So bekommen Sie jedes Haarproblem in den Griff

Nie mehr Fettglanz Haarpflege für fettige Haare

24.01.2016 , Autor:Uta König
© WomensHealth.de

Wer zu fettigen Haaren neigt, fühlt sich oft trotz äußerster Hygiene ungepflegt. Mit diesen Tipps hat das Fett keine Chance

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fettige Haare: Fettige Haare? Dann sollten Sie Ihre Haare nicht zu heiß föhnen
Fettige Haare? Dann sollten Sie Ihre Haare nicht zu heiß föhnen © Shutterstock
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Haarpflege

Sie haben sich morgens die Haare gewaschen und nach ein paar Stunden sehen sie schon wieder fettig und strähnig aus? Dann leiden Sie vermutlich unter einer Überaktivität von Talgdrüsen. Das kann den Alltag ganz schön belasten – man fühlt sich trotz äußerster Hygiene ungepflegt.

Die Gründe für fettiges Haar sind vielfältig. Neben der erblichen Veranlagung spielen vor allem Stress und hormonelle Veränderungen durch Pubertät oder Schwangerschaft eine Rolle. Auch ungesundes Essen, bestimmte Medikamente oder unsachgemäße Pflege können die Talgproduktion überschießen lassen. Wenn man zusätzlich auch noch feines Haar besitzt, wirkt das Haar schon wenige Stunden nach dem Waschen wieder strähnig. Diese Strategien können helfen:

  • Anti-Fett-Shampoos regulieren überaktive Talgdrüsen
    Versuchen Sie es mit milden Anti-Fett-Shampoos. Sie enthalten besonders viele waschaktive Substanzen (Tenside). Rückfettende Komponenten fallen weitgehend weg. Einige Produkte entfernen überschüssigen Talg und Schmutzpartikel auch sanft mit ätherischen Ölen oder Partikeln, die sich vollsaugen und anschließend ausgespült werden. Oder sie enthalten Kräuterextrakte wie Kamille, Rosmarin, Schachtelhalm oder Schafgarbe. Letztere regulieren die Fettbildung und beruhigen die Kopfhaut. Beim Waschen sollten die Produkte sanft in die Kopfhaut massiert werden, denn diese ist ja die Quelle der Talgproduktion. Nach einigen Wochen sollte sich das Haar normalisiert haben, so dass Sie das Spezial-Shampoo weglassen können. Ist dies nicht der Fall, kann auch der Hautarzt mit einem medizinischen Shampoo, zum Beispiel mit Selen oder Teer, weiterhelfen. Diese Produkte sollten aber niemals eigenmächtig zur Anwendung kommen. Sind Ihre Talgdrüsen tatsächlich überaktiv? Anti-Fett-Shampoos machen nur Sinn, wenn Ihre Talgdrüsen tatsächlich überaktiv sind. Ist das Haar aus anderen Gründen fettig, zum Beispiel weil Sie sich ständig mit den Fingern durchs Haar streichen oder viel schwitzen, ist eine tägliche Wäsche mit mildem Shampoo für normales Haar besser geeignet.
  • Tägliches Haarewaschen ist erlaubt Häufiges Waschen regt die Talgproduktion erst recht an – dieses Gerücht stammt noch aus Zeiten, in denen die Shampoos sehr viel aggressiver waren als heute. Das Gegenteil ist der Fall: Beim sanften Massieren der Kopfhaut werden die Talgdrüsen jedesmal ein bisschen ausgeleert. Die Kopfhaut fettet dann nicht so schnell wieder nach. Es spricht also nichts dagegen, die Haare sogar täglich zu waschen. Verwenden Sie Anti-Fett-Shampoos aber nicht öfter als zweimal die Woche, da sie der Kopfhaut viel Fett entziehen, Rötungen und Juckreiz könnten folgen. Für die tägliche Pflege zwischendurch ist ein mildes Shampoo ideal. Wenn es schnell gehen soll, kann man fettiges Haar auch mit Trockenshampoo retten. Tipp: Wenn Sie etwas länger frei haben und nicht unbedingt aus dem Haus müssen, waschen Sie Ihr Haar auch mal ein paar Tage gar nicht. Damit das Gefühl von Ungepflegtheit verschwindet, können Sie Ihr Haar in dieser Zeit immer wieder mit kaltem, klarem Wasser durchspülen.
  • Und nach dem Waschen? Wer unter fettigem Haar leidet, sollte alle Pflegeprodukte mit rückfettenden Substanzen, Ölen, Silikonen und Proteinen vermeiden – sie beschweren das Haar und lassen es noch fettiger erscheinen. Falls möglich, zum Beispiel bei kurzem Haar, lassen Sie die Spülung ganz weg. Wenn Ihr Haar allerdings länger und schwer kämmbar ist, sollten Sie nicht auf eine Spülung verzichten. Aber bitte nur in die Längen und Spitzen der Haare einmassieren und die Kopfhaut dabei auslassen. Einmal pro Woche hilft zudem eine Heilerde-Packung, die vor der Wäsche auf die Kopfhaut gegeben wird.
  • Von unten nach oben föhnen Beim Föhnen gilt: Weniger ist mehr. Lieber lufttrocknen lassen oder nur kurz mit geringer Wärme föhnen, denn höhere Temperaturen regen die Talgproduktion an. Am besten mit dem Föhn von unten nach oben durch die Haare blasen, damit die Haare nicht mit der Kopfhaut in Berührung kommen. Auf keinen Fall von oben nach unten föhnen und die Haare dabei vom Ansatz zur Spitze bürsten. Sonst verteilt sich das Fett auf dem Haarschaft, und die Haare sehen sofort wieder strähnig aus.
  • Stylingprodukte für fettiges Haar Damit sich das Fett von der Kopfhaut nicht so schnell in den Haaren verteilen kann, ist es gut, wenn das Haar nicht platt am Kopf anliegt. Volumenschaum hält das Haar auf Abstand. Zum Stylen können Sie zusätzlich noch Haarspray, Festiger und Haarlack nehmen. Stylingprodukte, die das Haar schwer machen, wie etwa Gel und Wachs, sollten Sie besser meiden, es sei denn, Sie streben einen Wet-Look an.
  • Was der Friseur tun kann Bei fettigem Haar haben Kurzhaarfrisuren entscheidende Vorteile: Haare waschen und föhnen geht schneller. Leicht toupierte Ansätze verhindern den direkten Kontakt der Haare mit der Kopfhaut und damit schnelles Nachfetten. Auch Dauerwellfrisuren oder helle Strähnchen sind geeignet, da sie das Haar trockener und poröser machen. Der große Pluspunkt gegenüber anderen Haartypen: Wo sonst bei Dauerwelle oder Blondierung viel Extrapflege nötig ist, erledigt das hier die Natur selbst: Strapazierte Haare werden durch das Fett der Kopfhaut geschmeidig. Praktisch, wenn auch nicht jedermanns Sache ist das Umsteigen auf eine Wet-Gel-Frisur, auch „Nassfrisur“ genannt. Durch Wet-Gel wirkt das Haar insgesamt „nass“ – dann fällt strähniges, fettiges Haar gar nicht auf. Eng am Kopf anliegende Frisuren wie Rasta-Zöpfe, Braids oder andere Flechtfrisuren kommen bei fettigem Haar weniger in Frage.

fettige Haare: Haarpflege für fettige Haare

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