Sonnenschutz im Winter Brauche ich jetzt wirklich Sonnencreme?

Auch im Winter brauchen wir Schutz vor UV-Strahlen
Sonnencreme gehört nur an den Strand? Bitte nicht! Ungebräunte Haut ist besonders lichtempfindlich, das macht Sonnenschutz auch im Winter wichtig © Versta/ Shutterstock.com

Auch wenn die Sonne jetzt kaum scheint, brauchen wir auch im Herbst und Winter Schutz vor ihren Strahlen. Hier verraten wir, warum und mit welcher Sonnencreme Ihre Haut optimal versorgt ist

Braucht man im Winter wirklich Sonnenschutz?

Im Winter bekomme ich doch keinen Sonnenbrand, warum also sollte ich Sonnenschutz verwenden? Das ist wohl das Credo vieler Menschen. „Fatal, denn die Sonne ist jetzt zwar schwächer, Schnee und Eis reflektieren die UV-Strahlen jedoch so sehr, dass sie sich um bis zu 90 Prozent verstärken können“, erklärt Dr. Katja Warnke von der Nivea-Produktentwicklung. Hinzukommt, dass die Haut in der kalten Jahreszeit deutlich empfindlicher ist. „Sie bildet kaum Melanin, das für die Bräunung und somit den Eigenschutz der Haut verantwortlich ist.“

Ab welcher Dauer im Freien sollten wir uns vor der Sonne schützen?

Im Winter sollten Sie die Sonne nicht unterschätzen.
Im Winter sollten Sie die Sonne nicht unterschätzen. © Romanets / Shutterstock.com

Das hängt laut Dr. Warnke von der Sonneneinstrahlung ab. „In den schneebedeckten Bergen sind hohe UV-Filter ab der ersten Minute Pflicht, ohne Schnee im Flachland können Sie den Schutz von der Zeit im Freien abhängig machen“, empfiehlt die Hautpflege-Expertin. Einen guten Aufschluss über die Intensität der Sonnenstrahlen bietet der UV-Index (UVI). Das international genormte Maß verrät, wie stark die Sonne gerade scheint. Je größer der Wert, desto höher sollte der Lichtschutzfaktor ausfallen. Zum Vergleich ein UVI von 1-2, wie er hierzulande zwischen Oktober und März üblich ist, gilt als niedrig. Das Sonnenbrandrisiko ist also gering. Heißt im Umkehrschluss: Sonnencreme mit niedrigem Lichtschutzfaktor genügt – und muss nicht zwangsläufig ab Minute 1 aufgetragen werden. ABER: Da UV-Strahlen nicht nur für Sonnenbrand und Hautkrebs verantwortlich sind, sondern auch die Hauptursache für die Hautalterung, sollten Sie jeden Tag eine Tagescreme mit Lichtschutzfaktor verwenden – auch im Winter.

Brauche ich im Winter eine andere Sonnencreme als im Sommer?

Winter-Sonnencremes sind reichhaltiger und schützen die Haut vor dem Austrocknen.
Winter-Sonnencremes sind reichhaltiger und schützen die Haut vor dem Austrocknen. © Rohappy / Shutterstock.com

Spezielle Produkte für den Winter sind meist reichhaltiger. Das heißt: Sie basieren zum Großteil auf Fetten, nicht auf Wasser. Das ist wichtig, weil Cremes auf Wasserbasis bei besonders kalter Witterung auf der Haut gefrieren könnten. Zusätzlich stärken fettreiche Cremes die Hautbarriere und helfen so, das natürliche Feuchtigkeitslevel der Haut auf Pegel zu halten.

Vor allem wenn Sie in den Skiurlaub fahren, sollten Sie in eine spezielle Winter-Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor investieren. Sie bleiben zu Hause und die Tage unter der 0-Grad-Marke halten sich in Grenzen? Dann tut es auch die Tagespflege mit Lichtschutzfaktor oder der Sonnencreme-Rest aus dem Sommer. Hauptsache, Sie schützen sich überhaupt!

06.11.2017| © womenshealth.de
Sponsored Section
Aktuelles Heft