Hauttypen Pflege-Tipps für Ihren Hauttyp

Tipps für die Hauttypbestimmung
Erst den Hauttyp bestimmen, dann die Pflegeprodukte auswählen. Denn: Jede Haut hat andere Bedürfnisse © Shutterstock

Trockene, fettige oder Mischhaut? Prof. Dr. Steinkraus erklärt die Kennzeichen, an denen Sie Ihren Hauttyp erkennen, plus die dazugehörigen Pflegetipps

Das Wichtigste zuerst: Jede Haut ist anders. "Zwar können Ähnlichkeiten beispielsweise bei Verwandten auftreten, doch im Endeffekt ist die Individualität der menschlichen Haut grenzenlos", so Prof. Dr. Volker Steinkraus, Leiter des Hamburger Dermatologikums. Unterscheidet man grob, kommen jedoch folgende drei Hauttypen besonders oft vor:

1. Fettige Haut

Typische Merkmale:
Ein typisches Anzeichen für fettige Haut: ein leichter Glanz auf Ihrem Gesicht, wie auch am Hals und im Dekolleté. Außerdem bilden sich vor allem in der T-Zone (Bereich zwischen Kinn, Nase und Stirn) vermehrt Pickel und Mitesser. Ihr Vorteil: Sie müssen sich nicht häufig eincremen. Ihre Haut ist auch so mit genügend Feuchtigkeit versorgt. Die Ursache: Fett bindet Wasser. Je fettiger Ihre Haut ist, umso feuchter ist sie also auch. Ein großer Pluspunkt: Ihre Haut altert darum langsamer.

Pflegetipps:
Lassen Sie am besten die Finger von reichhaltigen Cremes. "Menschen mit fettiger Haut brauchen keine hochwertige Nachtcreme oder Ähnliches zu verwenden. Sie würde bei ihnen nur Hautirritationen und Rötungen hervorrufen", erklärt Experte Steinkraus. Viel wichtiger ist, dass Sie Ihre Haut gründlich reinigen, damit die Ölrückstände entfernt werden und die Poren nicht verstopfen. Alkoholhaltige Pflegeprodukte, wie zum Beispiel bestimmte Gesichtswasser, sorgen für trockenere Haut und weniger Glanz – vor allem im Gesicht.

2. Trockene Haut

Typische Merkmale:
Ihre Haut juckt, spannt und schuppt sogar, wenn Sie einmal das Eincremen vergessen? Dann haben Sie ganz offenbar trockene Haut. Es ist einfach nicht genügend Feuchtigkeit vorhanden. Damit geht einher, dass Ihre Haut über sehr wenige Lipide verfügt, also sehr fettarm ist. Der Vorteil: Ihre Haut neigt wenig bis gar nicht zu Hautirritationen und Pickeln.

Pflegetipps:
Bei trockener Haut sollten Sie auf reichhaltige Pflegeprodukte zurückgreifen. "Empfehlenswert sind Cremes, die zum Beispiel Macadamiaöl, Jojobaöl oder Sheabutter enthalten", sagt uns Dermatologe Prof. Dr. Steinkraus. Ein weiterer Tipp: Produkte mit Nachtkerzensamenöl. Der hohe Anteil an Gamma-Linolensäure macht Ihre Haut sofort spürbar zarter.

3. Mischhaut

Typische Merkmale:
Ihre Haut stellt eine Mischung aus trockener und fettiger Haut da. Konkret bedeutet das: "In der Mitte des Gesichts ist die Haut fettig, am äußeren Rand des Gesichts trocken", so der Experte. Die Haut in der T-Zone neigt darum bei Ihnen eher zu Pickeln und Mitessern.

Pflegetipps:
Sie ahnen es schon. Sie können nicht etwa ein Pflegeprodukt für das ganze Gesicht verwenden, sondern sollten dagegen auf unterschiedliche Cremes zurückgreifen. Da die T-Zone Ihres Gesichts mit ausreichend Flüssigkeit und Fett versorgt ist, sollte diese möglichst gar nicht eingecremt werden. Doch Achtung: Das gilt nicht für Ihre Wangen und die Augenpartie! Hier würde die Haut sonst viel zu schnell austrocknen. Verwenden Sie darum spezielle Produkte für trockene Haut, die mit pflanzlichen Ölen oder Urea versetzt sind.

Aufgepasst
Wenn Sie Ihren Hauttyp einmal bestimmt haben, ist dieser nicht in Stein gemeißelt. "Im Gegensatz zu unserem Fingerabdruck, verändert sich unsere Haut im Laufe des Lebens", sagt Prof. Dr. Steinkraus. Wer feststellt, dass die Haut auf die üblichen Pflegeprodukte plötzlich anders reagiert, sollte darum seinen Hauttyp neu bestimmen.

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20.03.2016| Tina Zimmermann © womenshealth.de
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