Karma verbessern: 7 Tipps

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Karma aufbessern © Semachkovsky / Shutterstock.com

Karma 7 Tipps, wie du dein Karma aufbessern kannst

„Karma wird das schon regeln.“ Bestimmt hast auch du diesen Satz schon mal gehört. Aber wer oder was genau ist Karma eigentlich? Wir erklären was es ist und verraten, wie du es aufbessern kannst

Wie du säst, so wirst du ernten. Jeder bekommt, was er verdient. Was du nicht willst, was man dir tu’, das füg’ auch keinem anderen zu. Nein, wir haben nicht unser altes Poesiebuch rausgekramt um nach schlauen Sprichwörtern zu suchen. Diese 3 Sätze bringen die Bedeutung von Karma einfach kurz und knapp auf den Punkt.

Im Grunde bedeutet es nichts anderes, als dass jede Handlung, jedes Wort und selbst jeder Gedanke unweigerlich eine Wirkung hat. Sprich: Wer Schlechtes verbreitet, bekommt Schlechtes zurück. Wer Gutes aussendet, dem widerfährt auch Gutes. Wusstest du allerdings, dass dies gar nicht im jetzigen Leben eintreten muss, sondern sich auch erst in einem der nächsten zeigen kann?

Woher kommt der Begriff Karma?

Nächstes Leben? Du hast richtig gelesen. Wahrscheinlich kannst du dir schon denken, dass der Begriff Karma aus der altindischen Sprache des Sanskrit stammt. Es beschreibt ein spirituelles Konzept, das auf dem Wechselspiel aus Ursache und Wirkung beruht. In den indischen Religionen Hinduismus, Buddhismus und Jainismus ist die Lehre des Karma eng mit dem Glauben an Wiedergeburten verbunden. Demnach haben Dinge, die uns in diesem Leben passieren, ihren Ursprung möglicherweise in einem vorherigen Leben.

Das klingt alles ziemlich kompliziert und dir zu mystisch? Keine Sorge, ganz so tief musst du gar nicht ins Thema eintauchen. Denn einfach gesagt, beruht das Prinzip darauf, dass du etwas für dich tun kannst, indem du anderen Gutes tust. Eine Art Lebenseinstellung, die – egal ob religiös oder nicht – doch nur von Vorteil sein kann.

Karma aufbessern
Jeden Tag mit kleinen Taten das Karmakonto aufzuladen, gibt ein gutes Gefühl.
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Welche Arten von Karma gibt es?

Karma ist gleich Karma? Weit gefehlt! Tatsächlich unterscheidet man zwischen 3 verschiedenen Arten. Fangen wir mit Agami Karma an, dieses erschaffst du jetzt gerade. Es kann sowohl gut als auch schlecht sein. Mit seinen Auswirkungen musst du dich dann allerdings erst in deinem nächsten Leben herumschlagen.

Das Agami Karma aus deinem letzten Leben wird zum Prarabdha Karma in deinem aktuellen Dasein. Es wird häufig mit Schicksal übersetzt, da du im Jetzt wenig Einfluss darauf nehmen kannst. Es läuft grad nicht rund? Dann schiebe es einfach auf dein Ich aus der Vergangenheit. Als drittes gibt es das Sanchita Karma. Eine Art Speicher, in dem alle Karma-Punkte stecken, die du bislang gesammelt, aber dessen Auswirkung du noch nicht erfahren hast.

Wie entsteht schlechtes Karma?

Leider kann schlechtes Karma relativ einfach entstehen. Denn nicht nur unsere Taten beeinflussen unser Karma-Konto, sondern selbst unsere Gedanken – und die lassen sich manchmal kaum steuern. Deine Kollegin hat die Beförderung bekommen? Versuche dich nicht zu ärgern, sondern freu dich für sie, es zahlt sich aus. Spätestens im nächsten Leben.

Vor dem Vorstellungsgespräch noch schnell das Kaugummi auf die Straße spucken, Freunden vorlügen, dass man am Tag ihres Umzuges leider keine Zeit hat oder den Müll nach dem Grillen auf der Wiese liegen lassen – Dinge, die nicht nur schlecht für dein Karma-Konto sind, sondern nicht unbedingt auf einen starken Charakter hinweisen. Und wer will so etwas schon auf sich sitzen lassen?

Hilfe anbieten
Für andere da sein und Hilfe anbieten – kleine Gesten machen den Unterschied.
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Wie kann ich mein Karma verbessern?

Kennst du den Spruch: „Wenn Karma zurückschlägt, sitze ich in der ersten Reihe und applaudiere“? Wer sich den ausgedacht hat, beweist, dass er nicht verstanden hat, wie Karma funktioniert. Denn nicht nur unsere Taten, sondern selbst unsere Gedanken und Worte haben Einfluss. Schadenfreude ist definitiv kein Booster für das Karma-Konto.

Wie aber kannst du Pluspunkte sammeln? Generell gesprochen: Sei ein guter, anständiger Mensch und respektiere sowohl deine Mitmenschen als auch die Natur. Das ist dir zu pauschal? Dann kommen hier ein paar Ideen, die du einfach umsetzen kannst.

7 Tipps, um dein Karma zu verbessern

1. Rette Lebensmittel

Kennst du die App „Too good to go“? Du kannst darüber in deiner Umgebung nach Lebensmittelanbietern suchen, die zu viel produziert bzw. zu wenig verkauft haben. Statt die Produkte wegzuwerfen, bieten immer mehr Geschäfte diese zu einem Schnäppchen-Preis über die App an. So tust du sowohl der Umwelt als auch deiner Geldbörse Gutes!

2. Shoppe lokal

Ob in der kleinen Boutique in deinem Viertel, beim Gemüse-Mann an der Ecke oder der kleinen Bücherei in deiner Straße – schau dich doch mal bei den Läden in deiner Nachbarschaft um statt nur bei großen Ketten einzukaufen. Macht meistens auch viel mehr Spaß und du entdeckst vielleicht sogar neue Dinge, die nicht jede:r hat.

Komplimente machen
Du schätzt etwas ganz besonders an einer Freundin? Sag es ihr!
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3. Mache Komplimente

Du musst jetzt nicht den ganzen Tag durch die Gegend rennen und nicht ernstgemeinte Schmeicheleien verteilen. Aber wenn du einer Person pro Tag aus tiefstem Herzen etwas Liebevolles sagst, wird bestimmt nicht nur ihr Tag besser.

4. Hilf anderen

Manchmal sind es die kleinsten Dinge. Du gehst zur Bahn und siehst eine Person mit Kinderwagen? Dann biete deine Hilfe an! Sollte eh selbstverständlich sein, aber versuche noch achtsamer mit offenen Augen durch deinen Alltag zu gehen. Du wirst sehen, es ergeben sich immer Möglichkeiten, Menschen unter die Arme zu greifen.

5. Reparieren statt wegwerfen

Die Sohle deiner Lederboots ist abgelaufen? Dann bringe sie zum Schuster, der kann manchmal Wunder vollbringen und die alten Latschen in neuem Glanz erstrahlen lassen. Deine weißen Sneaker sind mittlerweile grau? Greif zum Putzlappen und zu weißer Schuhcreme. Wirkt Wunder! Unsere Umwelt wird es dir danken, wenn du deine Kleidung möglichst lange trägst.

6. Teile Pfandflaschen

Du hast dir unterwegs etwas zu Trinken gekauft und willst die leere Flasche wegwerfen? Stelle sie doch einfach neben den Mülleimer – es gibt genügend Menschen, die sich über das Pfand sehr freuen.

7. Spende regelmäßig

Und damit meinen wir nicht unbedingt Geld. In Deutschland werden täglich circa 15.000 Blutspenden benötigt – das ist eine Menge und die Vorräte sind schnell leer! Wenn du also keine große Angst vor Nadeln hast, kannst du relativ einfach vielen Menschen helfen. Neben Karma-Punkten gibt es sogar eine Aufwandsentschädigung.

Bist du jetzt auch so richtig motiviert, deinem Karma-Konto einen Booster zu verpassen? Vermutlich sammelst du eh schon jeden Tag unbewusst Pluspunkte, aber es kann natürlich nicht schaden, noch achtsamer durchs Leben zu gehen. Betrachte Karma einfach als Lebenseinstellung, die dir hilft, dein Handeln regelmäßig zu reflektieren und positiv zu beeinflussen.

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