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  • #Ziele

Wie du dir ein Ziel setzt – und es auch erreichst

Wer in seinem Leben etwas ändern möchte, muss nicht bis zum neuen Jahr warten, sondern kann mit diesen Tipps sofort erfolgreich durchstarten

Japaner nennen es Ikigai. Übersetzt heißt das so viel wie "Lebenssinn“ oder "Das, wofür es sich zu leben lohnt“. Wer sein Ikigai kennt, soll der Lehre nach ein glücklicheres und somit auch längeres Leben führen. Wie aber findet man sein Ikigai? Und woher weiß man, dass man das richtige Ziel verfolgt, das richtige Ziel setzt?

Die Fragen klingen banal, sind aber entscheidend für den Erfolg. Denn schon die Auswahl des Ziels bestimmt, ob du es erreichen wirst, ob es dir leicht- oder schwerfallen wird und ob es dich überhaupt glücklich macht. Sei ehrlich zu dir selbst. Welche heimlichen Träume und Wünsche hast du dir bisher nie eingestanden, weil die Zweifel zu groß oder die Hürden unüberwindbar schienen? Frag dich, warum dir dieses Ziel so viel bedeutet.

Welche Motivation steckt hinter deinem Ziel?

Du kannst es dir vielleicht schon denken: Angst ist ein schlechter Berater, wenn es um das Erreichen von Zielen geht. "Ich muss unbedingt mit dem Rauchen aufhören, sonst werde ich sicher bald krank“ oder "Ich muss unbedingt abnehmen, sonst mag mich niemand“ klingt nicht gerade motivierend, oder? Ein Ziel, das du dir nur setzt, weil du Angst vor etwas hast, hat sehr geringe Aussichten auf Erfolg. Weil dir dieses Ziel auf Dauer nur Druck macht und keinerlei Freude bereiten wird.

Wenn du dir ein Ziel setzt, geh nicht von den Dingen aus, die du in deinem Leben nicht mehr willst, sondern frag dich lieber, wovon du mehr willst. Denn die besten Ziele sind die, die dir schon Freude machen, während du sie verfolgst. Wer Joggen hasst, wird nicht dreimal die Woche laufen gehen. Der Weg ist das Ziel, deshalb mach dich selbst mit deinem Ziel nicht unglücklich. Überlege dir lieber genauer, was dich wirklich glücklich machen würde, wenn du es getan und viel Zeit dafür investiert hättest.

Alles-ist-möglich-Mindset

Oft sind wir in unseren eigenen Köpfen gefangen und beschränken uns selbst sehr in unseren Möglichkeiten, weil wir Dinge von vornherein ausschließen, die wir eigentlich ganz spannend finden. Ausreden sind schnell gefunden: Keine Zeit, nicht genug Geld, manche gehen sogar so weit und reden sich selbst ein, sie hätten nicht genug Talent für etwas, bevor sie es überhaupt versucht haben. Stopp! Denn auf der Suche nach einem erfüllenden Ziel ist das Alles-ist-möglich-Mindset extrem wichtig. Wenn alles möglich wäre, was würdest du dann gern erreichen? Mache ein Brainstorming, notiere deine Visionen, und versuche, nicht sofort darüber zu urteilen. Ob und wie du diese Dinge erreichen könntest, wird sich später noch herausstellen. Viel wichtiger ist, dass dir dadurch klar wird, was du eigentlich wirklich willst und warum. Die Erkenntnis darüber gibt dir fortan auch das nötige Durchhaltevermögen.

Aus dem Ziel wird ein Plan

Mehr Zeit für sich haben, sich weniger Stress machen, gesünder leben – oft sind unsere Ziele nicht nur sehr ehrgeizig, sondern vor allem ziemlich schwammig. Solange wir lediglich über ein neues Ziel nachgrübeln, ist das auch völlig okay. Geht es aber an die tatsächliche Planung, muss das Ziel konkreter werden. Dabei können Strategien aus dem Projektmanagement wie zum Beispiel die SMART-Methode sehr nützlich sein. SMART ist ein Akronym und steht für "spezifisch“, "messbar“, "attraktiv“, "realistisch“ und "terminiert“ – also die fünf Eigenschaften cleverer Ziele.

Statt sich zum Beispiel vorzunehmen, gesünder zu essen, wäre es SMART, dieses Ziel konkreter zu benennen, damit du auch tatsächlich die Chance hast, es zu erreichen. Was heißt gesünder? Was willst du ganz konkret ändern? Dieser Vorsatz bedeutet für den einen vielleicht, auf Fast Food zu verzichten, ein anderer meint damit einfach nur, dass er zukünftig etwas mehr Gemüse essen will. Indem du bestimmst, welche Maßnahmen dein Ziel beinhaltet, wird es spezifisch.

Im nächsten Schritt musst du dein Vor-haben quantifizieren, damit es auch messbar ist. Bedeutet: Nie wieder Fast Food oder nur einmal im Monat? Wie groß soll das Kaloriendefizit sein? Oder wie viel Gemüse ist "mehr“? Dabei solltest du immer beachten, dass dein Ziel für dich weiterhin attraktiv und realistisch bleibt. Willst du wirklich nie mehr Pommes essen? Ist das realistisch? Oder hast du tatsächlich Lust, jeden Tag Kalorien zu zählen? Freust du dich darauf, neue Rezepte mit verschiedenen Gemüsesorten auszuprobieren?

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Außerdem braucht dein Ziel noch eine Deadline. Solange es keinen Termin gibt, zu dem du es erreicht haben willst, besteht ja keine wirkliche Notwendigkeit, sofort damit anzufangen. Das Ziel könnte zum Beispiel lauten: "Ich möchte die nächsten acht Wochen täglich fünf Portionen Gemüse essen und jede Woche eine Gemüsesorte probieren, die ich noch nicht kenne.“

Große Ziele auf Teilziele herunterbrechen

Ein Ziel zu erreichen ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Deshalb teile dir die Strecke ruhig in Etappen ein. Hast du einen großen Lebenstraum, der sich nicht einfach von heute auf morgen verwirklichen lässt? Dann brich ihn auf einzelne Maßnahmen herunter. Welche Voraussetzungen müssen gegeben sein, damit du in fünf oder vielleicht auch erst in zehn Jahren am Ziel ankommst? So machst du die Strecke überschaubarer und entwickelst automatisch einen Aktionsplan. Außerdem kannst du anhand von Meilensteinen immer überprüfen, ob du dich noch auf dem richtigen Weg befindest oder irgendwo in die falsche Richtung abgebogen bist. Wenn du den Weg zum Ziel rückwärts planst, wird dir schnell klar, was du jetzt tun kannst, um irgendwann dort anzukommen. Oft übersehen wir dabei die kleinen Dinge, die sich sofort realisieren lassen, weil wir nur auf die großen Probleme starren und verzweifeln. Wie soll ich das bloß schaffen?! Aber im Grunde ist jede große Aufgabe ein Haufen kleiner Aufgaben, die sich eine nach der anderen bewältigen lassen. Du musst nicht alles auf einmal machen. Einen Schritt weiterzukommen wäre doch schon mal ein guter Anfang. Gehe Schritt für Schritt vor, und bleibe flexibel genug, die Taktik zu ändern, wenn die Dinge nicht so laufen wie geplant.

Langfristig motiviert bleiben

Gerade bei großen, längerfristigen Zielen ist es wichtig, diese im Auge zu behalten. Dafür gibt es verschiedene Techniken zur Selbstmotivation, die dir helfen können, deine Ziele im Alltag zu manifestieren: Eine Möglichkeit ist das sogenannte Visionboard. Als Unterlage kann eine einfache Pappe, eine Korktafel oder eine Magnetpinnwand dienen. Darauf kannst du dich kreativ austoben und Bilder, Zeichnungen und Texte sammeln – eben alles, was dich mit deinem Ziel in Verbindung bringt. Die fertige Collage platzierst du dann an prominenter Stelle in deiner Wohnung, damit du sie jeden Tag siehst und deine Vision immer vor Augen hast. Das ist dir zu viel Bastelkram? Auch der Bildschirmhintergrund des Smartphones ist eine exzellente Ausstellfläche. Wenn du hier ein Bild oder einen Spruch platzierst, wirst du stets an dein Ziel erinnert. Hauptsache, es begegnet dir im Alltag immer wieder.

Du kannst dein Ziel zum Beispiel auch jeden Morgen in einer Meditation visualisieren oder deine Fortschritte in einem Tagebuch reflektieren. Setze dir dabei einen klaren Fokus, und stelle dir immer wieder die Frage: "Was kann ich heute tun, um meinem Ziel einen Schritt näher zu kommen?“ Wenn du regelmäßig reflektierst, wie es bisher gelaufen ist, identifizierst du auch schneller eigene Fehler und bemerkst, was es ist, das dich ausbremst und daran hindert, dein Ziel tatsächlich zu erreichen.

Wenn’s nicht klappt: Plan ändern, niemals das Ziel!

Gib nicht gleich auf, wenn du mal scheiterst. Das gehört dazu. Fast immer ist mehr als ein Versuch nötig, um erfolgreich zu sein. Versuch es. Scheiter ruhig. Versuch es gleich noch mal. Scheitere besser …

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