Juckreiz in der Scheide Wenn die Scheide juckt: Die 7 häufigsten Ursachen

22.07.2016 , Autor:Julia Hein
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Wenn die Scheide juckt, ist das richtig unangenehm. Wir verraten Ihnen, woher der Juckreiz kommt und wie Sie ihn ganz schnell wieder loswerden

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Scheide juckt: Juckreiz in der Scheide
Wenn die Scheide juckt, können ernsthafte Krankheiten dahinter stecken. Gehen Sie in jedem Fall auf Ursachenforschung! © Kaponia Aliaksei / Shutterstock.com
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Er juckt, brennt und ist total lästig – Juckreiz in der Scheide! Und als wäre das noch nicht genug, taucht das nervige Jucken in der Scheide meist völlig aus dem Nichts auf. Vielen Dank dafür! Schon Kleinigkeiten wie ein Tampon oder eine Binde können den Juckreiz verursachen. Wenn es daran liegt, ist das Jucken meist total harmlos. Allerdings kann der Juckreiz auch ein Zeichen für ernstzunehmende Krankheiten sein. Dann heißt es: Ab zum Frauenarzt! Wir informieren Sie über die 7 häufigsten Ursachen, wenn die Scheide juckt und erklären, wie Sie den Juckreiz ganz schnell wieder loswerden.

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Ursache Nummer 1 für eine juckende Scheide: Bakterielle Vaginose


Die Bakterielle Vaginose (BV) gilt als der wohl häufigste Grund für vaginalen Juckreiz. Verursacht wird er durch das Ungleichgewicht von gesunden Bakterien und der Veränderung des pH-Werts im Scheidenmilieu. Oft fühlt sich die BV wie ein Scheidenpilz an, dieser äußerst sich allerdings durch einen wässerigen, leicht unangenehmen Geruch, erläutert Lauren Streicher, Autorin von "Sex Rx; Hormones, Health, and Your Best Sex Ever". Behandeln können Sie eine bakterielle Vaginose mithilfe einer speziellen Vaginalcreme, die Sie in der Apotheke erhalten. Sollte jedoch zeitnah keine Besserung auftreten, geht kein Weg am Frauenarzt vorbei. Dieser wird Ihnen dann ein verschreibungspflichtiges Medikament verordnen.

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Ursache Nummer 2 für eine juckende Scheide: Scheidenpilz


Genau wie die bakterielle Vaginose, entsteht ein Scheidenpilz in der Regel durch ein Ungleichgewicht des pH-Werts. Oft tritt er willkürlich oder als Folge einer antibiotischen Behandlung, Stress, Sex oder einer Ernährungsumstellung auf. Neben dem typischen Juckreiz setzt meist zusätzlich ein geronnener, weißer oder dickflüssiger Ausfluss ein. Die gute Nachricht: Normalerweise kommen Sie mit einer OTC-Creme ("over the Counter") aus, für die Sie kein Rezept benötigen. Pluspunkt: Normalerweise lindern geeignete OTC-Cremes Ihre Beschwerden bereits innerhalb von einem Tag.

Hinweis: Es reicht vollkommen aus, die Vagina mit warmen Wasser (ohne Shampoo oder Duschgel!) zu waschen, da sie eine selbstreinigende Funktion besitzt. Zu viel Intimhygiene zerstört ihren Säure-Schutzmantel und verursacht ein Ungleichgewicht des Milieus. Sollten für Sie persönlich der Verzicht von einer zusätzlichen Reinigungshilfe allerdings nicht in Frage kommen, dann greifen sie lieber zu einer parfümfreien und pH-angepassten Waschlotion. Diese erhalten Sie beispielsweise in gängigen Drogeriemärkten oder in der Apotheke.

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Ursache Nummer 3 für eine juckende Scheide: Kontaktallergien


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Wenn die Scheide juckt: Die 7 häufigsten Ursachen

Es reicht vollkommen aus, die Vagina mit warmen Wasser (ohne Shampoo oder Duschgel!) zu waschen, da sie eine selbstreinigende Funktion besitzt

© Kaponia Aliaksei / Shutterstock.com

Bei einer Kontaktallergie (Kontaktdermatitis), ausgelöst durch bestimmte Produkte, handelt es sich um eine Irritation der Haut. Hervorgerufen wird diese durch Parfüme oder Zusätze, welche sich innerhalb des jeweiligen Produkts (Kondome und Gleitgele miteingeschlossen) befinden. Typische Symptome – zusätzlich zum störenden Juckreiz – sind Rötungen, Schwellungen und eine Hautverdickung. Brett Worly, gynäkologische Professorin an der Ohio State University, empfiehlt: "Sollten Sie bereits wissen, dass Sie sehr anfällig für vaginale Irritationen sind, dann verwenden Sie am besten hyperallergische Hygieneprodukte, um sicherzustellen, dass Sie irritierende Chemikalien und Seifen meiden." Bestenfalls machen Sie zusätzlich einen Bogen um den Rasierer und brausen Ihre Vagina nicht ausgiebig ab.

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Ursache Nummer 4 für eine juckende Scheide: Ekzem oder Schuppenflechte


Genetisch bedingte, vaginale Beschwerden, wie zum Beispiel ein Ekzem oder eine Schuppenflechte, verursachen sowohl auffällige Rötungen als auch den klassischen, unangenehmen Juckreiz im Genitalbereich – einhergehend mit einem ungleichmäßigen oder ausschlagartigen Erscheinen. Sollten Sie sich mit einem der beiden Unannehmlichkeiten herumplagen, können bereits einfache Cremes sehr hilfreich sein. Für den Fall, dass sich innerhalb einer Woche keine Linderung eingestellt hat, sollten Sie Rücksprache mit Ihrem Arzt halten.

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Ursache Nummer 5 für eine juckende Scheide: Sexuell übertragbare Infektionen


Leider kann man es nicht oft genug betonen: Ungeschützter Sex kann zu sexuell übertragbaren Infektionen (STI) führen. Einige von ihnen machen sich durch unangenehmes Jucken bemerkbar. Ganz vorne mit dabei: Chlamydien, Herpes, Trichomonaden und Tripper. Der anfängliche Juckreiz kann sich anschließend zu einem Schmerz und Brennen im Vaginalbereich entwickeln. Sollten Sie Juckreiz, kombiniert mit typischen STI Symptomen wie Schmerzen beim Wasserlassen, unangenehm riechender Ausfluss, Bläschen, Geschwüre oder Warzen auf der Haut oder Schmerzen beim Sex, empfinden, dann sollten Sie unbedingt Ihren Frauenarzt aufsuchen, um eine STI-Diagnostik durchzuführen. Sollte diese positiv ausfallen, wird Ihr Arzt Sie je nach diagnostizierter STI entsprechend therapieren.

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Ursache Nummer 6 für eine juckende Scheide: Lichen Sclerosus


Lichen Sclerosus zählt ebenfalls zu den besonders ernstzunehmenden Krankheiten. Jucken und Brennen im Genitalbereich, weißliche Vernarbungen und Flecken sowie Schmerzen beim Geschlechtsverkehr und ein anschließendes Wundsein fallen unter die gängigen, ersten Symptome. Eine genaue Diagnose kann allerdings nur ein Gynäkologe feststellen. Im fortgeschrittenen Stadium haben sich die weiblichen Genitalien sogar soweit zurückgebildet, dass man die typische Struktur nicht mehr erkennen kann. Weiterhin charakteristisch: Ein über Jahre hinweg und in Schüben auftretender Verlauf. Die Standardtherapie ist meist eine cortisonhaltige Salbe, welche noch über den eigentlichen Krankheitsverlauf hinweg angewendet wird.

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Ursache Nummer 7 für eine juckende Scheide: Hormone


Jedes Mal, wenn Ihr Hormonlevel sich verändert oder ins Schwanken gerät, kann ein vaginaler Juckreiz auftreten. Und das passiert gar nicht mal so selten. Während der Periode, Schwangerschaft oder dank hormoneller Verhütung spielen unsere Hormone gerne mal verrückt. Zusätzlich können die kleinen Periode-Helferlein wie Tampon und Co. die Unannehmlichkeiten durch zugesetzte Farbstoffe und Düfte verstärken. Sollten Sie regelmäßig damit zu kämpfen haben, dann könnten Bio-Baumwollprodukte oder eine Menstruationstasse (siehe 6 gute Gründe für die Menstruationstasse) eine gute Alternative sein. Egal woher der vaginale Juckreiz genau kommt, Ihr Frauenarzt wird Ihnen die passende Creme verschreiben, mit der Sie sich den schrecklichen Juckreiz vom Halse schaffen können! Sollte er sich allerdings zu einem ständigen Problem entwickeln, könnte eine Umstellung der hormonellen Verhütung die Lösung Ihres Problems sein – sprechen Sie Ihren Arzt beim nächsten Mal einfach darauf an.

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