Waschen, Bürsten, Kämmen: Pflegetipps für schöne Haare

24.01.2011 , Autor:Uta König
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"Du hast die Haare schön!“ Dies Kompliment tut so gut! Doch die meisten Frauen finden ihre Haare zu dünn, zu strähnig, zu störrisch. Mit diesen Tipps ist Schluß mit dem Jammern

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Haarpflege: 100 Bürstenstriche pro Tag? Besser nicht!
100 Bürstenstriche pro Tag? Besser nicht! © Shutterstock
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Haarpflege

Eigentlich benötigt schönes Haar nicht wirklich viel: einen regelmäßigen Schnitt, eine milde Wäsche und den richtigen Umgang mit Haarkur und Spülung. Wer dann noch einen gute Bürste und den richtigen Kamm verwendet, kann bei der Pflge nicht viel falsch machen.

  • Wie häufig soll man waschen?
    Gehen Sie zart und einfühlsam mit Ihrem Haar um. Traktieren Sie es nicht und berauben Sie es nicht seines natürlichen Schutzfilmes. Im Normalfall reicht es aus, das Haar zwei- bis dreimal pro Woche zu waschen. Sonst können Kopfhaut und Haare spröde werden. Fettiges Haar kann auch täglich bis jeden zweiten Tag gewaschen werden. Vorausgesetzt, Sie verwenden ein mildes Shampoo.
  • Vor der Wäsche gut ausbürsten
    Vor der Haarwäsche sollten Sie Ihr Haar gründlich ausbürsten, besonders wenn Sie Stylingprodukte wie Gel, Lack oder Spray verwendet haben. Ein Großteil der Rückstände lässt sich mit der Bürste regelrecht wegfegen. Das Bürsten verhindert auch ein zu starkes Verheddern Ihres Schopfes beim Waschen – das macht das anschließende Auskämmen leichter.
  • Das richtige Shampoo für Ihr Haar
    Unbedingt ein auf das Haar abgestimmtes Shampoo benutzen – es gibt Spezialprodukte für feines, fettiges, trockenes, schuppiges und sogar für dauergewelltes und coloriertes Haar. Normales, gesundes Haar braucht nur ein mildes Shampoo mit einem neutralen pH-Wert (5,5).
  • Weniger ist mehr
    Gehen Sie sparsam mit Shampoo um. Ein walnussgroßer Klecks reicht vollkommen – dann können die waschaktiven Stoffe die Kopfhaut nicht austrocknen und den Haaren Feuchtigkeit entziehen. Mit etwas lauwarmem Wasser in den Händen verteilen, erst dann aufs Haar geben und sanft in kreisenden Bewegungen mit den Fingerspitzen in die Kopfhaut massieren. Lassen Sie die Spitzen außen vor, sie erhalten während des Waschens von selbst genügend Shampoo. Einmal Shampoonieren reicht bei regelmäßiger Haarwäsche völlig aus, es sei denn, Sie haben Ihr Haar mit viel Haarwachs gestylt.
  • Gut ausspülen
    Achten Sie darauf, das Shampoo sehr gründlich mit lauwarmem Wasser auszuspülen. Das ist wichtig, weil sonst Pflegerückstände Ihr Haar beschweren, es schneller fettig erscheinen lassen und Halt und Volumen keine Chance haben. Faustregel: Fünfmal länger spülen als waschen. Am besten, Sie spülen im letzen Spülgang kalt, bis die Haare quietschen.
  • Behutsam trockentupfen
    Im nassen Zustand ist das Haar sehr empfindlich. Die Schuppenschicht ist durch das Waschen noch aufgequollen und kann leicht verletzt werden. Rubbeln Sie Ihr Haar deshalb nach dem Waschen nicht energisch durch, sondern drücken Sie es ganz vorsichtig mit einem angewärmten Handtuch aus.
  • Nasses Haar auskämmen, nicht bürsten
    Benutzen Sie zum Auskämmen und Entwirren einen grobzackigen Kamm. Beginnen Sie vorsichtig an den Haarspitzen und arbeiten Sie sich allmählich von unten nach oben durch. Unsanftes Bürsten, Ziehen und Zerren überdehnt und schädigt das Haar, es kann reißen und brechen.
  • Heiße Föhnluft vermeiden
    Zu heißes und zu langes Föhnen trocknet die Haare aus. Optimal: Haare lufttrocknen. Oder unterm Handtuch 10 bis 15 Minuten vortrocknen und danach möglichst kurz mit mäßig warmer Föhnluft aus mindestens 15 cm Entfernung bearbeiten. Den Föhn immer vom Ansatz Richtung Haarspitzen führen, damit die Schuppenschicht glatt bleibt. Tipp: Schaumfestiger schützt das Haar beim Föhnen vor zu viel Wärme und erhält die Feuchtigkeit im Haar.
  • Haarpeeling löst Pflege- und Stylingrückstände
    Pflege- und Stylingprodukte hinterlassen oftmals Rückstände auf dem Haar, so dass es schließlich stumpf und matt aussieht. Dann ist Zeit für ein Haarpeeling. Führen Sie Haarpeelings aber nicht zu oft durch – öfter als alle zwei bis vier Wochen sollte es nicht sein. Bei Tön- und Farbunfällen kann ein Haarpeeling Erste Hilfe leisten. Sie können damit verfärbtes Haar ein wenig entfärben. Nach dem Haarpeeling sollten Sie Ihrem Haar in jedem Fall eine Kur gönnen – es ist nun wieder empfänglich für pflegende Wirkstoffe.
  • Spülungen und Conditioner
    Spülungen und Conditioner dringen nicht tief in die Haarstruktur ein, sie machen das Haar weich und gut kämmbar – das ist vor allem bei trockenem und sprödem Haar sinnvoll. Sie haben allerdings nur eine begrenzte Pflegewirkung – eine Minute Einwirkzeit reicht aus diesem Grund völlig aus. Die Wirkstoffe legen sich wie ein feiner Schutzfilm ums Haar, verhindern ein Verfilzen, eine statische Aufladung und versiegeln die Feuchtigkeit im Haarinneren.
  • Haarkuren
    Intensiver wirken Haarkuren. Es gibt sie als Rinse-Offs, also zum Ausspülen, und als Leave-Ins – letztere wirken bis zur nächsten Wäsche ein. Manche Kuren pflegen gleichzeitig die Kopfhaut. Das ist zum Beispiel bei fettigem Haar oder Schuppen ideal.Je nach Haarstruktur sollten Sie etwa alle zwei Wochen eine Haarkur machen. Vollkommen unbehandeltes Haar benötigt diese intensive Pflege nicht so oft. Wenn Ihr Haar sich nach der Wäsche nur schwer entwirren lässt, ist dies ein deutliches Zeichen dafür, dass es mal wieder Zeit für eine Haarkur ist.
  • Extrapflege im Sommer und Winter
    Sonne, Salz- und Chlorwasser
    trocknen Ihre Mähne aus. Das Haar wird strohig, stumpf und schlecht frisierbar. Badekappen und gutes Ausspülen mit Süßwasser schützen das Haar vor Salz- und Chlorattacken, Hüte vor zu viel Sonne. Lassen Sie Ihr Haar nicht direkt in der Sonne trocknen. Und vermeiden Sie Haarspangen aus Metall. Diese könnten sich in der Sonne erhitzen und das Haar schädigen. Verwenden Sie feuchtigkeitsregulierende Shampoos, Spülungen und Sprays – es gibt sie mit integriertem UV-Schutz. Vielleicht verwöhnen Sie Ihr Haar nach einem intensiven Sonnentag ja auch mit einer After-Sun-Pflege. Der Winter belastet das Haar ebenfalls. Zusätzlich zu Wind, Kälte und Kopfbedeckung macht ihm die trockene Heizungsluft zu schaffen. Gönnen Sie ihm deshalb öfter eine Pflegekur.
  • 100 Bürstenstriche am Tag?
    Hundert Bürstenstriche am Tag machen das Haar schön glänzend – das galt vielleicht noch zu Zeiten unserer Urgroßmütter. Damals wusch man sich die Haare eher selten und verteilte mit den Bürstenstrichen den Talg von der Kopfhaut bis in die Haarspitzen. Das wirkte wie eine Haarkur: Die Schuppenschicht der Haare schloss sich, das Haar glänzte. Heute dagegen setzen Färben, Dauerwelle und Stylingprodukte den Haaren zu. Da hilft das altbewährte Rezept nicht mehr. Im Gegenteil: Zuviel Bürsten oder Kämmen kann gestresste Haare zusätzlich strapazieren.
  • Worauf Sie bei Bürste und Kamm achten sollten
    Unterziehen Sie Ihre Bürsten einer Kratzprobe auf Ihrem Handrücken: Kratzt es, hat diese Bürste an Ihrem Haar nichts verloren! Bürsten mit scharfkantigen Metall- oder Plastikborsten und Kämme mit unpolierten Zinken richten Schaden an: Sie rauen die feine Schuppenschicht des Haares auf und schädigen die Struktur.
  • Achten Sie beim Kauf einer neuen Bürste darauf, dass die Borsten weich und abgerundet sind oder runde Noppen haben. Engstehende Borsten sind gut für dünnes und kurzes Haar, weit auseinanderstehende Borsten sind für dickes und langes Haar optimal. Zum Formen sind Rundbürsten ideal. Zum Föhnen sind Plastikbürsten (Skelettbürsten) mit weit auseinanderstehenden Borsten besser. Damit lässt sich prima Volumen aufbauen.
  • Der ideale Kamm hat an den Spitzen abgerundete Zinken – Pressnähte haben da nichts zu suchen. Je weiter die Zinken auseinanderstehen, um so schonender fürs Haar. Zu feine Kämme bleiben leicht im Haar hängen.
  • Wichtig: Bürsten und Kämme regelmäßig mit Shampoo reinigen, damit sie kein Tummelplatz für Keime werden. Bei fettigem Haar und Schuppen am besten bei jeder Haarwäsche.
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