Du kennst es: Du willst nach der Arbeit direkt ins Training, aber deine Haare haben andere Pläne. Der schnelle Dutt rettet zwar oft den Moment – im Spiegel wirkt das Ergebnis dann aber eher nach "gerade noch schnell irgendwie zusammengebunden".
Dabei ist eine gute Sportfrisur mehr als nur Optik: Sie sorgt dafür, dass du dich beim Workout nicht ständig ablenkst, weil Strähnen ins Gesicht fallen oder der Zopf nach fünf Minuten rutscht.
So hält deine Sportfrisur wirklich – die wichtigsten Basics
Damit deine Frisur nicht schon beim Warm-up auseinanderfällt, lohnt sich ein kurzer Check vor dem Styling. Denn ob Zopf, Dutt oder Braids gut sitzen, hängt vor allem von drei Faktoren ab: Grip im Haar, die richtigen Tools und eine Technik, die zu deinem Workout passt. Beim Laufen brauchst du zum Beispiel deutlich mehr Halt als bei Yoga – und bei feinem Haar rutscht ein Pferdeschwanz schneller als bei lockiger Struktur.
Wichtig ist auch der Komfort: Eine Sportfrisur darf fest sein, aber nicht schmerzhaft. Wenn der Ansatz spannt oder du nach dem Training Kopfschmerzen hast, war zu viel Zug im Spiel. Besser ist ein sicherer Halt mit cleverem Fixieren – zum Beispiel mit Haar-Pins statt immer straffer zu binden.
Die 10 besten Sportfrisuren fürs Workout
Egal ob kurz, lang, glatt oder lockig: Hier kommen 10 Frisuren, die du easy hinbekommst – und die dich beim Training nicht im Stich lassen.
1. Der gestützte Pferdeschwanz
Einen Pferdeschwanz kann ja jede. Kennst du das Problem, dass diese Frisur oft ein wenig verschlafen oder platt aussieht? Ein einfacher Trick schafft Abhilfe: Mache wie gewohnt einen normalen Pferdeschwanz. Stecke anschließend eine Haarspange von unten auf das Haargummi, indem du den Zopf nach oben hältst. Der Pferdeschwanz liegt dann auf der Spange auf, wodurch er mehr Volumen erhält. Diese Haarspangen erfüllen nicht nur ihren Zweck, sondern sind zudem noch superstylish! Alternativ kannst du auch ohne Spange arbeiten: Mache ebenso einen normalen Zopf, aber teile die Haare nach dem ersten Durchziehen des Haargummis in 2 Partien und wickle das Haargummi anschließend nur um die obere Partie.
Zusatz-Tipp für Ponyträgerinnen: Gerade Sleek- oder Slick-Look und Wet-Look (sleek = glatt; wet = nass) sind gerade super beliebt. Das heißt, nach dem Duschen werden die nassen Haare samt Pony gerade nach hinten gekämmt und mit Gel fixiert. Wir empfehlen dir dafür das Styling Gel von got2b.
2. Doppelter Dutt: die Double Buns
Wie geht der Doppel-Dutt? Teile deine Haare mit einem Stielkamm in zwei Partien auf und kämme sie ordentlich. Beginne mit einer Seite, einen schmalen Zopf vom Nacken aus bis zum Hinterkopf hochzuflechten. Flechte dabei immer eine Partie Seitenhaar mit ein, dass der Zopf nah am Kopf anliegt. Oben angekommen fixierst du mit dem übrigen, seitlichen Haar einen Dutt auf jeder Seite.
Das Ganze gelingt auch ohne Zöpfe im Nacken (nur oben rechts und links Pferdeschwänze binden und diese zu zwei Dutts fixieren), als Messy-Bun für Lockenköpfe (Haare aus dem Dutt hierfür locker zupfen) oder mit Zöpfchen-Buns (erst zwei hohe Pferdeschwänze fixieren, dann normale Zöpfe flechten und diese schließlich einrollen).

Die Double Buns kannst du mit und ohne Zöpfe im Nacken tragen
3. Der Bubble-Ponytail
Dieser unterteilte Pferdeschwanz ist ganz einfach zu stylen und wirkt besonders schön bei langen, voluminösen Haaren. Binde einfach einen normalen Pferdeschwanz mit einem Gummi. Mache dann in 3 bis 5 cm Abstand ein weiteres Gummi um den Zopf und ziehe die Haare innerhalb der zwei Gummis zu einer kleinen Kugel auseinander.
Wiederhole dies, bis du an den Haarspitzen angekommen bist. Besonders schön sichtbar werden die "Bubbles", wenn du schmale, unauffällige Gummis, wie diese, verwendest.
4. Der High Bun
Auch ein Klassiker: der hohe Dutt. Beuge dich kopfüber, nimm die Haare zusammen und drehe die Haare zu einem Dutt an der höchsten Stelle. So fallen keine lästigen Strähnen während des Workouts ins Gesicht.
Die Variante gibt es auch etwas schwieriger, mit eingeflochtenem Zopf (kopfüber die Nackenpartie nach oben flechten) oder mit Zopf um den Dutt. Hierfür teilst du den Pferdeschwanz in 2 Partien: Zwei Drittel werden für den Dutt verwendet (benutze gerne ein Duttkissen als Stütze und für schönes Volumen) und das weitere Drittel wird gerade geflochten und anschließend um den Dutt gelegt. Mit Pins befestigen und feststecken.

Auch beim High Bun gibt es einige Variationen, ihn zu tragen
4. Das Headband-Braid
Hauptsache keine Haare in den Augen beim Sport, denken sich Frauen mit Kurzhaarschnitten. Das erreichst du durch einen seitlichen Fischgräten- oder einen normalen englischen Zopf. Beachte, dass du nah am Haaransatz beginnst und die gesamte Pony-Partie mit hineinflechtest.
Das fordert dich nicht genug? Die Herausforderung heißt Headband Braid und ist eine Flechttechnik, dank der du dir das Haarband sparen kannst. Greife 3 Strähnen knapp über den Ohren an der Schläfe und flechte in Richtung der gegenüberliegenden Seitenpartie des Kopfes. Dabei immer vom Haaransatz Strähnen einflechten, ohne den Zopf dicker zu machen. Funktioniert auch bei nassem Haar.
5. Der Low Bun
Sehr chic für Sportlerinnen ist dieser niedrige Dutt. Die Haare werden zurückgekämmt und im oberen Nacken straff zusammen zu einem Dutt gewunden. So passt der Helm auf den Kopf, ohne die Frisur zu zerstören. Für die Helm-Frisur passt auch ein tief sitzender Pferdeschwanz, wie er gerade bei den Runway-Shows der großen Designer zu sehen war.
6. Der Half Bun
Der Half Bun ist eine sehr praktische Sportfrisur für Frauen mit Pony und kürzerem Schnitt. Nimm die Stirnhaare und die seitlichen Haarpartien zusammen und befestige die Haare am Oberkopf mit einem Gummi. Dabei kannst du auch kürzeres Haar in einer Art Schlaufe zum Dutt stylen oder du rockst einfach den Palmen-Style.

Der Half Bun eignet sich vor allem bei kürzeren Haaren
7. Der Fischgrätenzopf
Oh, la, la. Welche französische Eleganz! Eigentlich keine besonders schwierige Frisur, und doch können viele die einfache Flechttechnik nicht. Dabei ist dieser Zopf ganz easy, wenn man sich vor Augen hält, dass die 2 Grundstränge immer bestehen bleiben, und sich nur die einzelnen, seitlich weggenommenen Strähnen über Kreuz bewegen: Die Haare werden in zwei Partien geteilt, von der rechten Partie wird von außen eine Strähne weggenommen und zur linken Seite addiert. Dasselbe geschieht mit dem linken Strang: Eine dünne Strähne wird von der äußeren Seite über die Mitte auf den rechten Strang gelegt. Funktioniert auch prima bei leicht nassem Haar. Bei einem Pony solltest du frühzeitig die Stirnpartie einflechten.
8. Der geflochtene Pferdeschwanz
Sehr simple Frisur beim Sport ist diese Kombi aus Pferdeschwanz und geflochtenem Zopf. Binde einen normalen Pferdeschwanz direkt am Hinterkopf und flechte ihn dann bis zu den Spitzen. Kappe oder Haarband halten den Pony oder kürzere, stufig geschnittene Haarpartien im Zaum.
9. Die Boxer-Braids
Angesagtester Trend der Insta-Girls: die Boxer-Zöpfchen. Sieht mega-hot und sporty aus und hält EWIG! Vorausgesetzt, du folgst unserer kleinen Anleitung und flechtest die Zöpfe schön eng am Kopf. Beginne mit einem Mittelscheitel und flechte dann einen Zopf von der Stirnpartie aus Richtung Nacken. Nimm die Seitenpartie der Haare erst mit auf, sobald du dich dem Hinterkopf näherst. Dasselbe auf der anderen Seite wiederholen. Geeignet für kurze und lange Haarschnitte.
10. Extra: Short-Short für alle
Kurzhaarschnitte bleiben und werden noch extravaganter. Mutige Frauen lassen sich von coolen, geometrischen Pixie-Cut Schnitten oder dem scharfen Buzzcut inspirieren. Mit dieser einfachen Lösung hast du zwar weniger Frisurenfreiheit, aber zumindest sind dir so deine Haare nicht mehr im Weg beim Training.
So bleibt deine Sportfrisur stabil
Manchmal sitzt die Frisur beim Start perfekt – und fünf Minuten später lösen sich die ersten Strähnen. Der Grund ist oft eine Kleinigkeit: Haare arbeiten beim Training. Durch Wärme, Schweiß und Bewegung wird das Haar weicher, Gummis rutschen minimal und einzelne Partien "wandern" aus der Frisur.
So verhinderst du das, ohne alles super fest zurren zu müssen:
- Doppelt sichern statt straffer binden: Fixiere Dutts lieber mit ein bis zwei zusätzlichen Pins/Haarnadeln, statt das Haargummi immer enger zu drehen. Das hält stabiler und ist angenehmer für die Kopfhaut.
- Konturen gezielt stabilisieren: Wenn du Babyhaare an Stirn oder Schläfen hast, sichere nur diese Bereiche (z. B. mit etwas Stylingprodukt oder ein paar Pins) – statt die ganze Frisur "hart" zu machen.
- Längen "beruhigen": Lange Haare bleiben beim Cardio ruhiger, wenn du sie flechtest oder in Abschnitte unterteilst (z. B. Bubble-Style). Das reduziert auch Knoten und Spliss durch Reibung.
- Frisur an die Übung anpassen: Bei Bodenübungen drückt ein hoher Dutt schnell. Besser: Low Bun oder tiefer Zopf – so bleibt die Frisur nicht nur hübsch, sondern auch komfortabel.
- Mini-Check nach dem Warm-up: Einmal kurz im Spiegel prüfen, ob der Ansatz sitzt und ob Pins nachjustiert werden müssen. Danach hält es meist bis zum Cool-down.
So wirkt deine Frisur nicht nur "sporttauglich", sondern bleibt es auch – selbst wenn das Training intensiver wird als geplant.
FAQ: Häufige Fragen zu Sportfrisuren
Meist Boxer Braids oder ein sehr fester High Bun mit U-Pins. Die Styles sitzen nah am Kopf und wackeln weniger.
Ein geflochtener Pferdeschwanz oder Boxer Braids – weniger Hin-und-her-Schlagen, weniger Knoten in den Längen.
Ein tiefer Zopf oder Low Bun mit weichem Haargummi/Scrunchie. Vermeide Metallgummis und zu viel Zug am Haaransatz.
Mit etwas Gel/Styling-Cream und einer (sauberen) Zahnbürste oder einem Brow-Brush am Ansatz entlang.
Half Bun, Headband Braid, oder ein Haarband als schneller Fix. Bei sehr kurzen Cuts: Gel-Sleek nach hinten.





