Lederjacken im Trend Von cool bis elegant: So stylt man Lederjacken richtig

Lederjacken für Frauen
Die Lederjacke – früher Symbol der jungen Rebellen, heute absoluter Klassiker im Kleiderschrank fast jeder Frau © Halay Alex / Shutterstock.com

Lederjacken lassen sich klassisch, hip oder rockig stylen und gehören definitiv in unseren Kleiderschrank. So kombinieren Sie das Trendteil für jeden Anlass

In den 50er Jahren machten Stars wie Marlon Brando oder James Dean die Lederjacke zum Signature-Piece der jungen Rebellen. Heute haben die Fashion-Girls die Jacke für sich entdeckt. Wenn es ein Kleidungsstück gibt, das jedes weibliche Model und wohl auch jede Mode-Bloggerin besitzt, dann dürfte es die Lederjacke sein. Wen wundert's? Das kultige Piece lässt sich wunderbar kombinieren, ist zu fast jedem Anlass tragbar und macht ein Outfit schnell zu etwas Besonderem.

Lederjacken-Trends 2018 – Individualität ist gefragt

Bikerjacken mit breitem Revers bestimmen nach wie vor die Lederjacken-Trends. Passend zum Bauchfrei-Trend werden sie in diesem Jahr aber kürzer. Model Bella Hadid und GNTM-Chefjurorin Heidi Klum lieben die kurzen Jacken im Bolero-Stil. Wer genauso groß gewaschen ist wie de beiden Models, kann wunderbar zu angesagten Oversized-Jacken greifen - ebenfalls im Biker-Schnitt. Vielleicht verleiht der Boy seine Lederjacke ja ausnahmsweise mal? Kleine Frauen sollten davon besser die Finger lassen, weil die große Jacke schnell unvorteilhaft staucht.

Viele Lederjacken kommen 2018 mit verspielten Verzierungen wie floralen Stickereien oder filigranen Mustern aus Nieten und Steinchen daher. Isabel Marant – die Lieblingsdesignerin der hippen Pariser Fashionistas – entwarf sogar ein Modell im Ethno-Stil. Mutige Trendsetterinnen tragen eingefärbte Lederjacken mit Statement-Slogan auf dem Rücken.

Zu welchen Anlässen kann ich eine Lederjacke tragen?

Was darf es sein: klassisch oder vielleicht doch lieber besonders oder trendig? Wer die perfekte Begleitung für jeden Anlass sucht, ist mit einem schlichten Modell gut beraten. Der Klassiker überzeugt mit einem geraden oder leicht taillierten Schnitt, ist aus besonders zartem Leder und kommt – ähnlich wie ein Blazer – auch ohne Reißverschluss aus. Extravagante Modelle mit markanten Schnallen, Nähten oder leicht gepolsterten Schultern stehen bei Frauen hoch im Kurs, die gerne auffallen.


Ob zum Kleid, zur Jeans-Shorts im Sommer, im angesagten Urban Ballerina-Stil mit zartem Plisseerock oder zur Jeans im Used-Look – junge Rebellinnen machen ihre Lederjacke zum coolen Statement-Piece und tragen sie wann und wo sie wollen. Boho-Queens shoppen ihre Lederjacke natürlich nicht von der Stange, sondern in der Second-Hand-Boutique. Gebrauchsspuren sind gewollt, denn sie geben dem Outfit den gewünschten Vintage-Touch.

Wer auch in den kälteren Monaten nicht auf das Lieblingsstück verzichten will, sollte sich unbedingt eine mit kuscheligem Teddy- oder Lammfell gefütterte Jacke zulegen.

Welches Leder ist die beste Wahl?

Bei der Wahl des Leders haben Sie die Qual der Wahl. Generell gilt: Glattleder ist pflegeleichter als raues Leder. Veggie-Girls greifen – was sonst?! – zur Jacke aus hochwertigem Kunstleder. Wunderbar: Teilweise lassen sich Fake-Lederjacken nur noch schwer von echter Tierhaut unterscheiden. Gewissenskonflikte kommen mit diesen Modellen garantiert nicht auf.

Wie kombiniert man die Lederjacke richtig?

Es muss ja nicht immer ein Blazer sein, wenn die Arbeit ruft und der Job eine elegantere Garderobe verlangt. Eine schlichte Lederjacke kann auch toll im Büro oder zum Business-Lunch getragen werden. Ob zu Bügelfaltenhose und Bluse oder zum eleganten Bleistiftrock – eine Lederjacke lockert das Business-Outfit gekonnt auf.

Jacken im Biker-Look sind die Lieblingsmodelle der Mode-Mädels, denn sie runden einfach jedes Outfit perfekt ab. Zum Kleid in Mini-, Midi- oder Maxilänge passt die kurz geschnittene Bikerjacke genauso gut wie zu Hosen aller Art. 2018 wird die Jeans übrigens wieder weiter geschnitten getragen. Wer in Mamas Kleiderschrank eine alte Karottenjeans findet und diese zum weißen Top und zur Biker-Lederjacke kombiniert, hat gute Chancen, in der Streetstyle-Rubrik eines Modemagazins zu landen.

Im Frühjahr und Spätsommer lassen sich Lederjacken auch toll zu farbenfrohen Jumpsuits oder luftigen Leinenhosen tragen. Sieht toll aus und wärmt, wenn der Wind doch noch etwas kühler pfeift. Je nach Anlass und Wetter werden Sneaker, Sandalen oder High Heels zum Outfit getragen. Tipp für die Festival-Saison: Machen Sie's wie Kate Moss und tragen Sie die Lederjacke zu knappen Denim-Shorts und Gummistiefeln.

Wie pflegt man eine Lederjacke?

Bei guter Pflege kann eine Lederjacke viele Jahre lang getragen werden. Raues Leder sollte direkt nach dem Kauf imprägniert werden, denn das Material ist besonders empfindlich und verträgt keine Nässe. Flecken auf rauem Leder sollten vorsichtshalber in der Reinigung des Vertrauens behandelt werden, denn nasse Lappen hinterlassen oft unschöne Fleckenränder auf dem Material. Glattleder selbst zu reinigen, ist hingegen kein Problem. So geht's:

  • Vorsicht bei glattem Anilinleder! Das durchgefärbte Material nimmt Wasser auf und kann unter feuchten Lappen ziemlich leiden.
  • Eine gute Investition für alle Lederarten ist ein spezieller Pflegebalsam. Dieser schützt raues und glattes Leder und hält es geschmeidig.
  • Nach einer Partynacht reicht es in der Regel aus, die Jacke über Nacht zu lüften.
  • Bei stärkeren Verschmutzungen kann mit einem speziellen Lederwaschmittel nachgeholfen werden. Dabei muss unbedingt penibel auf die Gebrauchsanleitung geachtet werden.
  • Wer lieber auf Nummer sicher geht, gibt das geliebte Teil einfach zum Fachmann.

Klar, eine gute Lederjacke ist ein Investment-Piece, begleitet uns aber locker über Jahre – wenn nicht sogar Jahrzehnte. Es lohnt sich also, etwas Geld in die Hand zu nehmen und in hochwertiges (Kunst-)Leder zu investieren. Das beste an Lederjacken: Sie sind selber so ein Highlight, dass wir uns beim restlichen Outfit kaum noch Gedanken machen müssen. Denn wir sehen damit einfach immer unschlagbar lässig aus!

11.04.2018| © womenshealth.de
Lena Müssig
Lena Müssig Freie Autorin
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