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5 Wege positiver zu denken

Pessimisten sagen: Es geht bergab. Optimisten sagen: „huiiiiiii!“ – Eine Psychologin erklärt, wie du positive Gedanken in dein hübsches Köpfchen pflanzt

Zugegeben, der Satz "Du musst positiv denken!" kommt einem manchmal wie eine nervtötende Floskel vor. Vor allem in Situationen, in denen man alles andere als positiv gestimmt ist, weil die äußeren Umstände es eben gerade nicht zulassen. Die berechtigte Frage könnte dann lauten: "Was soll es bitteschön bringen, positiv zu denken, wenn die Situation nun einmal so ist, wie sie eben ist – negativ!?"

Dr. Ilona Bürgel ist Diplom-Psychologin und arbeitet vorwiegend als Referentin und Beraterin von Unternehmen. Ihre Themenschwerpunkte grob zusammengefasst: Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten entwickeln, fremde und eigene Ressourcen optimal nutzen, Wertschätzung geben und erfahren und sich in Optimismus üben.

Dass die Kraft positiver Gedanken tatsächlich entscheidend für den Erfolg und Misserfolg sein kann – sowohl für Unternehmen, als auch für Privatpersonen – macht Dr. Bürgel deutlich: "Früher dachte man, dass wir als optimistische oder pessimistische Denker geboren würden und nichts dafür könnten, so zu sein. Heute wissen wir, dass zu 50 Prozent unsere Anlagen bestimmen, wie leicht oder schwer es uns fällt, gut drauf zu sein und positiv zu denken. 10 Prozent bestimmen die Lebensumstände. Zu 40 Prozent haben wir es in der Hand, was wir aus unserem Leben machen und wie wohl wir uns fühlen." Wer aus diesen 40 Prozent so viel wie nur möglich rausholen will, übt mit diesen 5 Tipps positiver zu denken:

1. Denke bewusster und steure deine Gedanken

Häufig kommt es uns so vor, als seien wir unseren Gedanken hilflos ausgeliefert. Als hätten negative Gedankenmuster so viel Macht über uns, dass wir quasi nichts gegen sie ausrichten könnten. Falsch! Mach dir bewusst: es ist dein Kopf und es nur Gedanken! Du kannst Einfluss darauf nehmen, was da hinter deiner Stirn gerade los ist.

Bestes Beispiel: Du betrittst einen Raum voller fremder Menschen und sofort macht sich Unbehagen in deiner Brust breit. Du hast das Gefühl, jeder starrt dich an, man tuschelt über dich – kurzum: Du rechnest von vornherein damit, negativ aufzufallen. Stopp! Mach dir klar, dass das alles Gespenster sind, die du selbst heraufbeschwörst. Wer einen Raum betritt mit dem Gedanken "Ich bin toll und das sieht man mir auch an!" fühlt sich nicht nur selbstsicherer, sondern strahlt es auch tatsächlich aus.

2. Gutes Leben und gutes Denken gehören zusammen

Ein weiterer Tipp von Dr. Bürgel: "Frage dich bei allem, was du tust, ob das etwas Gutes ist. Kann dein Handeln dir oder anderen etwas Gutes bri­ngen? Steckt dahinter eine gute Absicht?“ Das trifft übrigens nicht nur auf unser Tun, sondern auch auf unser Denken zu.

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3. Nimm dein Wohlbefinden selbst in die Hand

"Das ist so enorm wichtig, weil deine guten Gedenken und Gefühle die negativen in ihrer Wirkung auf Körper und Geist ausgleichen", sagt Dr. Bürgel. Das heißt, wenn du gerade etwas Freudvolles erlebst oder etwas Schönes denkst oder in dein Bewusstsein holst, kannst du schneller regenerieren und bist schneller fit für neue Anforderungen. Dieser Effekt ist im Übrigen sogar medizinisch bestätigt. So wird immer wieder von Fällen berichtet, in denen Kranke wesentlich schneller genesen, wenn sie positive Gedanken hegen – bewusst wie auch unbewusst.

4. Versprühe positive Stimmung

Eine positive Grundhaltung erleichtert uns die Wahrnehmung anderer positiver Dinge und löst nicht selten einen Dominoeffekt aus. Du kannst diesen Punkt ganz einfach austesten, indem du die Menschen auf der Straße fröhlich anlächelst. Das ist dir noch eine Nummer zu heftig? Dann murmel morgen früh nicht einfach nur ein "Morgen", wenn du die Kollegen im Büro begrüßen, sondern versuch es einmal mit einem überschwänglichen "Einen wunderschönen guten Morgen!". Wetten, dass du damit sofort fröhliche Gesichter um dich herum zauberst? So kann ein positiver Kreislauf entstehen. Je mehr dabei mitmachen, umso schöner und leichter.

5. Schätze alles, was du hast

Um die Dankbarkeit nicht aus den Augen zu verlieren, raten einige Coaches dazu, ein Dankbarkeits-Tagebuch zu führen, in das man jeden Abend notiert, was einem den Tag über Positives widerfahren ist und wofür man sich von Herzen bedanken möchte. Wenn dann irgendwann einmal die Stimmung im Keller ist und man versucht ist zu sagen, dass man "immer nur Pech hat", hilft ein solches Dankbarkeits-Tagebuch ganz schnell dabei, alles zu relativieren.

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