Clever kontern 4 Geheimnisse schlagfertiger Menschen

27.05.2016 , Autor:Martina Cyriax
© WomensHealth.de

Warum sind manche Menschen schlagfertig und sprudeln nur so vor witzigen Antworten, während anderen so gar nichts einfallen mag? Weil schlagfertige Menschn diese 4 Dinge beherzigen

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Schlagfertigkeit: 4 Geheimnisse schlagfertiger Menschen
Eine kurze, coole Antwort bewirkt manchmal mehr als ein langes Streitgespräch © solominviktor / Shutterstock.com
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Gehören Sie auch zu den Menschen, denen die besten Antworten immer erst Stunden später einfallen? Auf die Frechheit der Verkäuferin, auf den Angriff der Kollegin, auf den Witz zu Ihren Lasten. Es gibt einfach Menschen, die immer den richtigen Spruch auf der Zunge haben – Sie gehören aber leider nicht dazu. Kein Grund für Frust, denn Schlagfertigkeit kann man lernen.

Um überraschend zu kontern, müssen Sie vorgegebene Denkpfade verlassen. Nur so kommen Sie innerhalb kürzester Zeit auf neue, verblüffende Antworten und Problemlösungen. Wie schnell Sie eine Antwort finden, hängt von Ihrer Kreativität ab – und die müssen Sie fordern. Folgende Techniken helfen dabei:

1. Erlernen Sie neue Denkprozesse
Der Trick besteht darin, Ihre Assoziationsfähigkeit zu steigern – das ist die Fähigkeit, zu einem Begriff ein passendes Bild im Gehirn aufzubauen. Wenn Sie geniale und witzige Antworten schlagfertiger Menschen näher analysieren, werden Sie feststellen, dass diese meist daher so genial sind, weil sie eine überraschende Assoziation mit dem vorher Gesagten darstellen. Die Übungsmethode ist wie folgt: Bilden Sie aus 5 voneinander unabhängigen Schlagwörtern eine fantasievolle und zusammenhängende Kurzgeschichte. Ihr Gehirn lernt so, komplexer zu denken. Bei einer verbalen Attacke reagieren Sie später dann kreativ und flexibel.

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2. Verbessern Sie Ihre Sprachgewandtheit
Ein großer Wortschatz verkürzt die Reaktionszeit und hilft dabei, schnell den passenden Ausdruck zu finden. Tipp: Suchen Sie für Ihre alltagssprachlichen Wörter nach sinnverwandten Begriffen – das müssen keine Fremdwörter sein. Wenn Sie bei diesem Rhetorik-Training mal nicht weiterkommen, genügt ein kurzer Blick in ein Synonym-Wörterbuch.

3. Deuten Sie Gesprächsinhalte richtig
Die meisten Gespräche laufen auf der Sach- und auf der Beziehungsebene zugleich ab. So schwingen neben der reinen Information gleichzeitig immer auch die Gefühle der Gesprächspartner mit. Und die lassen Rückschlüsse auf Ihre Beziehung zu. Im Klartext bedeutet das für Sie: Sie müssen lernen, Kritik an Ihrer Arbeit von versteckten Angriffen auf Ihre Person zu unterscheiden. Also: War das jetzt freundlich, harmlos und konstruktiv oder aggressiv, persönlich und niveaulos? Auf Kritik reagieren Sie bestimmt und sachlich ("Sie liegen da leider falsch, was ich kurz beweisen möchte"), auf Provokationen antworten Sie überlegt und unberührt ("Es wäre schön, wenn Sie jetzt wieder über die Sache reden würden"). Sparen Sie sich beleidigende Konter, sonst eskaliert die Situation schnell.

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4 Geheimnisse schlagfertiger Menschen

Ein großer Wortschatz verkürzt die Reaktionszeit und hilft dabei, schnell den passenden Ausdruck zu finden

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4. Reagieren Sie richtig auf Provokationen
Natürlich können Sie versuchen, Ihren Gesprächsgegner mit verbaler Treffsicherheit zu übertrumpfen. Doch nicht immer ist diese ehrgeizige Methode erfolgreich. Je nachdem in was für einer Situation Sie sich befinden, müssen Sie die Taktik umstellen.

Ruhe bewahren:
Da Provokationen – also persönliche Angriffe oder beleidigende Behauptungen – nur darauf abzielen, Sie zu verunsichern, sollten Sie Ihr Verhalten kontrollieren können. Bleiben Sie cool, souverän, sprechen Sie ruhig und argumentieren Sie sachbezogen. Nur dann erkennen Sie unlogische Argumentationen und entdecken unterschwellige Botschaften.

Gefühle erkennen: Hinter ironischen und bissigen Bemerkung von Kolleginnen verbergen sich oft persönliche Gefühlsregungen wie Neid oder Konkurrenzdruck. Ergründen Sie durch eine kurze Nachfrage, ob Ihre Kollegin vielleicht einen ganz allgemeinen, privaten Ärger am Hals hat. Nicht jeder Verdruss muss etwas mit Ihnen zu tun haben.

Einfach ignorieren: Gar nicht zu antworten ist auch ein sehr aussagekräftiges Verhalten. In vielen Situationen hilft es, dumme Sprüche und provozierende Bemerkungen zu ignorieren und schweigend über sie hinwegzugehen. Sich nicht auf den aggressiven Stil Ihres Gesprächspartners einzulassen, spart Energie und Nerven. Darüber hinaus signalisieren Sie Ihrem Gegenüber, dass man Sie nicht aus der Ruhe bringen kann.

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Motive ergründen: Hat sich Ihr Gegenüber in eine Provokationsphase hineingesteigert, sollten Sie in sachlichem Tonfall Nachfragen stellen. Fordern Sie ihn auf, konkrete Beispiele zu nennen. Nur so können Sie erfahren, ob persönliche Beweggründe hinter dem Angriff stecken. Erhalten Sie keine konstruktive Antwort, dann müssen Sie bei ärgerlichen Bemerkungen hartnäckig weiterfragen. Und zwar so lange, bis er aufgibt.

Verallgemeinerungen zurückweisen:
Wenn Ihr Kollege etwa behauptet: "Sie sind ja unmöglich", können Sie folgendermaßen antworten: "Wie meinen Sie das eigentlich? In welchen Situationen war ich denn unmöglich? Wann haben Sie das erste Mal gemerkt, dass ich so unmöglich bin?" Diese Frage-Strategie bringt Ihnen Zeit und fordert Ihren Gegner auf, seine Verallgemeinerung zu konkretisieren.

Zustimmung signalisieren Einige Gesprächspartner lassen nur ihre Meinung gelten. Befinden Sie sich in einer Situation, in der Ihre Argumente sinnlos abgeschmettert werden, können Sie Ihrem Gegenüber auch bedingt auf seine Sicht der Dinge zustimmen. Mit der Ja-aber-Taktik stimmen Sie dabei lediglich einem Teil seiner Argumente zu. Gleichzeitig bringen Sie Ihrem Gesprächspartner auch eine auf den Inhalt seiner Aussage bezogene Wertschätzung entgegen. Das besänftigt ihn. Wer sich akzeptiert und verstanden fühlt, ist offen für andere Gedanken - das minimiert das Risiko einer weiteren Konfrontation.

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