Gelüste richtig deuten 5 Ursachen von Heißhunger

27.10.2014 , Autor:Stephanie Arndt
© Women's Health

Heißhunger und Gelüste verraten nicht nur einiges über Ihren Charakter, sondern sind nicht selten die Ursache von Krankheiten. Diese Ursachen stecken hinter dem Heißhunger auf Süßes, Salziges & Co.

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Heißhunger Ursachen: Sie haben ständig süße Gelüste? Wir verraten Ihnen, was dahinter steckt
Leiden Sie unter Liebeskummer, oder plagen Sie gerade andere Sorgen? Dann ist der Heißhunger auf Schokolade völlig normal © Edith Rum/ Shutterstock
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Ernährungstipps, Gesunde Ernährung

Dr. Alan R. Hirsch, Gründer der Smell & Taste Treatment and Research
Foun­da­tion in Chicago
, untersuchte über 18 000 Menschen und fand heraus: Unsere Gelüste werden von der Persönlichkeit be­einflusst. Und: Der Heißhunger kann überraschende Ursachen haben.

Fall 1: Sie mögen es gern salzig?

Salzliebhaber sind nicht selten extrovertiert, enthusiastisch und haben einen leichten Hang zur Dramatik, so das Ergebnis der Studien von Experte Hirsch. Bei Ihnen gehört das Horoskop morgens zur Pflichtlektüre, denn Sie sind sehr schicksalsgläubig. Und ein Leben ohne Action ist für Sie einfach absolut unvorstellbar! „Routine langweilt Salzliebhaber schnell, deswegen ist ein Schreibtischjob definitiv nicht das Richtige für diese Menschen“, so der Forscher.  
Ursachen für den Heißhunger auf Salziges: Im Kino können Sie mit der süßen Popcornvariante nichts anfangen, und im Restaurant muss es die Dorade im Salzmantel sein? Dann leiden Sie vielleicht unter einem Calciummangel. „Mehrere Studienhaben gezeigt, dass Frauen verstärkt salzig essen, wenn sie sich sonst calciumarm ernähren“, sagt Dr. Michael Tordoff vom Monell Chemical Senses Center in Philadelphia. Grund: Salz erhöht den Calciumspiegel im Blut, sodass der Körper denkt, das Problem sei gelöst. Ist es auch, allerdings nur für kurze Zeit. Denn bald verschwindet die Wirkung, und der Jieper auf Salziges kehrt zurück. Der Mineral­stoffmangel kann langfristig nur behoben werden, wenn auf ein­seitige Diäten verzichtet wird und genügend Milchprodukte verzehrt werden. Aber auch der Kopf spielt eine Rolle, denn der salzige Heißhunger kann sogar antrainiert sein. „Wenn beim Fernsehen häufig Chips geknabbert werden, kon­ditioniert man sich – ähnlich wie der pawlowsche Hund – und hat irgendwann abends vor der Glotze automatisch Lust auf Knabbereien“, warnt Ernährungsexpertin Dagmar von Cramm.

Fall 2: Sie lieben Schokolade?

Erst einmal kommt es auf die Geschmacksrichtung an: Wer dunkle Schokolade mit einem hohen Kakaoanteil liebt, ist gesellig, sozial und ein leidenschaftlicher Netzwerker. Wer dagegen Milchschokolade bevorzugt, ist eher introvertiert und benötigt viel Zeit für sich. Ein gutes Buch und das gemütliche Sofa – mehr brauchen diese Menschen nicht, um glücklich zu sein.
Ursachen für den Heißhunger auf  Schokolade: Leiden Sie unter Liebeskummer, oder plagen Sie gerade andere Sorgen? Dann ist es völlig normal, dass der Körper nach Schokolade schreit. Sich glücklich zu essen funktioniert nämlich tatsächlich: Denn der Genuss von Schokolade stimuliert die Produktion des Glückshormons Serotonin. Warum vor allem Frauen bei Frust zum zarten Schmelz greifen, erklärt Psychologieprofessor Alfred Gebert von der Universität Münster folgendermaßen: „Der Mechanismus wird oft in der Kindheit angelegt. Wenn sich Jungs beim Spielen wehtun, be­kommen sie einen aufmun­ternden Schulterklaps und den Spruch "Indianerherz kennt keinen Schmerz". Mädchen dagegen werden häufig mit Leckereien getröstet. Die Erfahrung, dass Süßes bei Schmerzen helfen kann, etabliert sich dann langfristig.“

Fall 3: Sie brauchen es scharf?

Klar, Sie lieben das Risiko und brauchen den Adrenalinkick – und zwar nicht nur auf dem Teller. Mit großer Wahrscheinlichkeit üben Sie deshalb einen Beruf aus, in dem Sie ständig gefordert sind oder immer wieder etwas wagen müssen. Gleichzeitig sind Sie sehr idealistisch, laufen dabei aller­dings auch schnell Gefahr, in die Selbstaufgabe abzurutschen.
Ursachen für den Heißhunger auf Scharfes: Sie sind eventuell süchtig nach dem sogenannten „Pepper-High-Effekt“. Der Körper schüttet nach dem Verzehr scharfer Gewürze zur Schmerzlinderung En­dorphine aus, und diese Hormone haben eine schmerzlindernde Wirkung, die immer wieder erlebt werden will. Mit der Schärfe ist es wie mit Drogen: Irgendwann muss die Dosis erhöht werden, damit es noch wirkt. Deswegen würzen Scharfesser mit der Zeit immer kräftiger nach. Dass Pfeffer, Chili und Co. die Geschmacksnerven betäuben oder sogar verletzen, ist nur ein Gerücht. Sie tun uns sogar gut. Forscher der Medizinischen Uni Graz fanden heraus, dass der in Pfeffer steckende Scharfmacher Capsaicin die Durchblutung fördert und uns Süßes, Saures, Bitteres, Salziges und Herzhaftes noch intensiver schmecken lässt.

Fall 4: Sie sind eine ganz Süße?

Zucker-Junkies schlagen gern über die Stränge, leben lustvoll und sind nur selten von Selbstzweifeln geplagt. Allerdings neigen sie auch leicht zur Aufschneiderei.  
Ursachen für den Heißhunger auf Süßes: Keine andere kulinarische Sucht kann so viele Ursachen haben. Falls Sie aus Vernunftsgründen oft zu zuckerfreien Bonbons greifen, kann genau das zu einem Jieper auf echte Süßigkeiten führen. So reagiert nämlich unser Körper auf den Täuschungsversuch mit Zuckeraustauschstoffen wie Aspartam oder Saccharin. Auch Hormonschwankungen (besonders in der zweiten Zyklushälfte) können die Lust auf Gummibärchen und Lakritz erhöhen. In der Alternativmedizin wird Heißhunger auf Süßes mit einem Natriummangel in Verbindung gebracht. Zum Beispiel wenn der Körper durch zu viele Fertigprodukte, Zucker und Weißmehl übersäuert ist.  

Fall 5: Sie wollen es süß-salzig?

Sie sind eine überdurchschnittlich intelligente und kreative Einzelgängerin. Ihre Umwelt beschreibt Sie als distanziert und verschlossen, doch tatsächlich brauchen Sie einfach nur lange, um mit anderen warm zu werden. Wer diese Zeit aber überbrückt, hat in Ihnen eine loyale Freundin fürs Leben.
Ursachen für den Heißhunger auf  Süß-Salziges: Bei Schokolade mit Meersalz tanzen Ihre Geschmacksknospen vor Freude Tango? Das ist oft bei den Menschen so, die ernährungstechnisch sehr experimentell und weltoffen erzogen wurden oder sogar in anderen Kulturen gelebt haben. Aber auch Medikamente (zum Beispiel für die Schilddrüse) können schuld an den merk­würdigen Gelüsten sein. Wenn es Sie selbst stört, fragen Sie Ihren Hausarzt nach einer Alternative. Wenn nicht, naschen Sie einfach fröhlich weiter.

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