Tattoo-Trends 7 Tattoo-Inspirationen, die unter die Haut gehen

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Es machen oder bleiben lassen? Ein einzigartiges Tattoo ist alles andere als gewöhnlich und geht im wahrsten Sinne "unter die Haut". © fly-m / Shutterstock.com

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Bestimmt kennen auch Sie jemanden, der sich ein Unendlichkeitszeichen, eine sich auflösende Feder, einen Notenschlüssel oder den Spruch „c’est la vie“ stechen lassen hat – vielleicht haben Sie sogar selbst ein solches Tattoo. Dagegen ist an sich auch nichts einzuwenden. Wer allerdings nach etwas einzigartigeren Tattoo-Ideen sucht, ist hier genau richtig. Wir haben uns mit Maik Franke vom Tattoo-Studio "Tres Puntos Tattoo" in Köln 7 außergewöhnliche Tattoo-Trends einmal genauer angeschaut:

Das niedliche Helix-Tattoo

Sie dachten Piercings wären die einzige Möglichkeit Ihre Ohren zu schmücken? Da liegen Sie falsch! Helix-Tattoos sind gerade total angesagt. Diese filigranen Tattoos werden auf dem Rand der Ohrmuschel tätowiert und verzaubern momentan viele Tattoo-Liebhaberinnen. Für das Helix-Tattoo sind Blumen- und Aztekenmuster besonders beliebt – egal, ob in bunt oder schwarz-weiß.

Tipp: Wenn Sie Ihre Haare zum Messy Bun nach oben binden und kommt das Tattoo besonders schön zur Geltung.

Das schmerzhafte Achsel-Tattoo

Schon mal die Achseln gewachst oder epiliert? Dann können Sie ungefähr erahnen, wie schmerzhaft dieser Tattoo-Trend ist. Wenn Sie normalerweise nur Deo oder Duschgel unter Ihre Arme lassen, werden Sie überrascht sein, wie kreativ man sich bei Achselhöhlen austoben kann. Von Spinnen über Blumen, bis hin zur Wassermelone ist an Motiven alles dabei und sorgt gerade auf Instagram für großes Stauen. Nur schade, dass das schmerzhafte Kunstwerk nur beim Arm heben zu sehen ist. Laut Tätowierer Franke sind gesundheitliche Schäden beim Achsel-Tattoo übrigens nicht zu erwarten. Allerdings heilen die Tattoos unter den Armen nicht so gut, weil dort ständig Haut auf Haut reibt und wir unter den Achseln nun mal auch schwitzen.

Generell gilt: Tattoos sind immer schmerzhaft. Wie sehr das Tätowieren wehtut, hängt von Ihrem persönlichen Schmerzempfinden und der Körperstelle ab.

Besonders spooky mit dem White-Ink-Tattoo

Etwas gruselig wird es mit dem White-Ink-Tattoo. Für den haben sich schon Stars, wie Cara Delevigne oder Rihanna unter die Nadel gelegt. Allerdings muss bei diesem Trend einiges beachtet werden. Der fast schon narbenähnliche Look kann nämlich bei falscher Motivauswahl ganz schön nach hinten losgehen. Für das weiße Tattoo eignen sich: Filigrane Schriftzüge, Blätter, Blumen oder Federn – von flächendeckenden Motiven sollten Sie lieber die Finger lassen. Auch der Hauttyp darf bei dieser Tattoo-Wahl nicht außer Acht bleiben. Zwar ist es letztendlich Geschmackssache – trotzdem eignen sich White-Ink-Tattoos auf heller Haut besser, weil der Kontrast nicht so stark ist.

Das farbenfrohe Aquarell-Tattoo

Besonders farbig wird es mit dem Aquarell-Tattoo, beziehungsweise Wasserfarben-Tattoo. Vielleicht ist Ihnen dieser Look in der Kunst und Malerei schon einmal über den Weg gelaufen. Allerding kommen die feinen Farbpigmente nicht auf eine Leinwand, sondern auf Ihre Haut. Die zart verlaufenden Farben lösen zurzeit einen riesen Hype aus und besonders feminine Pastellfarben erblickt man bei diesem Trend immer häufiger.

"Damit Sie auch langfristig etwas von Ihrem Aquarell-Tattoo haben, sind klare Linien hier besonders wichtig. Denn die Farben verblassen mit der Zeit und so es kann sein, dass es ohne klare Kontraste in einigen Jahren eher einem Hautekzem ähnelt", sagt Tattoo-Experte Franke.

Das Sommersprossen-Tattoo

Ein wenig skurril wird es mit dem Sommersprossen-Tattoo. Das neue Schönheitsideal passt aber nicht zum jedem Typ und kann schnell unecht aussehen. Deshalb sollten Sie sich vorher unbedingt von einem erfahrenen Tätowierer beraten lassen, bevor die kleinen Punkte nachher noch wie Mitesser aussehen. Die Freude an diesem Tattoo ist allerdings nicht von langer Dauer, denn sie verschwinden mit der Zeit. Falls es also nicht zu Ihrem Typ passt, müssen Sie nicht Ihr ganzes Leben mit den Fake-Sprossen rumlaufen. Auch Franke empfiehlt für das Sommersprossen-Tattoo eine hautähnliche Farbe zu wählen, damit es zum Hautton passt und nicht wie aufgeklebt oder mit dem Filzstift aufgemalt aussieht.

Mit Dotwork auf den Punkt gebracht

Wie der Name schon verrät, besteht dieser Tattoo-Trend aus vielen kleinen Ink-Punkten. Um den besonderen Tattoo-Look zu kreieren, braucht es eine besondere Stech-Methode. Einige Tattoo-Künstler verzichten sogar auf ihre Tätowiermaschine und stechen das Dotwork-Tattoo frei mit der Hand. Deshalb dauern Dotwork-Tattoos auch deutlich länger, als die bekannten Linien-Tattoos und erfordern besonderes Fingerspitzengefühl des Tätowierers. "Bei Dotwork-Tattoos muss man darauf achten, dass das Ornament eine gute Größe hat, damit es langfristig stabil in der Haut bleibt.", so der Tätowierer Franke. Außerdem rät er zu schwarzer Ink-Farbe, da diese am stabilsten ist und nicht so schnell „verschwimmt“.

Das beruhigende Mandala-Tattoo

Der Kinderspaß von früher ist der Tattoo-Trend von heute. Wobei dieser Trend eher an ein orientalisches Henna-Tattoo erinnert – nur eben langlebig. Den dekorativen Mustern sind dabei keine Grenzen gesetzt, denn auch wenn die klassischen Mandalas eher kreisförmig sind, gibt es mittlerweile viele Variationen, die diesen Tattoo-Trend noch etwas spektakulärer aussehen lassen. Von geometrischen Formen, über Ornamente, bis hin zu integrierten Tiermotiven wie Elefanten und Wölfe. Wichtig ist, dass das Tattoo seine symmetrische Anordnung behält, denn das löst beim Betrachter Ruhe und Harmonie aus. Nicht umsonst werden Mandalas im Buddhismus als Meditationsobjekte genutzt.

Welche Tattoo-Motive liegen gerade im Trend?

Wir haben Tattoo-Experte Maik Franke gefragt, welche Motive derzeit bei Frauen besonders beliebt sind:

"Zur Zeit haben wir viele Kunden die eine Taschenuhr oder einen Kompass haben wollen. Frauen wollen sehr oft das Unendlichkeitszeichen." Der Tätowierer rät allerdings davon ab, diesem Trend zu folgen. Denn so ein Zeichen ist zwar kurzzeitig Modetrend, verschwindet dann aber schneller wieder von der Bildfläche als Sie "Tattoo" sagen können. In den 90ern dachten auch viele, ein Arschgeweih wäre „richtig schön“ – machen Sie sich nichts vor: Trends kommen und gehen.

5 Fragen, die Sie sich stellen sollten, bevor Sie sich ein Tattoo stechen lassen

So abgedroschen es auch klingen mag: die Entscheidung für ein Tattoo sollte nicht leichtfertig getroffen werden. Einmal unter der Haut, bleibt es - bestenfalls ein Leben lang. Ganz nach dem Motto „Think before you ink“ sollten Sie deshalb für sich ein paar Fragen klären, bevor Sie jedem Tattoo-Trend hinterherrennen:

  1. Welches Motiv soll es sein und vor allem: warum?
  2. Haben Sie sich die Arbeiten verschiedener Tattoo-Künstler angesehen?
  3. Welchen Stil mögen Sie und welcher Tätowierer kann diesen umsetzen?
  4. Haben Sie möglichweise eine Allergie gegen die Farben?
  5. Wie steht es um die Hygiene-Standards des Tattoo-Studios?

Ob Mandala, Dotwork oder Sommersprossen – fragen Sie sich immer, ob Ihnen das Tattoo auch noch in ein paar Jahren gefallen könnte – immerhin werden Sie es Ihr restliches Leben auf der Haut tragen. Immer noch entschlossen? Na, dann los!

01.08.2017| © womenshealth.de
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