5 Tipps für mehr Charisma

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Frau im Blumenmeer © Alana Sousa / pexels.com

Charisma 5 Tipps für eine charismatischere Ausstrahlung

Wünschst auch du dir eine tolle Ausstrahlung? Mit diesen Tipps lernst du dich und andere zum Strahlen zu bringen

Du hast spannende Geschichten zu erzählen – und trotzdem zieht deine Tischnachbarin alle Blicke auf sich? Obwohl du das meiste Fachwissen hast, wird dennoch deine unerfahrenere Kollegin nach ihrer Einschätzung gefragt? Du hast eine gute Geschäftsidee, doch deine Firma investiert in eine schlechtere Idee? Warum ist das so, fragst du dich? Wir versuchen mal, eine Antwort zu finden.

Natürlich kann das alles Pech sein oder Zufall. Aber wenn du öfter in solche Situationen steckst, könnte etwas anderes dahinter stecken. Möglicherweise liegt es daran, dass dir das nötige Bisschen Ausstrahlung fehlt. Das Charisma, um die Menschen um dich für das zu begeistern, was du zu sagen hast! Doch keine Panik, das lässt sich ändern!

Was ist Charisma?

Charisma zu erklären ist gar nicht so einfach. Im Duden wird Charisma als „besondere Ausstrahlung(skraft) eines Menschen“ definiert. Aber was ist eine besondere Ausstrahlungskraft? Ein Typ, der dich durchgehend mustert und einen sexistischen Witz nach dem anderen macht, strahlt ja auch etwas „Besonderes“ aus. Auf keinen Fall jedoch etwas Gutes!!

Frau mit Ausstrahlung
Wer Charisma besitzt, schafft es ganz leicht die Aufmerksamkeit der Menschen auf sich zu lenken.
© Rachel Claire /pexels.com

Aus dem Griechischen übersetzt heißt Charisma „Gnadengabe“. Lange Zeit bedeutete Charisma nur Geschenk oder gottgegebene Gabe. Seit dem 20. Jahrhundert hat Charisma eine allgemeinere Bedeutung. Heute verstehen wir darunter einer Person, die von einer gewissen Aura umgeben ist und der es ganz einfach gelingt, andere für sich oder für bestimmte Themen oder Aufgaben zu begeistern, was sogar in Studien belegt ist. Menschen mit Charisma sind also Menschen, denen man gerne zuhört und mit denen man sich gerne umgibt, und von denen man sich gern anleiten und führen lässt.

Kann ich Charisma lernen?

Viele Menschen glauben zwar bis heute, dass man charismatisch geboren wird und sich niemand Charisma aneignen kann. Doch das stimmt glücklicherweise nicht. Auch Charisma-Coach Tatjana Schoeler bestätigt das. Sie sagt zwar: „Charisma ist eine Gabe, sich selbst und andere zum Strahlen zu bringen.“ Aber sie verspricht auch: "Die Gabe lässt sich erlernen!" Das zeigen sogar Studien.

Auch die renommierte Autorin und Speakerin Olivia Fox Cabane stimmt zu, dass jede*r lernen kann, charismatischer zu werden. Sie hat dem Thema sogar ein ganzes Buch gewidmet: „Das Charisma-Geheimnis: Wie jeder die Kunst erlernen kann, andere Menschen in seinen Bann zu ziehen“.

Woran erkennt man Charisma?

Bevor wir dir nun verraten, wie es dir gelingt charismatischer zu werden, ist es wichtig zu verstehen, wie sich Charisma genau äußert. „Charismatische Menschen verfügen über Offenheit, Authentizität, Humor und Lebendigkeit. Sie strahlen eine körperliche Präsenz aus und haben eine wohlklingende Stimme. Meist sind es Visionär*innen, die andere inspirieren“, erläutert Coach Tatjana Schoeler.

Die 3 Säulen von Charisma

Autorin Cabane teilt Charisma in 3 zentrale Bestandteile auf. Sie schreibt in ihrem Buch, dass Charisma sich vor allem aus folgenden Komponenten zusammensetzt: Präsenz, Macht und Wärme. Im folgenden wollen wir diese 3 Säulen etwas genauer unter die Lupe nehmen:

Präsenz

„Mhm. Ja. Achso. Ja, schön. Hm. Ach, echt?“ – Hast du dich auch schon einmal so teilnahmslos bei einem Gespräch ertappt? Warst dabei ganz in Gedanken, so dass du gar nicht richtig hören konntest, worüber dein Gegenüber spricht? Dann warst du wohl nicht besonders präsent.

Präsent sein bedeutet, bewusst wahrzunehmen, was hier und jetzt um dich herum passiert. Und es bedeutet, der Person gegenüber zu zeigen, wie interessiert du bist. Denn der Gedanke, dass die Person gegenüber nicht registriert, wenn du selbst nicht präsent bist, täuscht: allein fehlender Blickkontakt oder eine schwache Körpersprache sind verräterisch. Was darunter letztlich leider? Das Charisma!

Kraft

Was das eigene Charisma laut Cabane noch stark beeinflusst, ist Macht. Der Überlebensinstinkt lässt uns Menschen auch heute noch stets das Machtgefällte zwischen uns selbst und unseren Mitmenschen abwägen. Während Macht früher eine Frage der körperlichen Überlegenheit war, spielt schiere Kraft heutzutage höchstens noch eine kleine Rolle.

Wichtiger sind die Faktoren Intelligenz, gesellschaftlicher Status, Überlegenheit und Sachverstand. Was mit Macht in Bezug auf Charisma jedoch nicht gemeint ist, ist andere mit solchen Faktoren einzuschüchtern oder ihnen Angst zu machen. Hier geht es vielmehr darum, durch Körperhaltung, durchdachte Aussagen und Argumentation und auch durch ein gepflegtes Äußeres kraftvoll aufzutreten.

Wärme

Präsenz und Macht allein sind zwar wichtige Säulen des Charisma, sie funktionieren aber nicht ohne Wärme – die dritte Säule. Wärme entsteht durch Empathie, durch Offenheit und Ehrlichkeit. Sie macht die anderen beiden Säulen erst zu etwas Sympathischem. Allein würden Präsenz und Macht wohl vielmehr kühlen Respekt, womöglich auch Missgunst hervorrufen.

Aber auch Wärme an sich funktioniert in Bezug auf Charisma nur in Kombination mit den anderen beiden Säulen. Denn warme Menschen, die keine Macht ausstrahlen und nicht präsent sind, gelten zwar als sehr liebenswürdig, werden dafür aber oft nicht ernst genommen. Alle Komponenten gehen bei charismatischen Personen daher Hand in Hand!

Wie wirkt man charismatischer? 5 Tipps für mehr Charisma

Charisma-Coach Tatjana Schoeler hat uns einige Tipps verraten, wie jede Person charismatischer werden kann. Für mehr Informationen und professionelle Unterstützung kann man auch an einem ihrer Webinare teilnehmen. Wir verraten dir folgend die wichtigsten Punkte.

1. Begegnungen auf Augenhöhe

Frau am Smartphone
Wer seinem Smartphone zu viel Aufmerksamkeit schenkt, ist nicht präsent.
© Ketut Subiyanto / pexels.com

Sei offen und höre zu! Nimm zunächst einfach wahr und lass dich auf deine*n Gesprächspartner*in ein. Bewertungen, eigene Geschichten und Ratschläge sind hier erstmal fehl am Platz. Lege dein Smartphone zur Seite und schalte den Fernseher aus, denn dein Gegenüber hat die volle Aufmerksamkeit verdient. Deine Motivation für ein Gespräch sollte sein, dass sich dein*e Gesprächspartner*in nach der Begegnung mit dir besser fühlt.

2. Gelassenheit und eine positive Einstellung

Übe dich in Gelassenheit! Durch Meditation lernst du deine Emotionen zu kontrollieren und trainierst einen positiven Blick auf dich und die Welt. Probleme werden so zu Herausforderungen und anstatt Gründe zu finden etwas nicht zu tun, suchen positive Menschen Wege, um ihre Träume zu verwirklichen.

3. Selbstreflektierte Authentizität

Ein Coaching kann dir helfen, dich selbst besser kennen zu lernen. Selbstreflektierte Menschen wirken authentischer und selbstsicher. Stell dir für mehr Selbst-Erkenntnis diese Fragen:

  • Wer bin ich?
  • Welche Werte, Talente und Grenzen habe ich?
  • Wo will ich hin?
  • Was ist „die beste Version von mir selbst“ und wie fühlt sich diese an?
Yoga
Yoga Übungen können zur richtigen Körperhaltung beitragen.
© Madison Lavern / unsplash.com

4. Körperliche und stimmliche Präsenz

Durch Yoga, Qi Gong, Tanzen oder andere Sportarten kannst du ein Körperbewusstsein entwickeln. Die richtige Stimmlage und den passenden sprachlichen Ausdruck findest du durch Stimmtraining. Auch Singen unter der Dusche kann schon ein Anfang sein.

5. Selbstsicherheit und Selbstliebe!

Bevor man charismatisch wird und zu „strahlen" beginnt, muss man Unsicherheiten, destruktive Glaubenssätze und die Angst vor der eigenen Sichtbarkeit ablegen. Dabei helfen dir tägliche Affirmationen wie diese: Ich bin hier und das ist genug! Klebe dir eine Notiz mit diesem Satz auf den Spiegel, lege sie dir unters Kopfkissen oder auf den Schreibtisch. So kannst du mehr Selbstliebe üben.

Extra-Tipp: Ein weiterer wichtiger Punkt kam in einer Studie zutage. Dein Charisma hängt auch von deinem biologischen Rhythmus ab: Wenn du eine Frühaufsteherin ist, wirst du eher morgens als charismatisch empfunden, als Nachteule entfaltest du dein Charisma eher abends. Wichtig für die Planung von entsprechenden Terminen!

Gutes Stichwort, denn jetzt heißt es üben, üben, üben. Mal wird es besser klappen, mal weniger gut. Am Ende der Reise wirst du dich jedoch ganz entfalten können und dein charismatisches Potenzial wird auch gesehen.

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