Leckere Weihnachtsplätzchen, ganz ohne Zucker

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Cranberry-Advents-Squiggle © Epi-Food

Weihnachtsplätzchen ohne Zucker So backst du leckere Plätzchen mit weniger Kalorien

Zugreifen erlaubt: Diese Leckereien kommen ohne industriell verarbeiteten Zucker, Weizen und Kuhmilch aus

Leckermäuler und Naschkatzen stehen schon längst in den Startlöchern: Die Plätzchen-Zeit hat begonnen. Aber: Die süßen Teilchen müssen nicht vor Zucker, Butter und Co. triefen, um lecker zu schmecken.

Wenn du auch gerne Gebäck naschst, aber mal auf unnötige Kalorien verzichten willst, haben unsere Expertinnen die perfekten Tipps für dich, erst im Interview, dann in den Rezepten.

Wie kann man Weihnachtskekse ohne Zucker backen?

Felicitas und Alexandra von der Food-Beratungsplattform Epi-Food haben ein innovatives Ernährungskonzept entwickelt. Es soll die Gene positiv ­beeinflussen, indem es einen perfekten Nährstoffhaushalt anstrebt, der deinen Körper beim Stoffwechsel optimal unterstützt. Damit die Weihnachtsbäckerei superlecker und gesund wird. Uns erklären sie hier im kurzen Interview, was dahinter steckt.

Warum verzichtet ihr auf Weizenmehl?
Felicitas: Klassische Weizenmehle sind meist überzüchtet. Stattdessen greifen wir lieber zu Dinkel-, Kamut- oder Emmermehl aus dem Bio-Supermarkt. Außerdem stammt Weizen aus Monokulturen. Deren Böden und auch die Pflanzen sind nährstoffarm, während die Schwermetall- und Pestizidbelastung sehr hoch ist.

Welche Vorteile haben alternative Süßungsmittel gegenüber Industriezucker?
Alexandra: Kokosblütenzucker soll einen niedrigeren glykämischen Index besitzen und somit den Blutzuckerspiegel nicht so schnell heben. Auf Grund des hohen Preises verwenden wir zudem viel weniger davon. Beigefügter Zucker ist ein Genussmittel und sollte es auch bleiben. Wir raten, im Alltag lieber auf Früchte zurückzugreifen und Süßspeisen mit Bananen zu süßen. Bei Fructose-Intoleranz empfehlen wir Reis­sirup. Hochwertige Industriezuckeralternativen haben den Vorteil, dass sie zusätz­lich Vitamine und Mineralstoffe enthalten.

Warum bevorzugt ihr Pflanzenmilch?
Alexandra: Viele Leute wissen gar nicht, dass sie Lactose nicht vertragen und ­empfinden den Blähbauch nach einem Cappuccino als normal. So erging es auch uns. Der Unterschied mit pflanzlichen Alternativen war lebensverändernd: bessere Haut, kein Blähbauch mehr, bessere Ökobilanz.

Welche Zutaten sind für eure gesunden Leckereien die wichtigsten?
Felicitas: Trockenfrüchte, Bananen, hochwertige Mehle oder gemahlene glutenfreie Haferflocken, roher Kakao oder Vanille.

Welche Schwierigkeiten können sich beim Verzicht beim Backen ergeben?
Felicitas: Beim Mehl braucht man Erfahrung, mal etwas mehr Wasser, mal noch ein zusätzliches Ei, damit der Teig auch ohne Weizen optimal gelingt. Zuckeralternativen sind oft weniger süß. Außerdem ist die Konsistenz entscheidend für den Erfolg.

Darf man bei euren Rezepten grenzenlos zugreifen?
Felicitas: Leider nicht, aber man kann ohne schlechtes Gewissen genießen. In allen Epi-Food-Rezepten stecken wertvolle Nährstoffe, die der Körper braucht. Allerdings enthalten Nüsse und Trockenfrüchte viel Energie und sollten nicht im Überfluss genascht werden.

Warum geht Epi prima an Weihnachten?
Alexandra: Die Epi-Food-Ernährung verbietet nichts, für das es nicht eine ebenso gute Alternative gibt. Die Lebensmittel sollen so viele Nährstoffe wie möglich enthalten. Zu Weihnachten gibt es extra ­Rezepte, die das Immunsystem stärken und helfen, gesund durch den Winter zu kommen.

Außerdem ist für Veganer, Vegetarier, aber auch Omnivore etwas dabei. Insgesamt legt die epigenetische Ernährung den Fokus auf pflanzliche Produkte. Fleisch und Fisch können aber als Beilage in den Rezepten auftauchen, um so den Nährstoffbedarf optimal zu decken.

Habt ihr Lust euch selbst von der Epi-Philosophie zu überzeugen? Das zweite Kochbuch von Felicitas und Alexandra SOULFOOD zuckerfrei (Amazon, 22 Euro) kommt am 9. Dezember in den Handel. Für alle, die nicht so lange warten wollen haben wir jetzt schon mal 3 tolle Rezepte für euch. Also ran an die Backschüssel!

Welche einfachen Rezepte für Weihnachtsplätzchen ohne Zucker sind gut?

Natürlich kannst du mit dem neuen Wissen auch gern selbst experimentieren. Aber diese drei weihnachtlichen Schmankerl wollen wir dir dennoch kurz vorstellen:

Spekulatius-Donuts

Spekulatius-Donuts
Spekulatius-Donuts.
© Epi-Food

Zutaten für die Donuts (Ergibt 8 Stück):
2 EL Leinmehl, 8 EL heißes Wasser, 120 g Haferflocken oder Haferflockenmehl, 100 g gemahlene Mandeln, 1 TL Backpulver, 4 EL Kokosblütenzucker, ½ TL Salz, 1 TL Zimt, ½ TL Ingwer, ¼ TL Nelken, ¼ TL Muskat, 120 ml Mandeldrink, 4 EL flüssiges Kokosöl, 4 EL Ahornsirup, 4 EL Mandelmus

Für das Topping:
1 Dose fettige Kokosmilch – über Nacht gekühlt, 1 EL Agavendicksaft, Cranberrypulver von Terra Elements, Getrocknete Cranberrys, Pistazien

Zubereitung:

1. Leinmehl mit heißem Wasser vermischen und 15 Minuten quellen lassen.

2. Haferflocken in einem Mixer zu Mehl vermahlen oder gleich Haferflockenmehl verwenden. Haferflockenmehl, gemahlene Mandeln, Backpulver, Kokosblütenzucker, Salz, Zimt, Ingwer, Nelken und Muskat in einer großen Schüssel mischen.

3. Mandeldrink, Kokosöl, Ahorn­sirup, Mandelmus und die Leinmehlmischung hinzugeben. Alles mit einem Rührgerät zu einem Teig vermischen.

4. Den Ofen auf 180 Grad vorheizen und den Teig gleichmäßig auf die Mulden einer eingefetteten ­Donutform verteilen. 15 Minuten backen und weitere 10 Minuten im ausgeschalteten Ofen stehen lassen.

5. In der Zwischenzeit die Kokoscreme zubereiten. Dafür den festen Teil der gekühlten Kokosmilch in eine Schüssel geben und mit einem Handrührgerät aufschlagen. Den Agavendicksaft hinzufügen und etwa eine weitere Minute lang gut vermischen.

6. Die fertigen Donuts aus der Form lösen und mit der Creme bestreichen. Mit Cranberrypulver, gehackten Cranberrys oder Pistazien garnieren und bis zum Servieren im Kühlschrank aufbewahren.

Gingerbread Baobas

Gingerbread Baobabs
Gingerbread Baobabs.
© Epi-Food

Zutaten (Ergibt 14 Kugeln):
110 g getrocknete Soft-Feigen, 110 g getrocknete Soft-Pflaumen, ½ TL Lebkuchengewürz, 1 Tafel dunkle Schokolade, Gojibeeren, Kakaonibs

Zubereitung:

1. Feigen und Pflaumen fein ­hacken, in eine Schüssel geben und zusammen mit dem Leb­kuchengewürz fein pürieren. Aus dem Teig 14 Kugeln mit einem Durchmesser von 3 Zentimetern rollen.

2. Schokolade im Wasserbad schmelzen.

3. Immer jeweils eine Kugel auf eine Gabel legen und über die Schüssel mit der geschmolzenen Schokolade halten. Mit einem Löffel nach und nach die Schokolade über die Kugel laufen lassen, bis diese komplett glasiert ist. Danach auf ein Abkühlgitter legen, mit Gojibeeren oder Kakaonibs garnieren und etwa 4 Stunden aushärten lassen.

Cranberry-Advents-Squiggle

Cranberry-Advents-Squiggle
Cranberry-Advents-Squiggle.
© Epi-Food

Zutaten:
250 g Dinkelmehl Type 630, 75 g Dattelsüße, 1 Bio-Zitrone, 1 Msp. Backpulver, 1 großes Ei, 125 g kalte Alsan-Margarine, 50 g getrocknete Cranberrys, 30 g Pistazien, 1 EL Kokosmehl, 1 EL Zitronensaft, 1 EL Agavendicksaft, 100 g rote Konfitüre

Zubereitung:

1. Dinkelmehl, Dattelsüße, abgeriebene Zitronenschale und Backpulver mischen. Ei, 1 Esslöffel kaltes Wasser und Alsan in Stückchen zufügen. Erst mit den Knethaken, dann mit den Händen kurz zu einem glatten Mürbeteig ver­kneten. 30 Minuten kalt stellen.

2. Backofen auf 200 Grad vorheizen, 2 Backbleche mit Backpapier aus­legen. Teig halbieren und – auf etwas Mehl – jeweils 3 Millimeter dünn ausrollen. 20 Kreise mit ­Wellenrand (5,5 Zentimeter Durchmesser) und 20 Kringel mit Wellenrand (außen ­5,5 Zentimeter Durchmesser, innen 2 Zentimeter) ausstechen. Teigreste immer wieder kurz ver­kneten, eventuell kühlen, ausrollen, ausstechen. Kreise und Kringel auf den Blechen verteilen.

3. Plätzchen nacheinander etwa 9 Minuten goldgelb backen, dann auskühlen lassen. Cranberrys und Pistazien grob hacken.

4. Kokosmehl, Zitronensaft und Agavendicksaft zu einem glatten Guss verrühren. Kringel damit bestreichen, mit Cranberrys und Pistazien belegen und 5 Minuten trocknen lassen.

Viele weitere tolle Rezepte, Infos und News rund um gesunde Ernährung findet ihr auch auf Alexandras und Felicitas Blog. Viel Spaß beim Stöbern und eine yummy Weihnachtszeit!

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