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Gesunde Kräuter Die Superkräfte der Kräuter und Gewürze

Diese Kräuter und Gewürze sorgen dafür, dass du die dunklen Wintermonate gesund und happy überstehst

Grüne Soße zu Ostern, frisch gemixtes Pesto im Sommer – Kräuter sind in der warmen Jahreszeit allgegenwärtig. Aber wie sieht dein Kräuter- und Gewürzregal im Winter aus? Gähnende Leere sollte dort ab sofort passé sein. Denn es gibt auch jetzt Knollen, Gräser und Hölzer, die vor gesunden Inhaltsstoffen nur so strotzen und dir neue Energie geben, wenn der Weihnachtsstress zu viel wird oder die dunklen Tage dich lethargisch werden lassen.

Dafür verantwortlich sind die in diesen Pflanzen enthaltenen Adaptogene, von denen angenommen wird, dass sie die Zellen veranlassen, die Reaktion auf Stress so zu verändern, dass mehr schützende Verbindungen wie die so genannten Hitzeschockproteine produziert werden – und Körper und Geist am Ende resistenter gegen Stress machen. Wenn du also zwischendurch mal eine Kurkuma-Latte trinkst oder ein Matcha-Törtchen naschst, hast du schon mehr der natürlichen Stresskiller intus, als du wahrscheinlich bisher angenommen hast. Diese sechs Supergewürze- und Kräuter besorgst du dir am besten ganz fix auf Vorrat, um dich und dein Gewürzregal winterfit zu machen:

Ingwer

Ingwer stärkt das Gehirn
Ingwer stärkt das Gehirn.
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Was ist es? Ein Rhizom, also eine Art Strunk, der in Südostasien unter der Erde wächst.

Was kann es? Verbessert die Verdauung.

So wirkt’s: Ingwer fördert den Speichelfluss und hilft damit, im ersten Schritt Nahrung aufzuspalten. Außerdem verbessert er die Cholesterin- und senkt die Blutfettwerte. 1 bis 2 Gramm Ingwer pro Tag reichen schon aus. Eine Studie, publiziert auf der Onlineplattform Evidence-Based Complementary and Alternative Medicine, besagt zudem, dass Ingwerextrakt die Aufmerksamkeitsspanne und die kognitiven Fähigkeiten erhöht. Das macht ihn damit ausßerdem zu einem guten Gehirnstärkungsmittel - und somit fast zu einem Multitalent.

So wird’s lecker: Ingwer ist nicht nur super, um asiatische Currys zu würzen, er eignet sich auch für Infused Water, Tee oder Smoothies: Dafür einfach 3 Äpfel, 2 Stangen Sellerie, etwas Petersilie und ein daumengroßes Stück Ingwer im Mixer fein zerkleinern.

Gotu Kola

Gegen Ängste und Sorgen hilft Gotu Kola
Gegen Ängste und Sorgen hilft Gotu Kola.
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Was ist es? Eine Pflanze, die mit unserer heimischen Petersilie verwandt ist und in Indien, China und Malaysia vorkommt.

Was kann es? Lindert Ängste und Sorgen.

So wirkt’s: Das auch als Tigergras bekannte Gotu Kola hat einen lindernden Effekt auf das Nervensystem, entspannt den Körper, besonders das Gehirn, wenn es überlastet ist, ohne die Nebenwirkungen eines pharmazeutischen Beruhigungsmittels zu haben. Eine Studie aus dem Nepal Medical College Journal besagt außerdem, dass es auch bei Angstzuständen helfen kann. In seinen Ursprungsländern wird Gotu Kola auch gegen Atemwegsbeschwerden wie Erkältungen eingesetzt.

So wird’s lecker: Lässt sich gut als Tee trinken, der Geschmack ist leicht grasig und herb. Gotu Kola gibt’s aber auch aber auch als Pulver oder Tinktur zu kaufen und lässt sich so gut in Säfte und Smoothies mixen.

Brennnesel

Brennnessel wirken wie eine Detoxkur von innen
Brennnessel wirken wie eine Detoxkur von innen.
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Was ist es? Eine als Unkraut bekannte Pflanze, die in Europa, Asien und Nordamerika wächst.

Was kann es? Hilft, wenn man sich ausgebrannt fühlt.

So wirkt’s: Die reinigenden Bestandteile der Brennnessel wirken im ganzen Körper, besonders stark aber im Nervensystem. Sie lösen alles, was müde, krank und erschöpft macht, und sind quasi für den Körper eine Detoxkur von innen. Außerdem sorgen Brennnesseln dafür, dass Blut und Lymphe gereinigt werden, und in ihnen steckt eine Menge Eisen, Vitamin C und Calcium.

So wird’s lecker: Versuch es als Beilage. Nimm zum Pflücken Handschuhe und wasche die Blätter unter kaltem Wasser ab. Dann 1 Esslöffel Kokosöl erhitzen und eine gehackte Knoblauchzehe mit den Brennnesselblättern darin anbraten. Sind die Blätter zusammengefallen, nur noch mit einem Spritzer Zitronensaft abschmecken. Sticht nicht beim Essen, versprochen!

Süßholz

Süßholz ist ein echter Erkältungskiller
Süßholz ist ein echter Erkältungskiller.
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Was ist es? Mehrjährige Pflanze aus der Familie der Hülsenfrüchte, die in Südosteuropa, Russland und Asien vorkommt.

Was kann es? Unterstützt das Gleichgewicht im Körper, hilft gut bei Erkältungen.

So wirkt’s: Das Gefühl von Erschöpfung kann auf eine Nebennierenerschöpfung zurückgehen. Die aktiven Bestandteile in Süßholz enthalten Glykoside, die einen unterstützenden Effekt auf das endokrine System haben, speziell auf die Nebennieren. Einige Inhaltsstoffe regen zudem die Bronchialschleimhaut an, sodass sich zäher Schleim, der bei einer hartnäckigen Erkältung entsteht, leichter lösen und abhusten lässt. Bei Süßholz aber immer auf die Dosierung (max. 100 mg pro Tag) achten, da es sich sonst ungünstig auf Blutdruck und Blutzuckerspiegel auswirken kann.

So wird’s lecker: Vergiss Lakritzschnecken und Salzige Heringe. Besser sind Tees mit Süßholz und Löwenzahn.

Sibirischer Ginseng

Stärkt Körper und Seele: Sibirischer Ginseng
Stärkt Körper und Seele: Sibirischer Ginseng.
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Was ist es? Die Wurzeln eines Strauchs aus Ostasien, China und Russland.

Was kann es? Stärkt Körper und Seele.

So wirkt’s: Besonders wirksam ist er für alle, die einen sehr hektischen, stressigen und ungleichmäßigen Alltag haben. Die auch als Taigawurzel bekannte Pflanze ist zur Stärkung und Kräftigung bei Müdigkeit und Schwäche ideal. Sie enthält zudem ein Stoffgemisch namens Eleutheroside, in dem unter anderem auch Vitamin E und Betacarotin, also 2 mächtig starke Antioxidantien stecken.

So wird’s lecker: Du kannst immer zu Ginseng greifen, wenn du dich überfordert fühlst. Richtig gut ist eine Art Infusions-Tee. Dazu Ginseng mit Brennnesselblättern und Kamillenblättern in einen Topf mit heißem Wasser geben und durchziehen lassen. Nach dem Abtrinken einfach immer weiter heißes Wasser nachschütten und weitertrinken.

Ashwagandha

Ashwagandha ist ein verlässlicher Energielieferant
Ashwagandha ist ein verlässlicher Energielieferant.
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Was ist es? Eine holzige, krautige Pflanze aus der Familie der Nachtschattengewächse, die in wärmeren Klimazonen wie Afrika und Indien vorkommt.

Was kann es? Bringt neue Energie.

So wirkt’s: Generell hilft die auch als Schlafbeere bekannte Pflanze dem Körper, wenn die Lebensfreude mal etwas verloren gegangen ist. Eine Studie aus dem Indian Journal of Psychological Medicine berichtet zudem, dass sie den Cortisolspiegel von Patienten senkt, die unter chronischem Stress leiden. Einziges Manko ist allerdings der ziemlich strenge Eigengeruch. Übersetzt heißt Ashwagandha nicht umsonst „Geruch des Pferdes“.

So wird’s lecker: Rühre das Ashwagandha-Pulver in Nussmus, gib noch ein paar Kokosraspeln dazu und genieße es als Brotaufstrich. Für alle, die der Geruch zu sehr stört: Als Nahrungsergänzungsmittel in Tablettenform gibt’s Ashwagandha auch.

Du siehst, der Winter hat mehr als bloß Salz und Pfeffer zu bieten. Viel Spaß beim Ausprobieren und genießen!

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