Perfekte Augenbrauen Die besten Tipps für tolle Augenbrauen

Perfekte Augenbrauen bekommen Sie mit diesen Tipps
Perfekte Augenbrauen? Bekommst du ganz leicht – mit diesen Tipps! © Azamat Zhanisov / Unsplash.com

Der perfekte Augenbrauen-Schwung – für viele Frauen eine Lebensaufgabe. Wie du den Bogen rauskriegst und die perfekten Brauen schminkst

Der Schwung über den Augen macht mehr aus, als so mancher denken mag. Er betont nicht nur die Augen, sondern kann optisch sogar die ganze Gesichtsform verändern. Wie du deine Augenbrauen richtig zupfst und schminkst, liest du in unserem Guide.

Warum soll ich mir überhaupt die Augenbrauen zupfen?

Du musst natürlich gar nichts. Aber lass dir sagen sagen: Augenbrauen beeinflussen den Ausdruck deines Gesichts immens. "Zu dicht an die Nasenwurzel gewachsene Augenbrauen lassen einen unfreundlich aussehen, während zu weit auseinanderstehende Augenbrauen die Nase optisch vergrößern", erklärt Jared Bailey, Global Brow Expert von Benefit. Es lohnt sich also, die Brauen-Form ein wenig zu optimieren. Findet auch Anastasia Soare, Gründerin des Labels "Anastasia Beverly Hills" und Brauen-Expertin von Megastars wie JLo und den Kardashians: "Mit gemachten Brauen sieht einfach jeder besser aus!"

Was sind die Augenbrauen-Trends 2019?

Erinnern Sie sich noch dran, als vor drei Jahren alle XL-Brauen wie die von Cara Delevigne haben wollten? "Möglichst buschig ist jetzt out!", so Jared Bailey. "Während ich in der Cara-Ära ständig dran erinnert wurde, doch bitte nicht zu viel zu zupfen, wollen meine Kundinnen jetzt zunehmend mehr Form in Ihre Brauen bekommen. Das ist viel schmeichelhafter fürs Gesicht, als die Härchen einfach nur wild sprießen zu lassen!"

"Und ob du es willst oder nicht: Brauen werden in den nächsten Jahren wieder immer dünner, dünner und dünner", prophezeit Bailey. Denn wenn es zwei Trend-Gesetze gibt, dann diese: 1. Alles kommt irgendwann zurück. 2. Auf jeden Trend folgt ein Gegentrend. "Was gerade noch alt war, wird plötzlich als neu verkauft."

Wie finde ich die passende Augenbrauenform?

Natürlich sind die Geschmäcker unterschiedlich, was die Form der Augenbrauen angeht. Als Faustregel gilt aber: "Wer eine breite Nase, eine hohe Stirn und große Augen hat, kann gut breite Brauen tragen. Zu kleinen Augen und einer Stupsnase passen eher schmale Brauen", erklärt Anastasia Soare.

Bis wohin sollte ich meine Brauen zupfen?

Du bist dir nicht sicher, wie viel oder wenig du genau wegnehmen kannst? Dann hilft dir das folgende Schaubild samt Erklärung darunter, für jedes Gesicht die schmeichelhafteste Brauen-Form zu bestimmen.

So finden Sie die perfekte Augenbrauenform
Phitpibul2014 / Shutterstock.com

A: Lege einen Stift senkrecht am Nasenflügel an – genau an der Stelle, an der sonst ein Nasenpiercing sitzen würde. "Wo der Stift auf Haare trifft, sollte die Augenbraue anfangen. Alles davor wird gezupft", so anastasia Soare.

B: Der Stift bleibt am Nasenflügel liegen, wandert aber von der senkrechten Position zu der Pupille. Die Expertin erklärt: "Dort, wo der Stift dann die Augenbraue schneidet, sollte der höchste Punkt liegen."

C: Wichtig für die perfekte Augenbraue ist auch der Endpunkt. Den ermittelst du, indem du den am Nasenflügel anliegenden Stift an den äußeren Augenwinkel legst. "Wo er die Braue kreuzt, sollte sie enden. Endet die Braue zu früh wirkt das Gesicht rund", weiß Soare.

D: Um eine wirklich perfekte Augenbrauenform zu bekommen, legst du den Stift an die untere Grenze der Augenbrauen. Der Stift sollte möglichst horizontal liegen, denn dann sind die Brauen gerade. Dieser Schritt sollte während des Zupfens wiederholt werden, damit nicht zu viel entfernt wird.

Es gilt außerdem, dass der innere Ansatz der Augenbrauen dicker sein soll und ab dem höchsten Punkt (B) immer schmaler wird und schließlich ausläuft.

Profi-Tipp: "Es kann helfen, die optimale Form erst einmal aufzumalen. So sehen Sie genau welche Härchen außerhalb dieses Bereichs sprießen. Nur diese Haare solltest du zupfen", so Anastasia Soare.

Wie bekomme ich einen schönen Schwung in meine Augenbrauen?

Die obere Linie der Braue definiert den Schwung, der das Auge öffnet. Wer oben (zu viel) zupft, ruiniert das oft. Also: Lass oberhalb der Augenbrauen die natürliche Form für einen schönen Schwung.

Härchen, die innerhalb der ausgewählten Augenbrauenform wachsen, aber herausragen, nicht zupfen, dadurch entstehen unschöne Löcher! Lieber mit einer Augenbrauenbürste hochkämmen und dann mit einer Nagelschere kürzen. Wie das genau geht, siehst du in diesem Video:

Wie tut das Zupfen weniger weh?

Der perfekte Zeitpunkt zum Zupfen ist nach dem Duschen. Durch das heiße Wasser sind die Poren geöffnet und das Zupfen ist weniger schmerzhaft. Soll es schneller gehen, reicht auch ein in heißes Wasser getunkter Waschlappen, mit dem du die Stellen um die Augenbrauen abtupfst. Bevor du dann mit dem Zupfen beginnst, sollten die Stellen aber noch getrocknet werden, sonst rutscht die Pinzette leicht aus, und das tut weh. Auch die richtige Art zu Zupfen beeinflusst den Schmerzgrad. So geht's richtig:

  1. Optimal ist es, wenn du die Haut mit Daumen und Zeigefinger auseinanderziehst, so dass sie spannt.
  2. Dann die Haare immer Richtung Wuchsrichtung zupfen, und möglichst schnell.

Tut's trotzdem weh? Dann kurz mit einem Eiswürfel über die irritierte Haut fahren. Die Kälte wirkt leicht betäubend. Und bloß keine Angst: Je öfter du deine Augenbrauen zupfst, desto unempfindlicher wird die Haut. Während dir beim ersten Mal noch die Tränen kommen, spürst du ein paar Wochen später nur noch ein aushaltbares Ziepen.

Tipp: Vermeide es, deine Augenbrauen unmittelbar vor einem wichtigen Termin zu zupfen! Durch das Zupfen bilden sich auf der Haut rote Stellen, die einige Zeit brauchen, um wieder abzuklingen.

Was muss ich beim ersten Mal Zupfen beachten?

Wenn du vorhast, deine Augenbrauen das erste Mal richtig in Form zu bringen, gehst du es am besten ganz vorsichtig an. Während des Zupfens solltest du immer wieder ein paar Schritte vom Spiegel zurücktreten, denn von Nahem sehen die Augenbrauen anders aus als von Weitem. So stellst du sicher, dass du nicht plötzlich zu viel wegzupfst. Huch!

Tipp: Ein Termin in einem Kosmetikstudio oder beim Friseur lohnt sich, gerade für Anfänger. Die Profis verleihen den Augenbrauen die richtige Form, so dass du nur noch die nachwachsenden Haare zupfen musst.

Was macht man, wenn man sich bei den Augenbrauen verzupft hat?

Das ist ärgerlich, aber kein Weltuntergang. "Lücken im Bogen lassen sich relativ unauffällig mit einem Brauenstift auffüllen", rät Jared Bailey. Schwieriger wird es, wenn du die Brauen zu weit auseinander gezupft hast. Denn wenn gar keine Härchen mehr über den aufgemalten Brauen liegen, sieht es schnell sehr künstlich aus.

Wo kann man sich die Augenbrauen zupfen lassen?

Beim Friseur, der Kosmetikerin und in speziellen Brow Bars. Wobei die letzte Variante deine Anlaufstelle Nummer 1 sein sollte. Die Angestellten machen hier nämlich den lieben langen Tag nichts anderes als Augenbrauen. Wenn dann noch die Bewertungen im Web stimmen, gehst du sicher, dass du hier in guten Händen bist.

Außerdem können die Profis auch total verzupfte Brauen korrigieren und dir dabei helfen, dass deine Brauen langfristig wieder eine schönere Form bekommen, die zum Gesicht passt. "Wichtig ist dann, dass du regelmäßig – etwa alle 4-6 Wochen – hingehst und zwischendurch nicht weiter zu Hause rumdokterst", empfiehlt Bailey.

Was hilft, wenn man früher viel zu viel gezupft hat und die Haare jetzt nicht mehr wachsen?

Konnten deine Augenbrauen in den 90ern und 2000ern nicht dünn genug sein? Das war eben Mode. Blöd nur, wenn die Härchen jetzt nicht mehr so dicht wachsen, wie du es gern hättest.

"Prinzipiell wachsen die Haare nach dem Zupfen immer wieder nach. Wenn das bei dir nicht passiert, liegt das daran, dass du falsch gezupft hast", sagt Augenbrauen-Experte Jared Bailey und erklärt: "Wenn du die Härchen nicht im richtigen Winkel (leicht schräg) und zügig aus der Haut zupfst, sondern regelrecht rupfst, kann es passieren, dass du die Wurzel zerstörst", erklärt Jared und ergänzt: "Das erkennst du an einem kleinen blutigen Punkt an der Stelle, wo vorher das Haar saß. Immer wenn du den siehst, kannst du dir sicher sein, dass hier nie wieder ein Haar wächst. Das gilt übrigens auch fürs Waxing am Körper."

Wie schaffe ich es, dass aufgemalte Brauen natürlich aussehen?

Nur weil du einen Stift in der Hand hältst, heißt das nicht, dass du zu malen anfangen sollst. Also keine Balken zeichnen, sondern immer nur kleine, feine Striche, damit ein natürliches Ergebnis entsteht.

Profi-Tipp: "Die Miene am besten einmal auf einem Blatt Papier ganz platt drücken, dadurch entsteht eine feine Kante an der Seite. Wenn du jetzt den Stift im 45-Grad-Winkel schräg hältst, kannst du mit der Kante ganz feine Linien zeichnen – sieht täuschend echt aus! Übrigens: Neben der richtigen Technik ist natürlich auch die Farbe entscheidend für ein gelungenes Ergebnis.

Wie finde ich die richtige Farbe zum Nachmalen der Brauen?

Als Faustregel gilt: "Die Helligkeit muss zu den Brauen passen, nicht zur Haarfarbe, die du auf dem Kopf trägst", weiß Anastasia Soare und ergänzt: "In 70 Prozent aller Fälle ist das ein viel dunklerer Ton, als man denkt. Sogar Blondinen haben häufig dunkle Brauen. Irgendwie haben aber viele Frauen Angst, dass die dunkle Farbe unnatürlich aussehen könnte. Das ist aber nicht der Fall, wenn man – wie oben beschrieben – mit dem Stift feine Härchen imitieren. Viel eher sieht es seltsam aus, wenn man eine zu helle Nuance benutzt, die sich deutlich von den Brauenhärchen abhebt."

Neben der Tontiefe ist der Reflex entscheidend für ein stimmiges Ergebnis. Da kommt dann auch die Haarfarbe auf dem Kopf ins Spiel. "Wer von Natur aus braune Haare hat, sie aber z.B. platinblond, also in einem kühlen Ton trägt, sollte keinen blonden, aber einen aschigen Ton verwenden", erklärt Jared Bailey.

Welche Alternativen gibt es zu Augenbrauenstiften?

Augenbrauenstifte eignen sich optimal dafür, größere Lücken und kleine Unebenheiten in den Brauen zu füllen. Mit Microlinern mit besonders feiner Mine klappt das täuschend echt. Wer damit nicht klar kommt oder sich ein dezenteres oder intensiveres Ergebnis wünscht, hat aber noch andere Möglichkeiten, seine Brauen zu betonen.

Klares Augenbrauengel bringt volle Brauen in Form

Wer von Natur aus schon sehr dichte Augenbrauen hat, muss nicht zusätzlich nachmalen. Style deine Brauen einfach mit einem transparenten Gel oder einer Bürste, um sie in Form zu bringen. Das Gel verleiht zusätzlich einen leichten und natürlichen Glanz. Trage es in Wuchsrichtung auf, um deine Brauen zu fixieren.

Spärliche Brauen kannst du mit Brauen-Mascara auffüllen

Die Form deiner Brauen stimmt, aber es wachsen nur wenig Härchen und es fehlt Volumen? Dann ist eine Augenbrauen-Mascara ideal für Sie. Dabei handelt es sich um die getönte Variante von dem Gel. "Neben der Farbe stecken oft noch kleine Fasern drin, die den Brauen-Härchen gleichen. Beim Tuschen entsteht ein dreidimensionaler, besonders natürlicher Effekt", weiß der Benefit-Experte.

Puder lässt die Brauen voller wirken, ist aber subtil

Augenbrauenpuder ist im Vergleich zu Stiften nur leicht pigmentiert und dadurch besonders dezent. "Es ist quasi die Safe-Zone, damit können selbst Anfängerinnen und Grobmotoriker nichts falsch machen", findet Jared Bailey. Er empfiehlt: "Einen angeschrägten Brauenpinsel und zwei Töne benutzen. Den helleren trägst du in kleinen Strichelbewegungen bis zum höchsten Punkt auf. Den dunkleren bis zum Ende der Brauen. Das wirkt besonders natürlich und gibt dem Gesicht mehr Kontur."

Mit Pomade kannst du deine Brauen besonders intensiv betonen

Du trägst immer Eyeliner und falsche Wimpern oder Lash-Extensions? Dazu passen ebenso dramatische Augenbrauen. "Pomaden sind besonders stark pigmentiert, damit kannst du deine Brauen bewusst etwas überspitzt nachzeichnen." Einfach mit einem angeschrägten Brauen-Pinsel aufnehmen und die Farbe gleichmäßig in die Brauen pinseln.

Was macht man wenn die Augenbrauen grau werden?

Färben! Das geht genauso wie bei den Haaren für den Kopf. In der Drogerie gibt es DIY-Kits (z.B. von BeautyLash und Swiss-o-Par) bei denen man mithilfe einer kleinen Spiralbürste erst die Farbe und dann eine Entwicklerflüssigkeit in die Härchen kämmt. Und keine Sorge: Weil die Farbe nur wirkt, wenn beide Phasen miteinander reagieren, ist es quasi ausgeschlossen, dass du auch die Haut drumherum mitfärbst. Du müsstest also schon zweimal an genau der gleichen Stelle übermalen, damit der Ausrutscher sichtbar wird. Klingt nach dir? Dann ab in die Brow Bar. Hier wird nämlich auch gefärbt.

Mit der richtigen Zupf-Technik und etwas Übung beim Nachzeichnen holst du das Meiste aus deinen Brauen raus. Aber: Bleib dir dabei unbedingt treu! Die natürliche Grund-Form steht dir bestimmt am besten. Natürlich kannst du sie optimieren, solltest sie aber nicht grundlegend verändern – das sieht in den seltensten Fällen gut aus. Wie du deine Brauen richtig und ganz natürlich zupfst und nachmalst, weißt du ja jetzt.

01.08.2019| © womenshealth.de
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