Grünes neues Jahr: So leben Sie ökologisch bewusster

01.12.2012 , Autor:Christiane Kolb
© WomensHealth.de

Dieses Jahr wird nicht nur gut für Sie, sondern auch für den Planeten – mit diesen Tipps für ein umweltbewusstes Leben

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Ökologisch leben: Meiden Sie Fleisch und essen Sie besser mal einen Salat
Salat tut´s auch: Werden Sie Teilzeitvegetarier und schonen damit die Umwelt © Shutterstock
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Bio-Food

1. Entwickeln Sie ein neues Jeans-Bewusstsein
Die schlechte Nachricht: Die Herstellung Ihrer Lieblingsröhre ist ökologisch bedenklich. Es werden Unmengen an Wasser, Tonnen an Pestiziden und Pflanzenschutzmitteln benutzt, chemisches Entlaubungsmittel zur Ernte, umweltschädliche Farbstoffe und Fixierer. Die gute Nachricht: "Jeans aus organischer Baumwolle gibt es heute auch von hippen Labels", sagt Mechthild Schilmöller, Geschäftsführerin der Hamburger Boutique Maygreen für Fair Organic Fashion.
Wählen Sie Marken wie: Kuyichi, Howies, Nudies, Sey, Hess Natur, das Kölner Modelabel Lanius oder das Münchener Label Room to Roam. Auch bekannte Hersteller haben bio-zertifizierte Linien im Programm, wie Katherine Hamnett, Levis, G-Star, teilweise sogar die Ketten C&A und H&M. Achten Sie auf Bio-Baumwoll-Qualitätszeichen wie GOTS oder Demeter.

2. Meiden Sie Bisphenol A – und entsorgen Sie Kassenzettel richtig

Möchten Sie den Bon an der Kasse? Bitte nicht, denn wussten Sie, dass die unscheinbaren Zettelchen nicht nur ein Gesundheits- sondern auch ein Entsorgungsproblem sind? Das Thermopapier enthält meist Bisphenol A, eine Chemikalie, die gefährlich in den menschlichen Hormonhaushalt eingreift und über die Entsorgung per Altpapier ins Klärwasser gelangt, und dort Gewässer und Böden belastet. Deshalb rät Dr. Andreas Gies vom Umweltbundesamt in Dessau: Kassenzettel, aber auch Automatenbelege, Lotteriezettel, Kontoauszüge und Faxpapiere aus Thermopapier gehören nicht ins Altpapier, sondern in den Restmüll." Und dort landen die Zettel hoffentlich in der Müllverbrennung.

3. Werden Sie Teilzeit-Vegetarier

  • Laut der Naturschutzorganisation WWF  (World Wide Fund For Nature) hat sich die weltweite Fleischproduktion seit 1961 mehr als vervierfacht (von 70 Mio auf 300 Mio Tonnen).
  • Ein Hamburger mit Pommes und Salat braucht für den Anbau seiner Rohstoffe etwa 3,61 Quadratmeter an Fläche, Spaghetti mit Tomatensauce gerade mal 0,46 Quadratmeter.
  • Ein Erwachsener in Deutschland isst im Durchschnitt 166 Gramm Fleisch pro Tag - die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt etwa die Hälfte dieser Menge, nämlich 86 g pro Tag. Genug Argumente? Dann probieren Sie, bewusst fleischfreie Tage einzubauen. Es ist gesünder für Sie – und den Rest der Welt.

4. Waschen Sie wasser- (und wäsche-) schonend
Ganz einfach, indem Sie genau darauf achten, das Waschmittel passend zur Wäschemenge und Wasserhärte zu dosieren. Daniel Bethäuser Produktmanager beim Waschmaschinenhersteller Bosch sagt: "Wer zu viel Waschmittel verwendet, erzielt kein besseres Waschergebnis, sondern belastet Haushaltsbudget und Umwelt. Denn bei modernen Waschmaschinen, die den Überschuss an Waschmittel erkennen und durch zusätzliche Spülgänge ausgleichen, dauert das Waschen mit zu viel Waschmittel länger und verbraucht mehr Wasser und Energie". Und insgesamt gelangt einfach nur mehr Waschmittel als nötig in die Umwelt.

5. Essen Sie ökologisch korrekten Fisch
Welchen Flossenfreund kann man nun mit gutem Gewissen genießen? Laut WWF Hering aus dem Nordöstlichen Atlantik, Kabeljau und Dorsch aus der Ostsee und Karpfen. Dann noch Lachs aus dem Ostpazifik, Nordatlantische Makrele, Tilapia aus Honduras, Indonesien, Europa und den USA... Das ist Ihnen zu kompliziert? Dann achten Sie an der Fischtheke auf das Label des MSC (Marine Stewardship Council) der Mindeststandards einhält. Greifen Sie bei Zuchtfischen zu Bio-Labels wie Bioland oder Naturland. Oder schauen Sie beim WWF unter fischratgeber2010.de oder, noch strenger, bei Greenpeace unter
greenpeace.de.

6. Wenn Öko-Strom, dann bitte richtigen
Zertifizierter Öko-Strom ist gut. Aber es geht noch viel besser – denn leider ist nicht jeder grüne Strom eine echte Investition in die Zukunft unserer Erde. Der Grund: Für das Öko-Label genügt es auch, wenn die Energie aus einem Jahrzehnte alten Laufwasserkraftwerk stammt. Wertvoller Ökostrom sollte jedoch dazu beitragen, dass der Anteil an Strom aus erneuerbaren Energien am gesamten Strom-Mix wächst. Mehr Informationen über bio-aktivere ökologische Anbieter: www.naturvolt.de

7. Kaufen Sie bei grünen Adressen 

Sie würden ja gerne, aber wissen nicht, wo in Ihrer Stadt es ökologisch korrekte Supermärkte, Restaurants, Boutiquen, sogar Fahrradhändler und dergleichen gibt? Dann suchen Sie auf www.city.utopia.de, einer Datenbank für nachhaltige Shopping-Adressen – gefördert von der deutschen Bundesstiftung Umwelt.
Und noch eine Bitte: Geben Sie dort Ihre eigenen grünen Tipps und Adressen ein, damit die Datenbank kräftig wächst.

8. Werfen Sie Stromfresser raus!
Dass Geräte im Standby-Modus Strom fressen, weiß jeder. Was tun? Ausstellen, raus aus dem Haus oder einen Kippschalter dazwischen legen. Doch wissen Sie auch, dass Sie weitere Energiejunkies in Ihrem Haushalt mit einem Strommessgerät identifizieren können? Das kann man entweder bei der Verbraucherzentrale leihen oder sich eines kaufen, ab 20 Euro. Der Strommesser sollte auf 0,5 Watt genau messen. Dann wissen Sie schnell, was Ihr Kühlschrank pro Tag oder die Waschmaschine pro Waschgang aus dem Netz saugt und können vergleichen.

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Erkennen Sie Stromfresser und ersetzen Sie diese gegebenenfalls

Werfen Sie Stromfresser raus und ersetzen Sie alte Elektrogeräte

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9. Kochen Sie energieeffizient
Auf jeden Topf seinen Deckel. Und der sollte perfekt passen, denn was in der Liebe stimmt, ist auch für den Stromverbrauch wichtig. Sonst verbraucht man die doppelte bis dreifache Menge an Energie.

  • Kochen Sie Gemüse und Kartoffeln nicht im Wasserbad, sondern bedecken Sie nur den Topfboden mit Wasser, dann gart das Gemüse im Dampf. Das spart Strom und ist gesünder, weil mehr Vitamine bleiben.
  • Elektroherde heizen lange nach. Nutzen Sie als Chef Ihres Herdes die Wärme, die Ihre Kochplatte auch nach dem Abschalten liefert. Weitere Tipps: www.Stromeffizienz.de

10. Wer darf mit zu Ihnen nach Hause? Nur ein schlaues ökologisches Gerät
Und woher weiß man bei Neuanschaffungen nun, welches das ist? Schauen Sie auf www.www.ecotopten.de nach. Die Website des Öko-Institutes aus Freiburg führt Produktlisten zu allen möglichen Sparten mit Geräte-, Hersteller und Verbrauchertipps, von Waschmaschinen über Autos, Bio-Supermärkte, Geldanlagen, Flachbildschirme und mehr.    

11. Das kommt nicht mehr in die Tüte
65 Plastiktüten verbraucht jeder Deutsche im Jahr – die meisten nur ein einziges Mal. Ja, sie sind praktisch, aber noch schlauer sind Mehrwegtaschen, wenn man Ressourcen schonen möchte. Benutzen Sie daher jede Tüte also so oft wie möglich, indem Sie immer eine in der Handtasche oder im Auto bunkern. Noch besser: Machen Sie es sich zur Gewohnheit, eine faltbare Tasche an Bord zu haben (z. B. www.envirosax.de). Dann sind Sie für spontane Einkäufe gewappnet.

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