Soul Food
Sofia Tsakiridou © Isabel Hayn / Knipsen

Gastgeben Was eine gute Gastgeberin ausmacht

SOUL SISTER Sofia Tsakiridou mag es trubelig. Deshalb schart sie auch beim Essen gerne all ihre Lieblingsmenschen um sich. Wie ihr das Gastgeben gelingt

Zuerst war es nur eine fixe Idee, dann wurde es ein kleiner Traum, und irgendwann hat Sofia Tsakiridou der Wunsch nach einem eigenen Kochbuch nicht mehr losgelassen. Dabei ist „Eat Love Happiness“ (ZS Verlag, um 23 Euro) viel mehr als bloß eine Rezeptsammlung von Sofias Lieblingsgerichten. Es ist ein Abbild ihrer Lebenseinstellung.

„Meine Liebe zum Kochen und meine Lust, mit Freunden an großen Tafeln zu sitzen, habe ich eindeutig meinen Wurzeln zu verdanken“, sagt Sofia, deren Eltern mit der ersten Gastarbeiterwelle aus einem griechischen Dorf in ihre Geburtsstadt Köln gekommen sind. „Gastfreundschaft hat in der Heimat meiner Eltern einen großen Stellenwert und ist tief in mir verankert“, sagt sie. Auch deshalb legt das Model nicht nur Wert auf eine gesunde, ausgewogene Ernährung, sondern auch auf Gerichte, die man easy in großen Schalen, auf Blechen oder in XXL-Töpfen zubereiten kann. Je mehr Menschen Sofia an ihrem heimischen Esstisch in Hamburg zusammenbringen kann, desto besser. „Gesellige Runden sind eine tolle Gelegenheit, sich auszutauschen und Nähe zu schaffen“, sagt Sofia, die für ihre Modeljobs oft um die halbe Welt fliegen muss und daher diese intimen Momente besonders zu schätzen weiß.

Denn beim Essen dreht es sich schließlich nicht um die reine Nahrungsaufnahme, sondern um ein fröhliches Zusammensein, um den Austausch, um Lachen und Liebe. All das sind Attribute, die Sofias Fol­lower übrigens auch mit ihrem Instagram-Account verbinden. Hier teilt sie regelmäßig Momente aus ihrem ­Alltag, regt mit einfachen Tipps zum ­Ausprobieren an und motiviert dazu, in turbulenten Zeiten innezuhalten, sich auf seine Stärken zu konzentrieren, durchzu­atmen.

Genau das rät Sofia auch jedem Gastgeber, der jetzt Lust bekommt, zu einer großen Runde einzuladen. „Verbringe nicht die Zeit damit, alles auf Hochglanz zu polieren, und lass das Essen nicht ausfallen, weil die Wohnung nicht aufgeräumt ist. Wir machen uns oft viel zu viele Gedanken darüber. Dabei achtet kein Mensch darauf, weil der Fokus auf dem schönen Beisammensein liegt“, erklärt Sofia die oberste Regel. Damit man sich als Gastgeber nicht in der Küche verschanzen muss, zeigen wir 4 schnelle Rezepte, die sich sehen lassen können – und happy machen:

The Mediterranean

4 Portionen

2 Zucchini, 2 Paprikaschoten, 2 rote Zwiebeln, 4 EL Olivenöl, 2 Zweige Rosmarin, 2 Zweige Thymian, 2 Bund Rucola, 4 Scheiben Brot (optional: glutenfrei), 4 EL Olivenpaste, 100 g Ziegenfrischkäse, 4 EL Honig (vegan: Dattel- oder Ahornsirup)

The Mediterranean
The Mediterranean
© Ben Fuchs

1. Zucchini waschen und in Scheiben schneiden. Paprika­schoten ebenfalls waschen, halbieren, entkernen und in mundgerechte Stücke schneiden. Zwiebeln schälen, würfeln. Alles in einer Pfanne mit Olivenöl bei mittlerer Hitze für 5 Minuten anbraten. Rosmarinnadeln und Thymianblättchen abzupfen und in die Pfanne geben.

2. Rucola waschen, trocken ­schleudern oder tupfen und die langen Stiele kürzen. Die Brotscheiben mit Olivenpaste und Frischkäse bestreichen, mit Rucola belegen und das Gemüse aufhäufeln. Zum Schluss mit Honig beträufeln und mit Rosmarinnadeln bestreuen.

Tipp: Geröstet oder getoastet schmeckt das Brot noch besser.

Honig-Kürbis

2 bis 3 Portionen

1 Butternusskürbis, 3 EL Olivenöl, 2 EL Honig (vegan: Dattel- oder Ahornsirup), 1 EL Zimtpulver, 200 g Spinat, 80 g Pekannusskerne, 80 g Cranberrys, 100 g Feta (veganer Cheddar). Für das Dressing: 2 EL Olivenöl, 2 EL Honig (vegan: Dattel- oder Ahornsirup), 1 Zweig Rosmarin, 1 Zweig Thymian, Meersalz, Pfeffer aus der Mühle

Honig-Kürbis
Honig-Kürbis
© Ben Fuchs

1. Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Butternusskürbis teilen, entkernen, in Würfel schneiden und in eine ­große ­Auflaufform ­geben. Olivenöl und Honig mit Zimt vermischen und über den Kürbis träufeln. Alles zusammen etwa 25 Minuten backen.

2. Spinat verlesen, waschen, trocken schleudern und die großen Stiele entfernen.

3. Aus Olivenöl, Honig, 1 TL Wasser, gehackten Rosmarinnadeln, gezupften Thymian-blättchen, Meersalz und Pfeffer ein Dressing mischen.

4. Gebackenen Kürbis und Spinat auf einem Teller anrichten, mit Pekannusskernen, Cranberrys und Dressing mischen, zum Schluss Feta klein würfeln und ­darüberstreuen.

Bananen-Curry

2 bis 3 Portionen

1 Blumenkohl, 1 gelbe Paprikaschote, 1 orange Paprikaschote,½ Butternusskürbis, 1 Süßkartoffel, 1 Pastinake, 1 Möhre, 2 EL Sesamöl, Zimtpulver, Kreuzkümmelpulver, süßes Currypulver, Chilipulver, Salz, Pfeffer aus der Mühle, 2 Bananen, 400 g Kichererbsen (gekocht), 400 ml Kokosmilch, 2 EL gelbe Currypaste

Bananen-Curry
Bananen-Curry
© Ben Fuchs

1. Den Backofen auf 170 Grad vorheizen. Blumenkohl in Röschen teilen und waschen.

2. Paprika und Butternusskürbis ­waschen und entkernen. Süßkartoffel, Pastinake und Möhre schälen. Das Gemüse in mundgerechte Stücke bzw. Scheiben schneiden.

3. Das Gemüse auf ein mit etwas Sesamöl gefettetes Backblech geben. Mit Zimt, Kreuzkümmel, Curry und Chili, Salz und Pfeffer würzen. Etwa 30 Minuten backen, bis alles weich ist.

4. Bananen schälen und in Scheiben schneiden. Mit dem restlichen Sesamöl bei mittlerer Hitze in einer großen Pfanne rösten. Das fertige Gemüse und die Kichererbsen dazugeben, mit Kokosmilch ablöschen und mit Currypaste würzen. Die Mischung 10 Minuten bei schwacher Hitze köcheln lassen, bis ein cremiges Curry entstanden ist.

Tipp: Schmeckt superlecker mit knusprigem Halloumi oder Hummus und Falafel.

Süsskartoffel-Brownies

10 Portionen

Für den Teig: 600 g Süßkartoffeln, 15 Medjool-Datteln (entsteint), 100 g Mandelmehl, 120 g Mehl (optional glutenfrei), 2 EL Kokosöl, 8 EL Kakaopulver (zum Backen), 8 EL Ahornsirup, 1 TL Vanilleextrakt, 1 TL grobes Meersalz. Für das Topping: 3 EL Kokosöl, 3 EL Ahornsirup, 3 EL weißes Mandelmus

Süsskartoffel-Brownies
Süsskartoffel-Brownies
© Ben Fuchs

1. Süßkartoffeln schälen, in grobe Stücke schneiden und 20 Minuten im kochenden Wasser weich garen, abgießen, auskühlen lassen. Den Backofen auf 180 Grad vorheizen.

2. Süßkartoffelstücke mit Datteln und 2 EL Wasser im Mixer pürieren.

3. In einer Schüssel Mehle, Kokosöl, Kakaopulver, Ahornsirup, Vanilleextrakt und Meersalz vermischen. Anschließend die Süßkartoffel-Dattel-Paste unterrühren, bis ein geschmeidiger Teig entsteht.

4. Den Teig in eine leicht geölte Brownie-Form fließen lassen und 45 Minuten backen, bis kein Teig mehr bei der Stäbchenprobe kleben bleibt. Eine halbe Stunde auskühlen lassen.

5. In einem Topf alle Zutaten für das Topping bei mittlerer Hitze 1 Minute verrühren. Die fertige Schokosoße über den Brownie gießen. Mindestens 1 Stunde im Kühlschrank auskühlen lassen.

"Freunde zum Essen einladen, das hat in meiner Familie Tradition", sagt Sofia und macht noch einmal Mut, auch selbst Gastgeber zu werden. Wer weiß, vielleicht hast du ja auch Lust, so eine Tradition für dich zu etablieren?

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