Schöne Haut Selbstbräuner richtig anwenden

Der Farbton des Selbstbräuners sollte zum Teint passen
Wählen Sie anfangs lieber einen Selbstbräuner für helle Hauttypen aus. Reicht Ihnen der Effekt nicht, tragen Sie die Creme einfach nochmal auf, das intensiviert die Farbe © Shutterstock

Edler, leicht gebräunter Teint im Winter – Selbstbräuner machen es möglich. Wie Sie den für Sie optimalen Bräuner finden, richtig anwenden und Pannen notfalls entschärfen

Gel, Lotion, Spray, Mousse oder doch Bräunungstücher?
Zur künstlichen Sommerbräune führen viele Wege. Ob Sie einen Selbstbräuner in Form von Gel, Lotion, Spray oder Tuch benutzen, hängt von Ihrer individuellen Vorliebe ab. Wer es lieber cremiger mag, greift zur Lotion, für eher Eincreme-Faule sind Sprays optimal. Bei der Produktauswahl selbst können Sie jedenfalls nicht falsch liegen, denn alle Selbstbräunungsprodukte sind für jeden Hauttyp geeignet.

Unterschiedliche Produkte für Körper und Gesicht
Eines sollten Sie trotzdem beachten: Cremes gehören ins Gesicht und Lotions auf den Körper. Denn die Gesichtshaut ist im Gegensatz zum Rest des Körpers deutlich dünner und empfindlicher. Deswegen gibt es auch extra Bräunungsprodukte, die speziell auf die Bedürfnisse der Gesichtspartie abgestimmt sind.

Tipp: Verwenden Sie für das Gesicht Bräunungstücher oder Produkte mit einem Dispenser. Solche Darreichungsformen lassen sich besser dosieren und sind deshalb viel handlicher in ihrer Anwendung als reichhaltige Lotionen oder Sprays.

Wichtig: Gesichts- und Körperprodukt sollten über die gleiche Konzentration des Bräunungswirkstoffes DHA verfügen (können Sie auf der Rückseite des Produkts bei den Inhaltsstoffen nachlesen). Stimmen die Konzentrationen überein, können Sie sicher sein, ein gleichmäßiges Bräunungsergebnis zu erhalten. Schließlich soll unser Körper nicht nur nach mäßiger Nordsee-Bräune aussehen, während unser Gesicht in einem Südsee-Teint strahlt.

Letztendlich kommt es aber auf eine gleichmäßige Verteilung der Textur auf der Haut an. Das bedeutet, nicht "mal eben schnell" die Haut wild mit Bräuner einzucremen. Nehmen Sie sich Zeit!

Tipp: Für ein gleichmäßiges Ergebnis tragen Sie die Bräunungstextur in kreisenden Bewegungen auf, anstatt einfach nur hoch und runter zu cremen.

Die richtige Bräunungsintensität für meinen Teint
Wir haben alle ein bisschen Angst, dass der künstliche Teint aus der Tube nicht zu unserem natürlichen Hautton passt, sondern viel zu dunkel und unnatürlich aussieht.

Bei Bräunungsprodukten gibt es jedoch keine große Auswahl für die verschiedenen Hauttypen, wie es beim Make-up der Fall ist. Meist können wir uns nur zwischen „für helle Haut“ und „für dunkle Haut“ entscheiden.

Produkte für helle Hauttypen enthalten eine niedrigere Konzentration des Bräunungswirkstoffes DHA (zirka zwei Prozent), im Gegensatz zu den Produkten für dunkle Teints, bei denen der DHA-Gehalt bis zu fünf Prozent hoch sein kann. Im Zweifelsfall immer zur helleren Variante greifen – zumindest wer auf Nummer sicher gehen will und später nicht in Winnetous Spiegelbild blicken möchte.

Wenn das gewünschte Ergebnis mit der hellen Variante noch nicht erreicht worden ist, können Sie die Bräunungscreme ganz einfach erneut auftragen. Mehrmaliges Auftragen intensiviert die Farbe.

Pannen vermeiden
Eine schöne und streifenfreie Bräune fängt schon mit der Vorbereitung an. Am besten bereiten Sie Ihre Haut einen Tag zuvor mit einem gründlichen Peeling auf den Bräunungsprozess vor. Abgestorbene Hautschüppchen und kleine Hautfetzen lassen die Bräune nämlich fleckig erscheinen. Außerdem bräunt eine glatte Haut deutlich gleichmäßiger als eine unebene.

Vorsicht bei Ellbogen und Knie
Die schwierigsten Stellen beim Auftragen des Selbstbräuners sind die Ellbogen und die Knie. Hier ist die Hornhaut besonders dick und nimmt dadurch mehr Farbe auf als sie eigentlich soll. Das fleckige, ungleichmäßige Ergebnis möchte keiner haben.

Deswegen: An Knie und Ellbogen besser das Bräunungsprodukt sparsamer auftragen. Und hinterher immer fix und gründlich die Hände waschen, sonst gibt es auch dort unschöne braune Flecken. Vermeiden können Sie diese übrigens auch, indem Sie Einmalhandschuhe tragen.

Auch der Haaransatz und die Augenbrauen sind leider Körperstellen, die schnell eine ungleichmäßige Bräune hervorrufen und deswegen ausgespart werden sollten. Ausrutscher schnell mit einem feuchten Kosmetiktuch entfernen.

Ihre Kleidungsstücke sollten Sie fernab der Bräunungsstätte aufbewahren. Denn solange das Produkt noch nicht vollständig eingezogen ist, können Flecken auf den Textilien entstehen.

Getönte Produkte als Starthilfe für Bräunungs-Anfänger
Anfängerinnen starten am besten mit getönten Selbstbräunern. Bei getönten Produkten lässt sich leichter feststellen, wo die Bräunungscreme schon aufgetragen wurde und wo noch nicht.

Es hilft auch, das Bräunungsprodukt mit einer herkömmlichen Creme zu mischen. So lässt sich die Intensität der Färbung minimieren – optimal für farbintensive Stellen wie Knie und Ellbogen.

Selbstbräuner schonend entfernen
Die Selbstbräunung aus der Tube ist fehlgeschlagen und Sie blicken in einen viel zu dunklen oder fleckigen Teint? Schrubben Sie jetzt bloß nicht wie verrückt an ihrer Haut herum. Zwar lässt sich die Bräunungstextur direkt nach dem Auftragen, so lange die obere Hautschicht noch nicht getönt ist, durch gründliches Waschen entfernen. Hat die Haut jedoch schon einen bräunlichen Teint angenommen, heißt es Geduld bewahren und auf den natürlichen Prozess der Hauterneuerung zu warten.

Keine Sorge, Sie müssen jetzt nicht wochenlang das Haus hüten. Die Haut erneuert sich schon nach drei bis vier Tagen.

Keine gute Idee ist es, erneut ein Peeling zu benutzen, um die schiefgegangene Bräunung zu entfernen. Die Haut würde dadurch zu sehr beansprucht werden. Und neben dem zu braunen Teint ist ein schuppiges, zudem rot gereiztes Hautbild auch kein schöner Anblick. Zitronensaft als bewährtes Hausmittel gegen Flecken ist übrigens genauso hautreizend und zählt ebenfalls nicht zu einer schonenden Entfernungsmaßnahme.

Die einfachste Lösung: Von Anfang an einen niedrig dosierten Selbstbräuner wählen, bis man den Dreh mit dem Umgang von tönenden Produkten raus hat.

Zu braun, zu fleckig, zu orange
Leider lässt sich die wahre Intensität der Bräunung erst feststellen, wenn das Selbstbräunungsprodukt vollständig eingezogen ist. Meistens ist es dann aber schon zu spät, um die Textur noch erfolgreich abzuwaschen. Tipp: Eine zu dunkle oder fleckige Bräune mit einem deckendem Make-up oder einer Camouflage-Creme kaschieren, bis sich die Haut nach ein paar Tagen von selbst erneuert hat.

Selbstbräuner für den Mann
Ihr Partner ist von Ihrer Bräune beeindruckt und möchte seinen Teint jetzt ebenfalls optimieren? Lassen Sie ihn ausnahmsweise an Ihre Tiegel. Zwar ist Männerhaut von Natur aus dicker als die von Frauen und nimmt dadurch stärker den Bräunungseffekt an. Aber Sie können ihm jetzt ja die entscheidenden Tipps geben: Vorher die Haut peelen und eine helle Tönung benutzen.

Die 50 größten Beauty-Sünden
15.02.2017| Maraike Kahlstorf © womenshealth.de
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