiegel steigen lässt, einen Hund zu streicheln. Du hast kein eigenes Haustier? Einen Hund aus dem Tierheim auszuführen geht auch. Damit tust du nicht nur dem Tier etwas Gutes: Deine Hilfsbereitschaft kurbelt auch die Produktion des Anti-Stress-Hormons Oxytocin an.

6. Das Glück der Gewürze

Safran gilt als das teuerste Gewürz der Welt. Aktuelle Untersuchungen weisen darauf hin, dass die herrlich duftenden Griffel der Safranblüte viel mehr zu bieten haben als ihre schöne Farbe und ihr einzigartiges Aroma. So ergab eine australische Studie an der Murdoch University in Perth, dass Safranextrakt enthaltende Supplemente eine ähnlich stimmungsaufhellende Wirkung besitzen wie Antidepressiva. Aber nicht nur in Kapselform macht Safran happy: Es eignet sich prima fürs Aufpeppen von Paella, Süßspeisen und Milchmixgetränken.

7. Sägen, schnitzen, schleifen, seufzen

Kreative Freizeitaktivitäten dienen nicht nur dazu, den Lebenslauf aufzupolieren. Eine in der US-Fachzeitschrift „Art Therapy“ veröffentlichte Studie ist zu dem Schluss gekommen, dass eine 45-minütige kreative Betätigung die körpereigenen Stresshormone um 75 Prozent reduzieren kann. Am besten eignen sich dafür Holzarbeiten, denn Forscher haben entdeckt, dass die taktile Wahrnehmung von Holz dem Körper beim Entspannen hilft.

Camping ist cool! Auch, um die Melatoninproduktion ins Gleichgewicht zu bringen
Camping ist cool! Auch, um die Melatoninproduktion ins Gleichgewicht zu bringen.
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8. Zeit, zu zelten

Für die durchschnittliche Büro­arbeiterin geht das Leben mit einer erschreckend geringen Tageslicht-Exposition einher. Dadurch wird die Produktion von Melatonin gestört, ein Hormon, das unseren Tag-Nacht-Rhythmus reguliert. Die Lösung des Problems ist verhältnismäßig einfach, wie die US-Fachzeitschrift „Current Biology“ kürzlich verriet: Bereits ein einziges Camping-Wochenende kann den körpereigenen Rhythmus mit dem natürlichen Verlauf von Helligkeit und Dunkelheit wieder in Einklang bringen. Leichter aus den Federn kommst du danach ganz sicher.

9. Traurigkeit wegtrommeln

Auch Musizieren hilft bei trüber Stimmung. Und das Beste ist: Dafür muss man nicht einmal musikalisch sein. Trommel-Sessions über einen Zeitraum von 10 Wochen hinweg können Anflüge depressiver Verstimmung um bis zu 38 Prozent mindern, wie eine Studie am Royal College of Music in London ergab.

10. Dank Druck gut drauf

Eine herzliche Umarmung kann einhergehen mit der Ausschüttung einer ganzen Armada an Glücks- und Kuschelhormonen, darunter Serotonin, Dopamin und Oxytocin. Wer sich momentan noch ungern von anderen Menschen drücken lässt oder abends alleine im Bett liegt, kann sich mit einer so genannten Gewichtsdecke ausrüsten. Die mit feinen Perlen gefüllten Decken werden unter anderem dazu genutzt, autistischen Kindern oder Menschen mit ADHS zu helfen, zum Beispiel bei Gefühlen von Angst, innerer Unruhe oder Überreizung. Wer beruflich häufig unter Stress steht, sollte der textilen Umarmung mal eine Chance geben.

11. Warm ums Herz

Manchmal ist es so einfach: Frust kann man auch wegbaden! Einer Studie an der Universität Freiburg zufolge können 2 Wannenbäder pro Woche die Stimmung stärker heben als Ausdauertraining. Im Test wurden Personen mit depressiven Symptomen 2 Gruppen zugeteilt: Die einen badeten, wickelten sich danach in ein warmes Handtuch ein und entspannten sich eine Weile. Das minderte die Symptome stärker als bei den Probanden, die an ­einem Intervalltrainingskurs teilnahmen. Sollte nicht allzu schwer sein, sich zum Nichtstun aufzuraffen, oder?

Keine Sorge, du musst die Liste nicht gleich komplett abarbeiten, um dich gut zu fühlen. Manchmal braucht es bloß ein oder zwei Kleinigkeiten um unser Gehirn zu einer XXL-Hormonausschüttung zu überreden. Aber Vorsicht: Glücklich macht süchtig!

Text: Max Zühlke

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