6 Tipps für Self-Care im Alltag

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Frau vor Spiegel © Pavel Danilyuk / pexels.com

Self-Care 6 Tipps für gelungene Selbstfürsorge im Alltag

Ohne Pause am Tun und Machen, ob für den Job, die Familie oder Freunde. Du selbst bleibst dabei meist auf der Strecke. Jedoch laden sich die eigenen Batterien nicht von allein auf!

Self-Care – schon wieder ein Trendbegriff, der sich zuerst auf unser Instagram Feed und dann langsam in unseren Alltag schleicht. Dabei steckt hinter dem Wort, weit mehr als nur ein trendiger Hashtag.

Denn: Auf die eigenen Bedürfnisse zu achten und sich selbst mit genügend Fürsorge zu begegnen ist elementar für das eigene Wohlbefinden und kann bei Vernachlässigung große negative Folgen haben.

Was bedeutet Self-Care genau?

Liebe dich selbst
Schenke dir selbst genug Fürsorge, du verdienst sie.
© Anna Shvets / pexels.com

Ins Deutsche lässt sich Self-Care mit Selbstfürsorge übersetzen. Der Begriff beschreibt den fürsorglichen Umgang mit dem eigenen Körper, dem Geist und der Seele. Es geht also darum rücksichtsvoll und liebevoll mit sich selbst umzugehen und die eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen und ihnen Raum zu geben. Und das heißt nicht zwingend: Urlaub in den Bergen, ein Spa-Retreat am Wochenende oder teurer Yoga-Unterricht.

Self-Care ist kein Luxusgut! Auch wenn solche Ausflüge der Seele sicherlich guttun, den Begriff definieren sie nicht. Neben dem „sich etwas gönnen“ gehört zur Selbstfürsorge nämlich auch sich von Situationen oder Menschen abzugrenzen, die schaden. Und das andauernd, jeden Tag! Selbstfürsorge ist also eine Lebenseinstellung und kein Task, der mal eben abgehakt werden kann. Richtig umgesetzt, sorgt sie jedoch für die nötige Balance im Leben.

Warum ist Self-Care wichtig?

Self Care isn't selfish
Selbstfürsorge ist nichts egoistisches. Sie ist nötig!
© Madison Inouye / Pexels.com

Wie schnell passiert es, dass im Alltagsstress keine Zeit für eine ausgewogene Mahlzeit bleibt, nach Mitternacht noch immer kein Auge zugetan ist, obwohl morgens um halb 6 wieder der Wecker klingelt oder die eigenen Gefühle hinten angestellt werden, weil die Freundin gerade größere Probleme hat und eine Schulter zum Anlehnen braucht?

So ein Hustle mag für ein paar Tage schon irgendwie zu wuppen sein, sieht jedoch jede Woche bei dir so aus und liegt der letzte entspannte Abend, den du mit dir selbst hattest, so weit zurück, dass du dich gar nicht mehr daran erinnern kannst, solltest du schleunigst Zeit und Energie in dein Wohlbefinden investieren.

Vernachlässigst du nämlich deine Self-Care, kannst du schnell in einem Zustand der Überforderung, Gereiztheit oder Antriebslosigkeit gelangen. Dies wiederum wirkt sich womöglich auf deine physische Gesundheit, aber auch auf dein Sozialleben aus. Ist dein emotionaler, physischer und psychischer Zustand letztlich zu erschöpft, kann es sogar zu Burnout oder Depressionen kommen.

Eine Studie, die am Zentrum für Empirische Pädagogische Forschung der Universität Koblenz-Landau durchgeführt wurde, bestätigt: Selbstfürsorge stellt eine präventive Maßnahme für psychische Erkrankungen dar. Erschöpfung und Stresslevel konnten bei den Proband*innen durch aktive Selbstfürsorge im Alltag langfristig gesenkt werden.

6 Tipps für mehr Self-Care im Alltag

Also, nichts wie ran an die Arbeit! Ja, richtig gehört: Self-Care ist auch Arbeit. Aber mit den richtigen Tricks und ein bisschen Übung, wird dir die Selbstfürsorge immer besser gelingen und irgendwann wirst du merken, wie elementar sie für dein Wohlbefinden ist und wie wenig du auf sie verzichten kannst! Fang doch am besten hiermit an:

1. Nimm dir Zeit für dich

Lavendelkerze
Auch Kerzenlicht und kleine Wohlfühlmomente sind Selbstfürsorge.
© Elly Fairytale / Pexels.com

Ganz simpel und doch so schwer! Denn wenn viel zu tun ist und viele Dinge deine Aufmerksamkeit erfordern, wird die Me-Time als allererstes vom Terminkalender gestrichen. Beziehungsweise steht sie meist eigentlich gar nicht erst darauf. Man hat eben Zeit für sich, wenn Zeit übrig ist. Wie wäre es aber, wenn du sie dir von nun an in deinem Kalender notierst. 15 Minuten am Morgen, eine Stunde am Abend, einen Nachmittag am Wochenende? Fest eingetragen und auch nicht verschiebbar: Ein Termin mit dir selbst.

Das mag sich anfangs eventuell komisch anfühlen, aber genau darum geht es bei der Self-Care: sich selbst die Fürsorge und den Respekt entgegenzubringen, den du auch anderen einräumst. Und was du in dieser Zeit letztlich tust, ist ganz dir überlassen. Eine Meditation, ein heißes Bad bei Kerzenlicht (Lavendel beruhigt übrigens nachweislich die Nerven!) oder einfach nur auf der Couch liegen und Löcher in die Luft starren… jede Beschäftigung hat ihre völlige Daseinsberechtigung, solange du dich gut mit ihr fühlst und sie deine Batterien wieder auflädt. Außerdem ist es doch viel einfacher anderen mit: „Sorry, da habe ich einen Termin“ als mit „Sorry, da möchte ich mich in meinem Bett einkuscheln“ abzusagen. Und absolut legitim ist es auch. Es geht schließlich um dein Wohl!

2. Lege Handypausen ein

Selbstfürsorge heißt auch, Raum für deine Gedanken zu schaffen und dich manchmal von den Ablenkungen des Alltags zu befreien. Oder wie oft passiert es dir, dass du stundenlang im Bett liegst und dich durch Social Media Apps scrollst, bevor du in den Tag startest? Und das tut auf Dauer gar nicht gut. Denn Instagram & Co. lenkt die eigene Aufmerksamkeit auf das Leben anderer, oft fremder, Menschen und macht abhängig. Von Bestätigung und von Wünschen, die allein durch Vergleiche entstehen.

Anstatt dich auf eine Welt zu fokussieren, die fernab deiner Realität spielt, höre öfter auf das, was in dir geschieht. Wenn du den Tag nicht ohne Handy beginnen kannst, dann stelle dir doch einen Timer oder lege dir stattdessen vor dem Einschlafen ein Verbot auf. Die gewonnene Zeit lässt sich gut mit Meditationen füllen oder auch einfach einem Kaffee und einem guten Buch, warm eingekuschelt im Bett. Denn auch im Bett liegen kann Selbstfürsorge sein. Solange du dein Bewusstsein auf dich richtest.

3. Sage öfter Nein

Frau sagt nein
Nein sagen und Grenzen setzen gehört zur Self Care dazu.
© Vie Studio / pexels.com

Ein Grund für die wenige Zeit, die du für dich hast, ist sicherlich, dass du ständig zu allem Ja sagst. Jedoch bist du am Ende diejenige, die beim ständigen Ja-Sagen auf der Strecke bleibt. Außerdem werden sich andere zunehmend auf dich verlassen und ihre Aufgaben und Probleme regelmäßig bei dir abladen, denn du regelst das ja sicher für sie. Erlaube dir zu Dingen nein zu sagen, auf die du keine Lust hast, für die du nicht bezahlt wirst oder für die du deine Me-Time canceln musst.

Fehlende emotionale Kapazität ist ebenso ein guter Grund sich gegen ein Ja zu entscheiden. Anfangs mag das schwer fallen, denn die Angst andere zu verärgern, nicht für deine Liebsten da zu sein oder schlichtweg etwas zu verpassen, ist groß. Jedoch wirst du merken: umso öfter du zu Dingen nein sagst, die dir Energie rauben, umso mehr Energie wirst du für Dinge haben, zu denen du wirklich gerne Ja sagst!

4. Gehe deine To-Do-Liste an

Wie bereits gesagt: Self-Care ist Arbeit und manchmal nicht nur im übertragenden Sinne. Dass Selbstfürsorge viel damit zu tun hat sich Zeit für sich zu nehmen, ist nun klar. Dass das „Selbst“ aber nicht nur Entspannung und Urlaub braucht, vielleicht nicht. Auch die nervigen Tasks abzuhaken, die zum Alltag eben dazugehören, sind eine Form der Selbstfürsorge. Das Gefühl, sich in einer frisch geputzten Wohnung, im frisch gewaschenen Schlafanzug ins frisch überzogene Bett zu legen, spricht schließlich für sich, oder?!

Kümmere dich also regelmäßig um unangenehme Aufgaben, wie die Organisation deiner Unterlagen, das Putzen deiner Wohnung oder den Arzttermin, den du seit Wochen endlich vereinbaren willst. Dazu musst du dich zwar immer wieder zwingen, aber wenn du dir deine Aufgaben gut aufteilst und regelmäßig Zeit für deine To-Do-Liste einlegst, verhinderst du, dass irgendwann der Punkt kommt, an dem alles auf dich einstürzt. Vielleicht hilft es dir, wenn du deine Tasks immer im Blick behalten kannst. Mit dieser hübschen Schreibtischunterlage hast du auf jeden Fall immer vor Augen, was du noch erledigen musst.

5. Ernähre dich ausgewogen und regelmäßig

Meal-Prep in Einmachgläsern
Meal-Prep versorgt dich mit den nötigen Nährstoffen, wenn du sie brauchst, aber keine Zeit hast.
© Ella Olsson / pexels.com

Neben Ruhe, Auszeiten und unliebsamen Aufgaben gehört auch eine ausgewogene Ernährung zum A und O einer gesunden Self-Care. Und ausgewogen heißt: viele Nährstoffe und Vitamine, aber durchaus auch Comfort-Food, wenn die Seele es braucht! Nur solltest du nicht aus Gemütlichkeit oder Faulheit zu Pizza und Schoki greifen, denn das wird schnell zum Habit und raubt dir Energie, die du für deinen stressigen Alltag brauchst!

Um zwischen Terminen gut versorgt zu sein, lohnt sich eine ordentliche Vorbereitung von Mahlzeiten, auch Meal-Prep genannt. Am Sonntag kannst du zum Beispiel die Portionenanzahl für dein Dinner vervielfachen und alles übrig Gebliebene für die kommenden Tage in Lunchboxen verpacken. So musst du morgens nur in den Kühlschrank greifen und hast dein Mittagessen bereits parat. Ist dir das nicht frisch genug, so hebe doch immer am Abend vorher etwas für den kommenden Tag auf. Die Arbeit für dein Abendessen machst du dir schließlich sowieso.

6. Sei es dir wert

Um all die oben genannten Punkte auch umsetzen zu können, musst du dir selbst deiner eigenen Zeit und diesem Aufwand wert sein. Denn ein Grund, weshalb andere in deinem Leben oft Vortritt haben, ist, weil du ihr Wohl vor deines stellst. Und das darfst du auch! Aber nicht ausschließlich. Dein Wohlbefinden, deine Gefühle und deine Bedürfnisse sind genauso wichtig, wie die deiner Liebsten. Verinnerliche das und erinnere dich regelmäßig daran, dass du deine eigene Fürsorge verdient hast.

Diese Tipps können dir dabei helfen, deine mentale Gesundheit zu stärken und die vielen Herausforderungen und den Stress im Alltag zu bewältigen. Self-Care dient als Prävention und ist besonders wichtig für das eigene Wohlbefinden. Bitte denke jedoch daran, dass sie keine Therapie ersetzt, wenn du dich durchgehend niedergeschlagen fühlst.

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