DIY Peelings Peelings selber machen (ohne Mikroplastik) – so geht's!

19.09.2016 , Autor:Bettina Koch
© Women's Health September

Immer mehr Kosmetikfirmen verzichten auf Mikroplastik in ihren Produkten. Gut so! Für die Umwelt und für uns. Warum, erzählen wir hier. Außerdem: 4 Anleitungen für DIY Peelings

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Natürliche Peelings : Peelings selber machen (ohne Mikroplastik)
Egal ob Gesicht oder Körper: 1- bis 2-mal pro Woche freut sich die Haut über eine kleine Abreibung © Yuliya Yafimik / Shutterstock.com
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Gesichtspflege

An der Kasse haben wir es schon, das schlechte Gewissen, wenn wir wieder zur Plastiktüte greifen, obwohl zu Hause noch mindestens 20 davon rumliegen. Aber beim Abrubbeln von Gesicht und Körper hat sich bisher wohl kaum einer Gedanken über Plastikmüll gemacht. Nicht gut, denn die Peelingkörnchen bestehen häufig aus kleinen Mikrokunststoffen, die auf der Verpackung in der Zutatenliste als Polyethylen (PE) oder Polypropylen (PP) gekennzeichnet sind. Problem an der Sache: Die Kläranlagen schaffen es meist nicht, diese winzigen Körnchen herauszufiltern. Sie gelangen deshalb wieder in die Gewässer und gefährden dort nicht nur Tiere und Pflanzen, sondern landen über die Nahrungskette wieder beim Menschen. In den USA hat man die Gefahr bereits erkannt und ein entsprechendes Gesetz erlassen: Ab Juli 2017 ist die Verwendung von Mi­kropartikeln unter 5 Millimeter in Kosmetikprodukten verboten.

(Fotos: triocean / Shutterstock.com)

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Peelings selber machen (ohne Mikroplastik)

Bei klassischen Peelings für Gesicht und Körper werden die abgestorbenen oberen Hautschüppchen mit natürlichen Körnchen mechanisch abgerubbelt

© Yuliya Yafimik / Shutterstock.com

Da rollt was auf uns zu

In Deutschland gibt es zwar noch kein solches Gesetz. Der Industrieverband Körperpflege und Waschmittel e.V. (dem fast 95 Prozent aller deutschen Hersteller angehören) empfiehlt seinen Mitgliedern jedoch, bis 2020 feste Kunststoff­partikel durch Alternativen zu ersetzen. Und schon jetzt sind viele Firmen tatsächlich aus dem Mikroplastik-Markt ausgestiegen: Uni­lever, Beiersdorf oder dm zum Beispiel verzichten bereits darauf (eine Liste aller Hersteller gibt's auf der Webseite vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, www.bund.net/mikroplastik). "Für die Umwelt ist es sehr wichtig, sich dieser Aufgabe zu stellen, auch wenn die runden Körnchen einen kleinen Vorteil für die Haut be­deuten", sagt der New Yorker Dermatologe Adam Geyer, der dem Beauty-Hersteller Kiehl's beratend zur Seite steht. Aber keine Panik, Sie müssen nicht gänzlich auf Peelings verzichten. Es gibt nämlich super Alternativen: "Wir können mit Partikeln arbeiten, die biologisch abbaubar sind und dennoch die Haut verfeinern und glätten."

4 DIY Peelings für einen strahlenden Teint


Bei Pickelalarm
Wer zu Pickeln neigt, sollte gemahlenen Reis mit je einer Messerspitze Zimt und Natron, Zitronenschale und etwas Joghurt  mischen. Dieses Peeling wirkt antibakteriell und entzündungshemmend.

Bei Mischhaut
Salz aus dem Totel Meer und etwas Jojobaöl bringen Mischhaut wieder in die richtige Balance.

Bei fettiger Haut

Gegen fettige Haut hilft Hafermehl, gemischt mit gemahlenen Haselnüssen und etwas Joghurt.

Bei trockener Haut
Gegen raue, trockene Haut mischen Sie gemahlene Bio-Traubenkerne mit etwas Öl und grobem Salz zu einer cremigen Paste.

(Foto: images72 / Shutterstock.com)


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Darum sollten Sie Ihre Haut abrubbeln

Egal ob Gesicht oder Körper: 1- bis 2-mal pro Woche freut sich die Haut über eine kleine Abreibung (je trockener sie ist, desto mehr Zeit sollte dazwischenliegen). Der Grauschleier verschwindet, die Haut wird von Verhornungen befreit, gut durchblutet und sieht viel frischer aus. Auch bei Pickel-Alarm können Peelings helfen, weil es die Poren öffnet und sie nicht mehr so schnell verstopfen.

Diese Peelings kommen ohne Plastik aus

Viele Hersteller setzen inzwischen auf natürliche und biologisch abbaubare Körnchen in ihren Peelings. Hier eine Auswahl ...


Zum Abschilfern gibt's verschiedene Methoden: Bei klassischen Peelings für Gesicht und Körper werden die abgestorbenen oberen Hautschüppchen mit natürlichen Körnchen mechanisch abgerubbelt. Enzymatische Peelings sind perfekt für Sensibelchen: einfach auftragen, einwirken lassen und abwaschen. Sie spalten Proteine und lösen so die Schüppchen. Und dann sind da noch die Produkte mit Fruchtsäuren. „Diese Peelings haben mehr Vorteile, als wir eigentlich denken“, sagt Geyer. „Je nach Art der Säure, nach Konzentration und je nachdem wie lange sie auf der Haut bleiben, lassen sich nicht nur Schüppchen entfernen, es wird auch eine Tiefenwirkung erzielt.“ Heißt: Sogar tiefere Falten und Pigmentflecken können ausradiert werden.

>>> Die beste Pflege für jeden Hauttyp

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DIY Peelings

Natürliche Peelings aus Kräutern oder Getreidesorten rubbeln die Haut nicht nur super ab, sondern pflegen sie obendrein auch

© Yuliya Yafimik / Shutterstock.com

Nutzen Sie die Power der Natur

Perfekte Peeling-Schätze gibt's aber nicht nur im Beauty-Regal, sondern auch in der Lebensmittelabteilung zu kaufen: Diverse Kräuter und Getreidesorten eignen sich super, um damit Peelings selber herzustellen. Kiehl's zum Beispiel hat Quinoa für sich entdeckt: "Es wird aus den Hülsen gewonnen, die eigentlich ein Abfallprodukt sind", sagt Geyer. "Mit dem Extrakt lassen sich ähnlich beachtliche Ergebnisse erzielen wie bei Profi-Peelings beim Dermatologen."

Andere Scrubs bedienen sich der heilenden Wirkung der Erde: Wer sich damit abrubbelt, nährt die Haut gleichzeitig mit Mineralien. Auch Salz hat einen doppelten Effekt, weil es gleichzeitig trockene Haut pflegt; besonders viele Mineralien stecken im Salz aus dem Toten Meer. Und gemahlener Kaffee als Peeling verwendet, hat dank des darin enthaltenen Koffeins einen straffenden Effekt. Bei so viel natürlichen Wunderwerken fällt es doch sicher nicht schwer, auf das Plastikzeugs in Peelings zu verzichten, oder?

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