Dauerwelle Schöne Locken dank Dauerwelle – so geht's

Schöne Locken dank Dauerwelle – so geht's
Mit einer Dauerwelle wird aus glattem Haar eine wunderschöne, kräftige Lockenmähne © Look Studio / Shutterstock.com

Sie träumen von großen Locken oder sanften Wellen? Dann sind Sie hier richtig! Wir verraten Ihnen, wie eine schonende Dauerwelle gelingt

Es ist ein ungeschriebenes Gesetz: Bei Haaren wollen viel einfach immer das, was sie nicht haben. Brünette Frauen möchten unbedingt mal blonde Haare haben. Und diejenigen mit aalglatten Schnittlauchhaaren träumen von einer wilden Lockenmähne oder sanften Beach Waves. Eine Dauerwelle macht den Traum wahr. Ob sich die Behandlung für Ihre Haare eignet, wie genau eine Dauerwelle funktioniert und wie Sie die Haare anschließend richtig pflegen, lesen Sie hier.

Wie funktioniert eine Dauerwelle?

Egal, ob Sie kleine Kringellocken oder große Wellen möchten, soll der Schwung dauerhaft im Haar halten, muss eine Dauerwelle her. Die entsteht immer in 3 Schritten:

  1. Als erstes wird das Haar feucht auf Wickler gerollt.
  2. Anschließend wird ein Wellmittel aufgetragen. Es bricht die Schwefelbrücken im Haar auf, die normalerweise für seine Stabilität sorgen. Fehlen diese Querverstrebungen, wird das Haar weich und formbar.
  3. Sobald sich das Haar in die Form der Wickler gebogen hat, wird ein Fixiermittel aufgetragen. Es sorgt dafür, dass neue Schwefelbrücken geknüpft werden, um die neue künstliche Haarkrümmung dauerhaft zu erhalten.

Wichtig: Frische Dauerwellen müssen sehr vorsichtig behandelt werden. Anfangs sollten Sie möglichst wenig an Ihren Haaren ziehen oder zerren, sonst verlieren die Wellen schnell ihre Sprungkraft. Beschwerende Kuren und Stylingprodukte sollten Sie in den ersten 2 Wochen ebenfalls meiden, damit sich die Locken nicht so schnell aushängen.

Gibt es eine schonende Dauerwelle?

Profis unterscheiden zwischen alkalischen und sauren Dauerwellen. Die Namen beziehen sich auf den pH-Wert der Dauerwelle:

  • Saure Dauerwellen haben einen pH-Wert von 6 bis 6,9. Dies hat den Vorteil, dass sich die Haarschuppen nicht zu stark öffnen und das Haar vergleichsweise wenig Schaden nimmt. Saure Dauerwellen sind damit besonders für empfindliches, feines und poröses Haar geeignet. Auch gefärbtes Haar kann so dauerhaft gewellt werden.
  • Bei schwer wellbarem Haar, dickem und glattem Haar ist die saure Version hingegen weniger geeignet. Hierfür brauchen Sie eine alkalische bzw. basische Dauerwelle mit einem pH-Wert von 7,1 bis 9. Eine solche Dauerwelle ist allerdings auch etwas aggressiver als eine saure.

Wie schädlich ist eine Dauerwelle?

Sie haben es sich wahrscheinlich schon gedacht: Selbst eine deutlich sanftere saure Dauerwelle ist kein sanftes Pflege-Treatment. Durch die Umstrukturierung der Bindungen wird die Integrität des Haares gestört. Es besteht die Gefahr, dass die Haare brechen. Deshalb sollten Sie diese Art der Behandlung nicht allzu oft wiederholen.

Sind Ihre Haare bereits stark strapaziert, sollten Sie lieber auf die Dauerwelle verzichten. Ist der Schopf gesund und wird die Dauerwelle richtig ausgeführt, brauchen Sie aber keine Angst vor komplett zerstörten Haaren haben. Die Lockenmähne wird sich lediglich ein wenig trockener anfühlen als zuvor – und braucht jetzt entsprechend intensivere Pflege.

Wie pflege ich dauergewellte Haare?

Wichtig ist, dass Sie Ihr dauergewelltes Haar regelmäßig mit Feuchtigkeit und Pflegestoffen versorgen. Shampoos und Spülungen für strapaziertes oder lockiges Haar schützen Ihre Mähne mit pflanzlichen Ölen oder flüssigen Haarbausteinen, damit sie nicht spröde und glanzlos wird. Einmal pro Woche sollten Sie eine Intensiv-Haarkur machen. Wichtig: Verzichten Sie bei einer frischen Dauerwelle für mindestens eine Woche auf Colorationen, um Haar und Kopfhaut nicht doppelt zu belasten. Meiden Sie anfangs auch Styling- und Pflegeprodukte, damit das Haar nicht unnötig schwer wird und sich aushängt.

Was bestimmt, ob ich hinterher kleine Locken oder große Wellen habe?

Die Stärke der Wellen oder Locken ist von der Größe der Wickler abhängig, die bei der Dauerwelle zum Einsatz kommen. Generell gilt: Je größer die Wickler, desto schwächer ist die Wellung – und desto geringer ist auch die Haltbarkeit. Da das Haar für eine permanente Umformung stark gespannt werden muss, sind dem Durchmesser der Wickler Grenzen gesetzt. Normal runde Dauerwellen-Wickler sind zwischen 0,3 und 2 cm dick. Daneben gibt es noch Spiralwickler für Korkenzieherlocken und konische Wickler für natürlich wirkende Wellen.

Sind Dauerwellen auch für sehr langes Haar geeignet?

Wenn Ihr Haar länger als 30 cm ist, sollten Sie keine Dauerwelle machen lassen. Der Grund ist einfach: Das Gewicht Ihres Haares ist dann zu groß. Die Locken würden sich zu schnell aushängen. Sie würden Ihre Haare also völlig umsonst schädigen…

Hilft eine Dauerwelle auch stark krauses Haar zu bändigen?

Klar, denn die frizzy Krause wird dabei in eine definierte Lockenform gedreht. Sie können sogar eine umgekehrte Dauerwelle machen lassen. Die Haare werden dabei mit ähnlichen Chemikalien behandelt, aber nicht auf Wickler gedreht, sondern glattgezogen. Aber Vorsicht: Dauerhaftes Glätten belastet das Haar noch mehr als eine Dauerwelle, da die Haare beim Glattziehen extrem stark gedehnt werden. Dadurch können sie leicht reißen und brechen.

Was tun, wenn die Dauerwelle rauswächst?

Wenn die Dauerwelle rauswächst, haben Sie drei Möglichkeiten: Entweder Sie schneiden den dauergewellten Teil der Haare ab, oder Sie lassen die Dauerwelle einfach herauswachsen. Keine Sorge, die Haare hängen sich mit der Zeit aus. Sie haben also keine Kringel zum glatten Ansatz, sondern wahrscheinlich nur noch leichte Wellen.

Eine weitere Möglichkeit ist eine Ansatzdauerwelle: Die bereits dauergewellten Haare werden dabei mit einer Gummikappe vor der erneuten Dauerwelle geschützt. Andernfalls würden sie abbrechen oder sich spalten.

Gibt es eine schonende Alternative zur Dauerwelle?

Aber klar. Eine gute Alternative zur Dauerwelle sind Lockenwickler oder Papilotten, also Haarwickler aus Papier. Wickeln Sie Ihr Haar für einige Stunden, am besten über Nacht, auf. Sie können die Haare auch zu Zöpfen flechten und damit schlafen. Am nächsten Morgen nur noch das Geflecht oder die Wickler lösen, einmal durchbürsten und schon sind Ihre Haare gewellt.

Wenn es schneller gehen soll, bietet sich ein Lockenstab an. Am haarschonendsten sind Geräte mit Keramikbeschichtung, welche die Hitze gleichmäßig im Haar verteilen. Für leichte Wellen bietet sich auch ein Glätteisen mit abgerundeten Kanten an.

Sie ärgern sich über super glatte Schnittlauchhaare oder eine undefinierte Krause? Schluss damit! Mit einer Dauerwelle bringen Sie selbst aalglatte Haare gehörig in Schwung. Angst vorm 80er-Jahre-Gedächtnis-Look müssen Sie dabei nicht haben. Gute Friseure verpassen Ihnen keinen Minipli, sondern sanfte Locken, die Sie easy rauswachsen lassen können.

04.09.2018| Uta König, Philipp Wehsack © womenshealth.de
Sponsored Section
Aktuelles Heft