Zu großer Busen Brustverkleinerung und Bruststraffung

26.01.2017 , Autor:Martina Janning
© WomensHealth.de

Frauen mit überdurchschnittlich großem Busen klagen häufig über Kopf- und Rückenschmerzen. Eine Brustverkleinerung kann hier helfen. Wir liefern die wichtigsten Fakten

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Brustverkleinerung: Brustverkleinerung und Bruststraffung
Für manche Frauen mit XXL-Busen ist eine Brustverkleinerung oft der einzige Ausweg, um Rücken- und Kopfschmerzen loszuwerden © g-stockstudio / Shutterstock.com
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Brustverkleinerung: Sophia Thomalla hat es getan

Derzeit gehen die Fotos von Sophia Thomallas Brüsten durchs Netz. Das Model hat sich den Busen verkleinern lassen, denn – so in der "Bild"-Zeitung zu lesen – die 27-Jährige habe immer häufiger unter Schmerzen von Brust und Rücken gelitten. Die Brustverkleinerung machte aus ihrem einstigen D-Körbchen ein B-Körbchen.

Wenn große Brüste belasten

Große Brüste gelten als schön, aber XXL-Brüste können schwer belasten. Ist der Busen im Vergleich zum Körperbau überdimensional, fühlen Frauen sich oft nicht wohl in ihrer Haut. Immer und überall auffallen, anzügliche Blicke von Männern, Getuschel hinterm Rücken – das steckt nicht jede Frau einfach so weg. Hinzu kommen häufig auch körperliche Beschwerden. Denn das Gewicht übergroßer Brüste kann Kopfschmerzen und Rückenprobleme, Verspannungen und Haltungsschäden hervorrufen.

Wenn mit dem Alter die Spannkraft nachlässt, hängt ein sehr großer Busen außerdem stark. Dadurch können sich sogenannte Schwitzfalten bilden, die nicht nur unangenehm sind, sondern auch zu Hautproblemen führen können. Viele Frauen mit einem extrem großen Busen entscheiden sich deshalb irgendwann für eine Brustverkleinerung (Mamma-Reduktion). Hat der Eingriff medizinische Gründe, übernehmen Krankenversicherungen die entstehenden Kosten von etwa 7000 Euro. Falls Sie aber Ihre Brust verkleinern und straffen lassen, weil extrem Sie abgenommen haben, ist das keine Kassenleistung.

Diese 4 Dinge verursachen Hängebrüste

Brustverkleinerung und Bruststraffung in einem

Wenn Sie Ihren Busen verkleinern lassen wollen, müssen Ihr Körper ausgewachsen und Ihre Brüste voll entwickelt sein. Sie sollten außerdem nicht mehr stillen, da eine Brustverkleinerung die Stillfähigkeit einschränken kann. "Bei einer Brustverkleinerung entfernt der Arzt Haut, Fett- und Drüsengewebe und formt dann eine neue Brust. Dabei wird die Brust oft gleichzeitig gestrafft", erklärt Prof. Dr. Peter M. Vogt, Präsident der Deutsche Gesellschaft der
 Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen (DGPRÄC). Egal, ob Brustverkleinerung oder Bruststraffung (Mastopexie): Immer versetzt der Operateur die Brustwarze samt Nerven und Blutgefäßen nach oben.

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Brustverkleinerung und Bruststraffung

Brustverkleinerung und Bruststraffung werden häufig in einem Schritt durchgeführt

© g-stockstudio / Shutterstock.com

Die Narben bleiben sichtbar

"Die Risiken einer Brustverkleinerung und Bruststraffung sind vergleichsweise gering, wenn ein qualifizierter Plastischer Chirurg mit genug Erfahrung die Operation vornimmt", sagt Vogt. "Aber trotz größter Sorgfalt können, wie bei jedem chirurgischen Eingriff, während oder nach dem Eingriff vereinzelt Komplikationen auftreten." Dass nach der Brustverkleinerung Schwellungen und Blutergüsse auftreten, ist normal. Es kann aber auch zu Wundheilungsstörungen, Thrombosen, Infektionen und vorübergehender Taubheit in der Haut und Brustwarze kommen. Falls die Narbe sehr weit auseinandergeht, ist eine Folgeoperation nötig. Auch wenn sich die Brüste nach der OP ungleich formen oder die Brustwarzen "schielen", wird der Chirurg noch mal zum Messer greifen wollen. Ein Nachteil: Die Narben werden mit der Zeit unauffälliger, sie bleiben aber sichtbar. Eine Brustverkleinerung und Bruststraffung verändert Größe und Form Ihrer Brüste dauerhaft, doch durch den natürlichen Alterungsprozess können sie im Laufe der Jahre schwerer und schlaffer werden.

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Nach der OP: Vorsicht ist angesagt

Nach der Brustverkleinerung oder Bruststraffung spannt die Brust ein paar Tage und schmerzt. Wenn der Druckverband ab ist, müssen Sie mehrere Wochen lang einen Stütz-BH tragen. "Auf Push-up-Büstenhalter sollten Sie mindestens 3 Monate lange verzichten", rät der Plastische Chirurg Vogt. Es dauert einige Tage, bis sie nach der Operation wieder duschen können. In den ersten Wochen sollten Sie Ihre Oberarme sehr vorsichtig bewegen und sich nicht schnell drehen oder strecken. Nach 3 bis 4 Wochen sind Sie wieder voll arbeitsfähig.

Bis die Wundheilung abgeschlossen ist, müssen Sie auf dem Rücken schlafen. Vorsicht beim Sex! Während der ersten 2 Monate ist äußerste Behutsamkeit Pflicht. Den Narben zuliebe sollten Sie 6 Monate nicht in die Sonne oder ins Solarium gehen. Es dauert einige Zweit, bis die Brust ihre endgültige Form annimmt. Lassen Sie Ihre Brüste regelmäßig beim Plastischen Chirurgen überprüfen. "Die Narben und eventuelle Verhärtungen im Gewebe verbessern sich noch während der folgenden 1 bis 2 Jahre", sagt Vogt.

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