DIY Sushi Ganz einfach Sushi selber machen – inklusive Rollanleitung

10.08.2016 , Autor:Mario Müller / Kathleen Schmidt-Prange
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Sushi selber machen ist gar nicht so schwer wie es aussieht. Wir zeigen Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie Sushi in Zukunft ganz einfach zu Hause selber rollen

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Sushi selber machen: Sushi ist das perfekte Fast Food, denn es geht schnell und liefert nur wenige Kalorien
Sushi ist das perfekte Fast Food: schnell und kalorienarm © Shutterstock
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Gesund kochen, Gesunde Ernährung

In diesem Artikel:

Sushi als gesundes Fast Food

Sushi ist DAS perfekte Fast Food, denn die kleinen japanischen Röllchen sind schnell gemacht (und landen noch schneller im Mund) und liefern nur wenig Kalorien. Mit einem glykämischen Index von 55 (zum Vergleich Pommes: 95) verhindert Sushi den vom absackenden Blutzuckerspiegel ausgelösten Durchhänger nach dem Essen und hält lange satt. Im Durchschnitt enthalten die schlanken Reisrollen zudem nur rund sieben Gramm Fett pro 100 Gramm. Ein Teller mit 6 Maki und 6 Nigiri hat liefert daher auch weniger als 450 Kalorien. Zum Vergleich: Eine Currywurst mit Pommes, Mayo & Co. schlägt mit über 1100 Kalorien zu Buche, ein Big Mac Menü liefert stattliche 950 Kalorien und ein Döner immerhin 750 Kalorien.

Die perfekte Sushi-Mahlzeit umfasst Maki-Sushi (Nori-Alge um gefüllten Reis) mit Gemüse, Nigiri (Reis mit Fisch obendrauf) und California Rolls (Reis außen), mit Sesam ummantelt. Sie liefert oft zu kurz kommende Nährstoffe, etwa wertvolle Fettsäuren und Jod. Die Nori-Algen, die das Sushi (Maki-Sushi) oft umhüllen, bestehen übrigens zu rund 40 Prozent aus Proteinen und enthalten so gut wie kein Fett.

So lecker ist Quinoa-Sushi

Sushi ist aber nicht nur unschlagbar lecker, sondern auch noch gesund: Das Taurin in Fisch und Krustentieren schützt etwa das Immunsystem, ist ein Cholesterinkiller, hemmt Entzündungen und kann sogar alkoholbedingte Leberschäden rückgängig machen.

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Sushi selber machen? Gute Idee!

Da geht Ihnen ein Licht auf: Sushi selber zu machen ist super einfach

© Lightspring / Shutterstock.com

Diese Sushi Arten gibt es 

Maki: Maki bezeichnet das klassische, gerollte Sushi. Ins Noriblatt kommen neben dem Reisblatt verschiedene Füllungen, die anschließend zum japanischen Röllchen werden.

Nigiri: Nigiri bedeutet so viel wie „Reisballen“. Dieser wird mit Fisch, Meeresfrüchten oder Omelett belegt.

Ura-Maki/ California Roll/ Inside Out: Für die von innen gerollte Sushi Variante gibt es gleich mehrere Namen. Der Reis wird hier von außen am Noriblatt angebracht und mit Sesam oder Fischeiern verziert.

Hoso-Maki: Diese Reisrolle wird nur mit 1-2 Zutaten gefüllt und aus einem halben Noriblatt hergestellt, sodass sie wesentlich dünner ist. Daher kommt auch ihr Name „dünne Rolle“.

Futo-Maki: Bei dieser Sushi Variante werden mehr als zwei Zutaten in das Noriblatt gerollt. Dadurch entsteht eine überdurchschnittlich große Rolle, weshalb sie auch als „dicke Rolle“ bezeichnet wird.

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Auf eine Sushi Platte gehören Maki, Nigiri und Sashimi

Maki, Nigiri, Inside-Out Rolle und Co. sorgen für eine große Vielfalt auf der Sushi Platte

© holbox / Shutterstock.com

Sashimi: Sashimi sind Scheiben vom rohen Fisch, die zusammen mit Wasabi und Spjasoße gegessen werden. Genau genommen keine klassische Sushi Art, sondern eine beliebte Zubereitung des rohen Fisches. Auf Reis wird hier verzichtet.

Temaki: Übersetzt bedeutet Temaki so viel wie handgemacht. Das Noriblatt wird dafür tütenförmig gerollt und ist mit Reis und anderen Zutaten gefüllt- alles handgemacht und ohne Hilfe einer Bambusmatte.

Gunkan: Gunkan steht für Schiff oder Boot. Es sind kleine Rollen aus Noriblättern mit einem Reisboden auf den die Füllung gelegt wird. Dafür werden oft Fischeier verwendet.

Inari: Das ist wohl die gehaltvollste Sushi Variante. Die frittierte Tofutasche ist mit Reis, Gemüse und anderen Zutaten gefüllt.

Chirashi: Das klassische Sushi ist hier nicht mehr zu erkennen. Verschiedene Fischsorten kommen zusammen mit Reis und anderen Zutaten in eine große Schale. Hier entscheidet der persönliche Geschmack was im Chirashi landet.

Das braucht man um Sushi selber zu machen

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Sojasoße und Wasabi passen perfekt zu Sushi

Unzertrennlich: Zu Sushi gehört Wasabi und Sojasoße

© Serbinka / Shutterstock.com

Um Sushi selber zu machen, sollten Sie einige Utensilien unbedingt zu Hause haben. Ohne die geht es nämlich nicht. Mit diesen 10 Dingen rollen Sie Ihr Sushi daheim ganz leicht selber. 

1. Bambusmatte: Die Bambusmatte benötigen Sie um die gerollten Varianten wie das klassische Maki herzustellen.

2. Nori Algenblätter: Nori Algen bilden die Hülle, in die die Zutaten gerollt werden. Sie werden erst in Kontakt mit dem Reis weich. Außerdem gilt: je dunkler die Farbe, umso besser.

3. Sushi-Reis: Reis ist die Hauptzutat von Sushi. Die Mischung aus Reisessig und Zucker macht aus einfachem gekochten Reis den Sushi-Reis. Das macht ihn schön klebrig, sodass beim Selber-Rollen nichts auseinander fällt.  

4. Sojasoße: Sushi ohne Sojasoße ist undenkbar. Bevor die kleinen Happen im Mund landen, sorgt die salzige Soße für Würze. 

5. Wasabi: Egal ob als Pulver oder Paste. Wasabi bringt Schärfe ins Sushi. Das Pulver wird mit Wasser angerührt. Bei fertiger Paste unbedingt darauf achten, dass sie echtes Wasabi enthält.

6. Reisessig: Bevor der Reis eingerollt wird, bekommt er durch den Reisessig den richtigen Geschmack. Wer ihn beim Einkaufen vergessen hat, kann ihn notfalls durch Obstessig ersetzen. Damit die Hände beim Rolle nicht kleben, einfach in etwas Reisessig tunken.

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7. Eingelegter Ingwer: Neben Sojasoße und Wasabi wird eingelegter Ingwer zum Sushi gegessen. Er neutralisiert den Geschmack zwischen den einzelnen Happen.

8. Scharfes Messer: Nicht zuletzt benötigen Sie ein scharfes Messer um den rohen Fisch und das fertig gerollte Sushi zu schneiden. Es sollte wirklich scharf sein, damit die Rollen nicht zerstört werden. Feuchten Sie es immer wieder an, dann lässt sich das Sushi besser schneiden. 

9. Reiskocher: Hier wird unter Druck gearbeitet, unter Dampfdruck genau genommen. So wird der Reis gar, ohne dass die Klebefasern zerstört werden. Bleibt ewig warm.

10. Stäbchen: Essstäbchen gibt es im Asialaden (0,50 bis 10 Euro). Die Chop-Sticks gibt es von der Wegwerf-Variante bis zum handbemalten, lackierten Kunstwerk für wichtige Anlässe. Da Sushi aber keinesfalls mit Messer und Gabel gegessen werden sollte, sind Stäbchen unumgänglich. 

Sushi selber machen: Step by Step Anleitung

Also los, jetzt sind Sie an der Reihe. Trainieren Sie Ihre Fingerfertigkeit! Wir zeigen Ihnen in unserer Rollanleitung Schritt für Schritt wie man Sushi ganz einfach selber macht: 

1. Sushi Reis kochen

Am besten verwenden Sie weißen, geschälten Rundkornreis, denn der ist ideal für Sushi.

So kochen Sie ihn (für 4 Personen): 400 Gramm Reis gründlich waschen, mit 0,5 Liter Wasser aufgießen, einen Schuss süßen Reiswein (Mirin) dazugeben und unterm Deckel aufkochen. Wenn es kocht, den Herd runterschalten und den Reis bei kleiner Hitze 15 Minuten lang köcheln lassen.

In der Zwischenzeit 4 Esslöffel Reisessig mit 3 Esslöffeln Zucker und 1 Teelöffel Salz mischen. Den gekochten Reis in einer Holzschale kühl fächern, damit er schön glänzt. Die Essigmischung dabei vorsichtig unter den Reis heben. Falls nötig, Reis mit mehr Zucker abschmecken.

2. Noriblatt vorbereiten

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Erster Schritt fürs Sushi ist das Noriblatt

Das Noriblatt wird mit der glänzenden Seite nach oben auf die Bambusmatte gelegt.

© Africa Studio / Shutterstock.com

Breiten Sie ein halbiertes Nori-Algenblatt auf der Bambusmatte aus (glänzende Seite nach oben) und verteilen Sie circa 70 Gramm Reis darauf. Damit der Reis nicht klebt, Finger während der Arbeit an der Maki-Rolle immer wieder mal in Reisessig-Wasser tauchen. Als späterer "Klebestreifen" bleiben 2 cm des Algenblatts an einer Seite frei.

Drücken Sie nun eine Mulde der Länge nach in den Reis und verstreichen Sie darin nur eine geringe Menge Wasabi oder geriebenen Ingwer mit dem Finger. Später beim Essen kann jeder mit Sojasoße und Wasabi seinen individuellen Schärfegrad erzeugen.

3. Belag wählen

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Reis, Fisch und sonstige Zutaten aufs Noriblatt legen

Für Maki Rollen können Sie nach Belieben Fisch, Gemüse oder beides auf dem Reis verteilen.

© Africa Studio / Shutterstock.com

Auf den Reis wird nun Fisch oder Gemüse nach Wahl gelegt. Für Maki-Rollen bestens geeignet sind: Thunfisch, Garnelen, Lachs, Wolfsbarsch und Süßwasseraal, Karotten, Spargel, sehr reife Avocado, Paprika, Gurke ohne Schale und Kerne, Rettich, Petersilie, Mayonnaise, Lauchstreifen.

Zubereitung Fisch: Bei der Zubereitung des Fischs trennen Sie zuerst das Filet von der Haut. Meist wird die fettreiche Mitte des Filets ebenfalls herausgeschnitten. Schneiden Sie nun einzelne Maki-Häppchen aus dem Filet. Nicht zu dick (ungefähr 1 cm), sonst lassen sie sich später nur mühsam einrollen. Führen Sie das Messer dabei immer in einem Schnitt durch das Filet, um die natürliche Maserung des Fischs nicht zu zerstören.

Noch ein Tipp für die richtige Menge: Man rechnet etwa 35 bis 45 Gramm Fisch für 6 Maki.

4. Maki rollen

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Zum Schlüss zusammenrollen und in Stücke schneiden

Mit Hilfe der Bambusrolle wird alles zusammen gerollt

© Africa Studio / Shutterstock.com

Nun ist Fingerspitzengefühl gefragt: Rollen Sie die Bambusmatte langsam und gleichmäßig vor, bis sich der Maki ganz geschlossen hat. Kommt er Ihnen noch etwas locker vor, wiederholen Sie es einfach, bis Sie eine feste Rolle geformt haben. Rollen Sie immer wieder vor und zurück, und zwar so lange, bis das Röllchen richtig zusammenklebt.

Wenn sich die Rolle schließt, wird der frei gebliebene Längsrand mit dem Essigwasser befeuchtet und wie eine selbstgedrehte Zigarette zugeklebt. Legen Sie die Rolle mit der Naht nach unten ab. Wenn sie sich nicht schließen lässt, haben Sie zu viele Zutaten aufs Nori-Blatt gelegt. Mit weniger Inhalt noch mal probieren.

Die fertige Sushirolle können Sie nun in kleine Teile schneiden. Befeuchten Sie dazu das schärfste Messer, das Sie zur Hand haben und schneiden Sie etwa 3 cm lange Maki-Stücke – und fertig ist das Maki-Sushi.

So lecker, so gesund und so leicht selbst herzustellen. Wenn Sie einmal den Dreh raus haben, ist das Sushi im Nu selbst zubereitet. Und mit den Nährwerten darf es gerne öfter auf Ihrem Teller landen.

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