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  • #Persönlichkeitstypen

Welcher Persönlichkeitstyp bist du?

Ich bin halt so! Achja, wie denn? Wenn du happy sein willst, musst du verstehen, wie du selbst tickst – und wie das auf andere wirkt

Du kennst sie doch auch, diese eine Kollegin, die permanent redet, während du selbst in Arbeit erstickst. Konzentriert was wegschaffen? Keine Chance. Und wenn dir dann aber auch mal was auf der Seele brennt, hört die Plaudertasche garantiert nicht richtig zu. Ja, das nervt. Aber: Wahrscheinlich kann sie einfach nicht aus ihrer Haut …

Persönlichkeitstypen: Es gibt 3 Charakter-Grundtypen

Warum wir sind, wie wir sind, das versucht jetzt die Psychografie – ein junger Zweig der Psychologie – genauer zu ergründen. Neben den bekannten Faktoren wie Erziehung, Biografie oder Gene, die Einfluss auf die Persönlichkeit haben, wird hier ein weiteres Element hinzugezogen: das Naturell. In der sogenannten Naturellforschung geht man davon aus, dass sich jeder Mensch auf einen Lebensbereich spezialisiert: auf die Welt der Gedanken, der Gefühle oder der Taten. Übersetzt ins Alltagsleben heißt das: Wir sind Denker, Fühler oder Macher – und erleben die Welt entsprechend.

Denker, Fühler und Macher im Vergleich

Stell dir vor, du bist zum Mädelsabend eingeladen und alle drei Persönlichkeitstypen sind unter den Gästen vertreten. "Die Denkerin ist die Ruhige am Tisch, beobachtet eher und zeigt weniger die großen Gefühle. Der Fühlerin geht es in dem Zusammensein um eine gute Beziehung zu jedem, sie möchte möglichst sympathisch wirken – körpersprachlich sowie verbal. Die Macherin wäre eine ideale Gastgeberin und würde jeden umsorgen. Sie befasst sich mit den praktischen Fragen und wirkt fast schon aufgeschmissen, wenn es mal nichts zu tun gibt“, erklärt Dr. Dietmar Friedmann, Psychologe und Autor ("Persönlichkeitstypen – Spezialisten für Lebenskompetenzen“, WBG Verlag, um 40 Euro).

Diese Denk- und Handlungsunterschiede lassen sich schon bei Kindern erkennen, und in den Grundtendenzen bleiben sie ein Leben lang erhalten. Was allerdings nicht bedeutet, dass wir uns im Laufe der Zeit nicht verändern können, wie Dr. Friedmann herausgefunden hat: "Die ursprüngliche Spezialisierung reicht für viele Menschen nicht mehr aus. So möchte der Macher in der Regel irgendwann mehr ins Fühlen kommen, der Fühler mehr ins Denken und der Denker mehr ins Machen. Das ist der entscheidende Schritt, um in die Persönlichkeitsentwicklung zu kommen.“

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Impulsiv oder doch eher nachdenklich und zurückhaltend? Unser vorherrschender Persönlichkeitstyp kann sich im Laufe der Jahre verändern © This image is from Stocksy Unite

Natürlich denkt, fühlt und handelt jeder Persönlichkeitstyp, und viele von uns sind sicher auch Mischtypen, aber trotzdem hat jeder Mensch eine grundsätzliche und eindeutige Prägung. Woran wir diese erkennen können und welche Stärken wir dadurch haben? Hier erfährst du mehr über diesen spannenden Teil deiner Persönlichkeit. Los geht’s!

Glücklich sein ist (k)eine Typfrage

Wenn du happy sein willst, musst du verstehen, wie du selbst tickst – und wie das auf andere wirkt

Persönlichkeitstyp Nr. 1: Der Denker

Das Hotelzimmer buchst du erst, wenn sämtliche Preise im Netz gecheckt sind und du dir absolut sicher bist, den günstigsten Deal gefunden zu haben. Außerdem liegen bei dir unzählige To-do-Listen herum, und auch sonst bist du im Aufschreiben sehr begabt. Große Reden schwingst du hingegen eher selten. Deine Gedanken kreisen meist lange um eine einzelne Sache, deshalb wirkst du öfter mal etwas abwesend.

Stärken von Denkern: Denker investieren viel Zeit – in wichtige Aufgaben, aber auch in Menschen, die ihnen nahe sind. Sie sind rücksichtsvoll und beweisen akribische Ausdauer, selbst bei unliebsamen Dingen.

Macken von Denker-Typen: Oft wirken Denker kühl und sehr in sich gekehrt. Es scheint, als müsse man ihnen alles aus der Nase ziehen. Man bekommt deshalb schnell das Gefühl, sie nie komplett durchschauen zu können.

Dein Schlüssel zum Glück: Auch mal etwas Verrücktes, etwas Neues wagen! Und andere ab und zu in die eigene Gedankenwelt einladen.

Und in der Liebe? Zwischen zwei Denkern braucht es viele Worte. Aber: Wird ein Part mal verletzend, kommt es lange nicht zur Aussprache, weil beide für sich grübeln. Im Bett passen Macher perfekt, denn sie übernehmen den aktiven Part. Fühler werden eher als anstrengend empfunden – aber auch als unterhaltsam.

Persönlichkeitstyp Nr. 2: Der Fühler

Eine Freundin hat Liebeskummer? Die Wahrscheinlichkeit, dass auch dir die Tränen kommen, ist relativ hoch. Du bist empfindlich, spürst Schmerzen intensiv und hast viel Empathie. Besonders ausgeprägt ist dein Faible für Musik, Bücher oder lange Fernsehabende. Hauptsache, gemütlich und keine Reizüberflutung. Dein Motto "Da schlaf ich lieber noch mal eine Nacht drüber“ hilft dir in jeder Lebenslage weiter.

Stärken von Gefühlsmenschen: Fühler gehen ohne Maske durchs Leben. Dazu sind sie quirlig und tauschen sich gern über alles aus, was sie gerade so bewegt. In Sachen Kreativität sind sie außerdem ganz vorn mit dabei.

Macken des Gefühls-Typ: Fühler denken selten lange nach, bevor sie etwas tun oder sagen, und ändern auch mal sprunghaft ihre Meinung. Durch unüber-legte Aktionen manövrieren sie sich regelmäßig ins Schlamassel.

Dein Schlüssel zum Glück: Ruhe ins Leben lassen und öfter mal kleine Auszeiten nehmen. So hat auch die innere Unruhe mal Pause.

Und in der Liebe? Fühler sind untereinander sehr liebevoll, aber auch ihre Streits können emotional werden. Und: Fühler brauchen etwas fürs Auge – zum Beispiel sexy Unterwäsche oder ein Candle-Light-Dinner. Mit einem Denker-Partner ist es weniger feurig, aber harmonisch. Macher sind nicht sanftmütig genug.

Persönlichkeitstyp Nr. 3: Der Macher

Immer drauflos, das ist deine Devise – ob privat, im Job oder wenn du neue Leute kennenlernst. Macher reden viel, sind aber keine guten Zuhörer. Deinem Bauchgefühl kannst du trauen – aber nur, wenn du dir die Zeit nimmst, auch darauf zu achten. Durst, Hunger oder Schmerzen spürst du eher schwach, deshalb kommt es häufig vor, dass du ganz dringend eine Tablette, Toilette oder einen Schokoriegel brauchst.

Stärken der Macher-Mentalität: Macher sind zielstrebig, erledigen Dinge, ohne zu zögern, und scheuen sich nicht davor, Verantwortung zu übernehmen. Vor allem die Art, sich zu präsentieren, beherrschen sie sehr gut.

Macken von Machern: Vor lauter Aktionismus bemerken Macher meist nicht sofort, wenn jemand in ihrem Umfeld Sorgen hat oder Hilfe braucht. Das bringt ihnen leicht den Ruf ein, rücksichtslos zu sein.

Dein Schlüssel zum Glück: Nicht immer nur senden, sondern auch mal empfangen. Und: Öfter in die Natur gehen, alles auf sich wirken lassen.

Und in der Liebe? Unter Machern knallt’s gelegentlich, die Versöhnung folgt aber (meist) prompt. In die unüberlegte Art von Fühlern müssen sich Macher intensiver hineindenken. Und beim Denker-Partner gilt: Öfter mal nachfragen, was in ihm vorgeht, und lernen, dass er nicht von allein mit der Sprache rausrücken wird.

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