Sport-Outfit 7 Kleidungsstücke, die Sie nie im Gym anziehen sollten

7 Outfit-Fehler, die Ihr Workout ausbremsen
Im Gym sollte die Kleidung atmungsaktiv und schmal, aber nicht zu eng sein. © Jacob Lund / Shutterstock.com

Einen Kleider-Knigge gibt es nicht nur fürs Büro: Wir zeigen 7 Outfits, die Sie niemals im Gym tragen sollten. Ihrer Gesundheit und Sicherheit zuliebe

Natürlich sollten Sie beim Training in erster Linie Kleidung tragen, in der Sie sich wohlfühlen, die Sie nicht in Ihrer Beweglichkeit oder sonstwie einschränkt. Aber auch im Fitness-Studio gibt es einen Dress-Code. Dessen Regeln sind zum Teil niedergeschrieben, zum Beispiel gilt in vielen Gyms: Keine freien Oberkörper (was natürlich eher die Herren der Schöpfung betrifft).

Auch wenn das (bisher) nirgendwo geschrieben steht, gibt es Outfits, die Sie niemals fürs Training im Fitnessstudio anziehen sollten. Nicht um Ihrer Mitmenschen Willen, sondern um Ihrer Gesundheit einen großen Gefallen zu tun und sich nicht selbst beim Training zu behindern. Hier ist unsere Liste der 7 No-Gos.

1. Trainieren Sie nie in Kleidung aus 100 Prozent Baumwolle!

Okay, Studien zeigen, dass Baumwollkleidung weniger stinkt, als synthetische Stoffe. Aber: Baumwolle saugt jeden noch so kleinen Tropfen Schweiß auf. Sie kennen das bestimmt: Nach einem schweißtreibenden Workout fühlt sich Ihr Cotton-Shirt an wie ein nasses Handtuch. Grund: Die Fasern saugen die Feuchtigkeit auf und transportieren sie nicht nach außen. So nassgeschwitzte Kleidung ist nicht nur supereklig, sie erhöht auch die Wahrscheinlichkeit, dass Bakterien sich in Ihrer Kleidung vermehren.

Besonders wenn Sie das Outfit einige Stunden am Stück oder ungewaschen mehrmals tragen. Mögliche Folge: nicht selten schmerzhafte und juckende Pilzinfektionen. Deshalb sollten Sie besser atmungsaktive, schnelltrocknende Trainingskleidung tragen, die Flüssigkeit abtransportiert statt sie einzulagern. Ein ideales Material für Sportkleidung ist zum Beispiel Polyester. Aber auch Merinowolle ist geeignet – ja, die kann man nicht nur zu kuscheligen Pullis verarbeiten. Wichtig: Waschen Sie Ihre Sportkleidung nach jeder Trainingseinheit.

2. Sortieren Sie ausgelatschte Sportschuhe aus!

Die Faustregel bei Sportschuhen: Laufen Sie in Trainingsschuhen höchstens 500 Kilometer. Zugegeben: Wenn Sie nicht gerade mit einer Smartwatch genauestens Ihre Schritte tracken, kann es schwer sein, herauszufinden, wie viele Kilometer Sie in Ihren Lieblingsschuhen schon gelaufen sind.

Aber es gibt noch eine Regel: Weg mit den Schuhen, wenn das Profil ausgelatscht ist, beziehungsweise das Sohlendesign nicht mehr zu erkennen ist. Spätestens aber wenn Löcher in der Sohle sind, sollten Sie sich sofort von Ihren alten Schuhen trennen und neue kaufen. Ausgelatschte Trainingsschuhe sehen nicht nur gammelig aus, sie sind auch zu wenig gepolstert und dämpfen kaum noch Stöße ab, die zum Beispiel beim Laufen entstehen. Das kann zu Hüft,- oder Knieproblemen führen.

3. Tragen Sie keinen ausgeleierten Sport-BH!

Nein, hier geht es nicht um Gaffer! Ihren Brüsten zuliebe sollten Sie nie in einem normalen BH, geschweige denn ganz ohne BH zum Training gehen. Auch mit einem alten, ausgeleierten Sport-BH tun Sie sich und Ihren Brüsten nichts Gutes. Ganz im Gegenteil: Nicht nur, dass Ihre Brüste schmerzhaft hin und her oder auf und ab wackeln. Tragen Sie keinen adäquaten Sport-BH, kann es zur Folge haben, dass Ihr Brustgewebe verletzt wird und erschlafft.

Ohne stützend wirkenden Sport-BH zu trainieren, kann aber nicht nur ästhetische, sondern auch gesundheitliche Folgen haben. Die Bewegung Ihrer Brüste kann zu Haltungsschäden, sowie Rücken- und Schulterbeschwerden führen. Tragen Sie also immer einen stützenden Sport BH zum Training! Ihre Brüste, die Schultern und Ihr Rücken werden es Ihnen danken.

4. Verzichten Sie auf Schmuck!

Das durften Sie schon in der Schule nicht, aus gutem Grund. Schmuck ist ein echtes No-Go im Fitnessstudio. Angefangen mit Kettchen, die Ihnen beim Laufen auf dem Laufband oder auf dem Crosstrainer ins Gesicht baumeln. Das ist lästig, und es kann vor allem zu Verletzungen führen, wenn Sie bei einer schwungvollen Bewegung mit den Fingern in der Kette hängen bleiben

Sie denken Ringe sind besser? Falsch! Auch Ringe können sich verfangen und hängenbleiben. Außerdem verringert sich durch das Tragen von Ringen beim Hanteltraining. Ergo: Sie riskieren, dass die Hanteln Ihnen aus der Hand fallen. Auch der Druck des Gewichts gegen den Ring kann dazu führen, dass Sie Ihre Finger verletzen. Ein weiterer Nachteil: Durch die Reibung Ihres Ringes am Metall der Hanteln können Kratzer im Ring entstehen. Keine schöne Vorstellung, oder? Falls Sie Angst haben, Ihr abgelegter Schmuck könnte geklaut werden, lassen Sie ihn gleich zu Hause.

5. Tragen Sie keine zu enge Kleidung!

Kompressionskleidung ist zu einem bestimmten Zweck konzipiert: Sie soll einen gewissen Druck auf den Muskel ausüben, dadurch den venösen Rückfluss des Blutes erleichtern und somit die Leistungsfähigkeit verbessern. Die können Sie natürlich tragen, wenn Sie wollen.

Verwechseln Sie jedoch Kompressionskleidung auf keinen Fall mit zu kleinen oder zu engen Leggings! Es ist nicht nur super peinlich, wenn Ihre Sporthose beim Kniebeugen durchsichtig wird, und jeder Ihre Unterwäsche zu Gesicht bekommt. Zu enge und einschneidende Sportkleidung kann Ihren Blutfluss verhindern, statt ihn zu verbessern, was schmerzhafte Krämpfe zur Folge haben kann. Und zu klein geschnittene Sport BHs können Ihren Atemfluss beeinträchtigen.

6. Meiden Sie auch zu weit geschnittene Kleidung!

Nicht nur zu enge Kleidung ist ungeeignet, auch zu weite Klamotten gehen im Gym gar nicht. Klar, ein luftiges Top ist super bequem, gerade beim Sport. Zu weit geschnitten sollte Ihre Kleidung aber auch nicht sein. Besuchen Sie einen Fitnesskurs, sollte Ihr Trainer zumindest die Chance haben, Ihre Übungsausführung zu sehen, um Sie gegebenenfalls korrigieren zu können. Das geht mit einem XXL-Shirt nicht so gut.

Außerdem besteht bei zu weiter oder ausladender Kleidung die Gefahr, dass Sie sich an Geräten verheddern und hängenbleiben. Das kann Unfälle zur Folge haben.

7. Gehen Sie nicht mit zu viel Make-Up zum Sport!

Natürlich schmeichelt Make-Up Ihrem Teint, im Gym hat eine dicke Schicht davon im Gesicht aber nichts verloren. Denn bei einem schweißtreibenden Workout, können sich Öl und Schweißrückstände unter Ihrer Make-Up Schicht geradezu einlagern. Dies kann zu Hautirritationen und Pickeln führen.

Deshalb gilt: Weniger Make-Up ist mehr, zumindest beim Training. Tipp: Alle die nicht aufs Make-up verzichten wollen, verwenden am besten spezielles Sport-Make-up, zum Beispiel von Clinique. Die Sport-Schminke ist so konzipiert, dass sie die Poren nicht verstopft und auch nach einem schweißtreibenden Workout noch hält.

Der Dresscode fürs Gym soll Ihnen nicht den Spaß am Workout nehmen, im Gegenteil. Tragen Sie beim Training die falsche Sportkleidung, tun Sie weder der Gesundheit noch Ihrer sportlichen Leistung einen Gefallen. Es ist auch gar nicht schwer, passende Trainingskleidung zu finden.

01.11.2018| Susan Kesselring © womenshealth.de
Sponsored Section
Aktuelles Heft