Die besten Pflegetipps für Locken Rawpixel.com / Shutterstock.com

Locken Die besten Tipps für schöne, definierte Locken

Das klingt verlockend: Mit diesen Tipps machst du aus krausem Haar definierte, glänzende Locken voll Sprungkraft. Plus: Die besten Schnitte für lockiges Haar

Diese Fülle, diese natürliche Wellung! Keine Frage, Locken sind traumhaft schön – werden bei falscher Pflege aber leider auch schnell zum Albtraum: trocken, störrisch und manchmal einfach völlig außer Rand und Band.

Wie du Locken richtig pflegst und stylst, damit sie sich hübsch kringeln, und welcher Haarschnitt Naturlocken besonders gut zur Geltung bringt, verraten wir hier.

Warum haben manche Menschen Locken und andere glatte Haare?

Ob Haare lockig oder glatt sind, liegt in den Genen. Deine DNA bestimmt nämlich den Querschnitt deiner Haare: Je runder dieser ausfällt, desto glatter ist das Haar. Je ovaler der Querschnitt des Haars, desto lockiger wächst es.

Entscheidend ist außerdem der Winkel, in dem die Haare aus der Kopfhaut wachsen. Ist er senkrecht, kommt das Haar glatt heraus, ist er geneigt oder gebogen, wächst das Haar wellig beziehungsweise lockig.

Warum sind Naturlocken trockener als glatte Haare?

Es ist ungerecht, aber nicht zu ändern: Locken sind von Natur aus trockener als glatte Haare. Das hat zwei Gründe:

  1. Durch die natürliche Krümmung der Haare liegt die äußere Schuppenschicht nicht glatt an, dadurch geht Feuchtigkeit aus dem Inneren leichter verloren – gleichzeitig reagieren die Haare noch empfindlicher auf schädliche Außeneinflüsse wie Hitze und Haarfarbe.
  2. Locken stehen von der Kopfhaut ab und liegen nicht flach an. Dadurch werden sie weniger gut mit Talg versorgt, der Haare geschmeidiger macht.

Brauche ich ein spezielles Lockenshampoo?

Gelockte Haare brauchen tatsächlich intensivere Pflege als glatte. Prinzipiell kannst du zum Waschen auch einfach ein Shampoo und eine Spülung für trockene Haare verwenden.

Spezielle Locken-Produkte haben allerdings den Vorteil, dass sie nicht nur intensiv pflegen, sondern auch die Sprungkraft der Haare fördern. Das ist vor allem dann wichtig, wenn deine Haare nicht nur lockig, sondern gleichzeitig auch eher fein sind. Dann könnten Produkte für trockenes Haar nämlich beschwerend wirken und deine Haare noch dünner wirken lassen.

Wie pflege ich Naturlocken richtig?

Grundsätzlich gilt: In Sachen Pflege liebt es lockiges Haar besonders reichhaltig. Überpflegen ist trotzdem möglich. Denn ist erst einmal zu viel Pflege im Haar, hängen sich die Kringel aus. Andreas Wild, Haar-Experte von John Frieda, rät deshalb: "Lieber mit weniger anfangen und gegebenenfalls nacharbeiten. Seren sind immer gut. Du kannst aber auch einfach die Spülung mal nicht zu 100 Prozent rauswaschen." So bleibt ein leichter Pflege-Film im Haar.

Benjamin Becher, Haar-Experte bei Garnier, empfiehlt zusätzlich bei kurzem lockigem Haaren einmal, bei langem Haar 2-mal wöchentlich eine Kur zum Ausspülen anzuwenden. Und zwar so: Nach dem ­Waschen kämmen, Haare per Scheitel in 2 Hälften teilen, eine haselnussgroße Menge Kur je Seite in den Handflächen verteilen und die Längen zu den Spitzen hin zur Rolle drehen. Hoch­stecken, ein Handtuch mit heißem Wasser ­tränken, auswringen und übers Haar legen, 20 Minuten ein­wirken lassen.

Diese Pflege-Produkte für Locken können wir dir empfehlen:

Meine Locken saugen Pflege förmlich auf, wie dosiere ich?

Dein Haar ist eher kraus als lockig, es saugt alles wie ein Schwamm auf, und es fühlt sich nach einer Stunde schon wieder an, als wäre nichts drin? Das hat auch Vorteile: "Dann wird der Schopf nie fettig", sagt Becher.

Der Friseur empfiehlt als Allround-Pflege ein Arganöl. Es wirkt regenerierend und baut das Haar auf. Am besten hast du das Öl immer dabei und knetest es zwischendurch in die Locken. Hier haben wir dir zwei hochwertige Öle verlinkt:

Wie föhne ich gelockte Haare?

Wer krause Haare hat, kennt das: Luftgetrocknet sehen die Haare toll aus, nach dem Föhnen puffen sie auf, und Sie sehen aus wie ein geplatztes Sofakissen. Ein haargewordener Albtraum! Die Haare stundenlang an der Luft trocknen zu lassen, ist aber auch nicht immer möglich.

Wenn du also föhnst, dann am besten mit dem Diffuser auf kleiner Gebläse- und Hitzestufe. Der Aufsatz verteilt die Luft gleichmäßig: Das reduziert Frizz und sorgt für besser definierte Locken. So geht’s: "Eine dicke Haarsträhne reinlegen und den Diffusor arbeiten lassen. So wenig wie möglich selbst eingreifen", so Wild. Also nicht kneten oder den Haartrockner kreisen lassen. "Dann ganz langsam zur Kopfhaut führen. Für mehr Volumen: Locken kopfüber mit dem Diffusor bearbeiten."

Wie definiere ich meine Naturkrause?

Wie erwähnt: Mit einem Diffusor und der richtigen Pflege. Mit einem Lockenstab kannst du im trockenen Zustand super nachhelfen, um die Locken besser zu definieren. Ganz wichtig ist es auch, die Haare nach dem Trocknen nicht mehr zu bürsten. Dann kämmst du die gebündelten Kringel nämlich aus, und die Haare wirken struppig und aufgebauscht.

Wie kämme ich Locken richtig?

Am besten nur direkt nach dem Haarewaschen und mit einem grobzinkigen Kamm. "Bis zur nächsten Haarwäsche versuchen, die Haare nicht mehr zu bürsten, um die natürliche Kringelstruktur zu wahren. Denn so sehen Locken am schönsten aus", sagt Andreas Wild.

Welcher Haarschnitt passt zu lockigen Haaren?

Kommt drauf an, was du willst: Je kürzer die Haare, desto besser die Sprungkraft. Stufen sorgen dafür, dass lange Locken weiterhin schön springen und sich nicht aushängen. Aber Vorsicht: Das Deckhaar nie zu kurz schneiden lassen. Sonst droht ein 80er-Jahre-Gedächtnis-Effekt. Wünschst du dir hingegen, dass die Locken sich etwas aushängen und deine Mähne etwas glatter erscheint, solltest du die Haare möglichst lang und auf einer Länge tragen.

Bevor du blind in den nächstbesten Salon läufst, solltest du dich vorher bei anderen Frauen mit Locken erkunden, zu welchem Friseur sie gehen. Denn krause Haare zu schneiden, ist tatsächlich eine Kunst. "Es sollte unbedingt jemand sein, der sich mit Locken gut auskennt", rät Andreas Wild, John Frieda Senior Stylist. "Und es gilt immer: Erst länger lassen und gegebenenfalls im trockenen Zustand nachschneiden, da sich Locken trocken immer noch einmal ein Stück zusammenziehen."

Pony und Locken, funktioniert das?

Klares Ja von Andreas Wild: "Lockiges Haar mit einem Pony ist super trendy" Statt die Strinfransen glatt zu föhnen und durchs Glätteisen zu ziehen, kannst du sie einfach der Luft trocknen lassen und mit etwas Styling-Creme in Form bringen.

Wichtig: Lasse den Pony richtig fransig und nicht zu akkurat schneiden. Der mittlere Part sollte im nassen Zustand bis zur Nasenspitze reichen, damit die Haare im trockenen Zustand locker über die Brauen fallen. Nach außen hin sollte der Lockenpony sanft in die längeren Haare übergehen.

Wie schaffe ich es, dass Locken lange in Form bleiben?

Da gilt: Finger weg! "Versuche, so selten wie es geht, in die Haare zu langen und sie möglichst nicht zu kämmen zwischen den Haarwäschen", rät Wild. "Für noch mehr und langanhaltendere Sprungkraft kannst du mit einem Lockenstab nachhelfen."

Immer offene Haare langweilen mich: Wie kann ich Locken mal anders stylen?

"Bandanas sehen im Sommer super aus. Haarspangen können auch schön aussehen und einen romantischen Touch geben", sagt Experte Andreas Wild. Sein Favorit sind Schals, die du lässig im Stil der 70er um die Locken wickelst.

Lockige Haare brauchen viel Fürsorge! Weil Locken von Natur aus trocken sind, solltest du bei jeder Wäsche eine Spülung verwenden. Im Anschluss kannst du ruhig großzügig ein Haaröl einmassieren – und lasse deine Haare am besten an der Luft trocknen. Dann zeigen sich Naturlocken von ihrer schönsten Seite.

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