Sumo-Squat vs. klassische Kniebeuge - was sind die Unterschiede?

Krafttraining für den Unterkörper
Was unterscheidet Sumo-Squats von klassischen Kniebeugen - und welche ist besser wofür?

ArtikeldatumVeröffentlicht am 20.02.2026
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Sumo Squat vs. klassische Kniebeuge
Foto: gettyimages/Youngoldman

Kniebeugen gehören zu den effektivsten Übungen im Krafttraining – sie stärken Beine, Po und Körpermitte gleichzeitig. Doch Kniebeuge ist nicht gleich Kniebeuge: Während die klassische Squat-Variante als Allrounder gilt, verspricht der Sumo-Squat einen stärkeren Fokus auf die Innenschenkel. Aber was steckt wirklich dahinter? Und welche Übung bringt dich deinem persönlichen Trainingsziel näher?

Sumo-Squat vs. klassische Kniebeuge: die wichtigsten Unterschiede

Der größte Unterschied liegt im Stand – und der beeinflusst direkt, welche Muskeln stärker arbeiten und wie sich die Bewegung anfühlt.

Klassische Kniebeuge

Bei der klassischen Kniebeuge stehen die Füße etwa schulterbreit, die Zehen zeigen nach vorn oder leicht nach außen. Diese Variante verteilt die Belastung gleichmäßig auf Oberschenkel, Gesäß und hintere Beinmuskulatur. Sie gilt als Basisübung für Kraft, Stabilität und Koordination.

Sumo-Squat

Beim Sumo-Squat ist der Stand deutlich breiter, die Zehen zeigen nach außen. Dadurch werden vor allem die Adduktoren, also die Innenschenkel, stärker aktiviert. Gleichzeitig arbeitet auch der Po intensiv, während Knie und Hüfte etwas anders belastet werden.

Kurzvergleich: Sumo-Squat vs. klassischer Squat

Beide Kniebeugen-Varianten trainieren Beine und Gesäß effektiv, unterscheiden sich jedoch deutlich in Technik, Muskelaktivierung und Bewegungsanforderungen. Die wichtigsten Unterschiede siehst du hier auf einen Blick:

Welche Muskeln werden stärker beansprucht?

Beide Varianten trainieren den Unterkörper effektiv, setzen aber unterschiedliche Schwerpunkte. Die klassische Kniebeuge gilt als universelle Kraftübung, da sie viele große Muskelgruppen gleichzeitig fordert. Der Sumo-Squat ergänzt dieses Training, indem er gezielt kleinere, oft vernachlässigte Muskeln an der Innenseite der Oberschenkel einbindet. Das kann helfen, muskuläre Ungleichgewichte auszugleichen und die Stabilität von Hüfte und Knie zu verbessern.

Welche Kniebeuge ist "besser"?

Die kurze Antwort: keine von beiden – sie sind einfach unterschiedlich. Welche Variante besser ist, hängt von deinem Ziel ab. Möchtest du deine Bein- und Gesäßkraft insgesamt steigern, ist die klassische Kniebeuge ideal. Willst du gezielt die Innenschenkel stärken, an deiner Hüftbeweglichkeit arbeiten oder Abwechslung ins Training bringen, ist der Sumo-Squat eine sinnvolle Ergänzung.

Für wen eignet sich welche Variante?

Der klassische Squat ist besonders gut für Einsteigerinnen geeignet, da er dem natürlichen Bewegungsmuster des Alltags entspricht. Der Sumo-Squat kann für Fortgeschrittene spannend sein – oder für alle, die viel sitzen und ihre Hüften gezielt mobilisieren wollen. Wichtig ist für beide: schmerzfrei ausführen und die Technik an den eigenen Körper anpassen.

Typische Fehler bei den Squat-Varianten – und wie du sie vermeidest

Kniebeugen sind hochwirksam, aber auch technisch anspruchsvoll. Kleine Fehler können nicht nur den Trainingseffekt schmälern, sondern langfristig auch zu Beschwerden führen. Mit diesen Tipps bleibst du sauber in der Ausführung.

1. Zu breite oder zu enge Fußstellung

Ein extrem breiter Stand beim Sumo-Squat kann die Hüftgelenke unnötig belasten, ein zu enger Stand nimmt den Innenschenkeln den Trainingsreiz.

Besser: Starte etwas breiter als hüftbreit und taste dich schrittweise an deine optimale Position heran. Du solltest eine Dehnung in den Innenschenkeln spüren, aber schmerzfrei bleiben.

2. Knie kippen nach innen

Dieses Problem tritt besonders bei Ermüdung auf und erhöht die Belastung auf Knie und Hüfte.

Besser: Drücke die Knie aktiv nach außen und stelle dir vor, du schraubst deine Füße leicht in den Boden. Das aktiviert Gesäß- und Hüftmuskulatur.

3. Rundrücken oder Hohlkreuz

Eine instabile Wirbelsäulenposition nimmt Spannung aus dem Rumpf und kann den unteren Rücken belasten.

Besser: Spanne Bauch und Gesäß vor jeder Wiederholung bewusst an und halte den Oberkörper aufrecht. Blick nach vorn oder leicht nach unten.

4. Zu geringe Bewegungsamplitude

Halbe Kniebeugen reduzieren den Trainingseffekt – vor allem für Gesäß und Oberschenkel.

Besser: Gehe nur so tief, wie es deine Mobilität erlaubt, aber arbeite aktiv daran, Hüfte und Sprunggelenke beweglicher zu machen. Qualität geht vor Tiefe.

5. Schwung statt Muskelarbeit

Schnelles "Abfedern" unten oder Hochdrücken mit Schwung verlagert die Arbeit weg von den Zielmuskeln.

Besser: Senke dich kontrolliert ab und drücke dich kraftvoll, aber bewusst wieder nach oben. Tempo raus, Spannung rein.

FAQ: Häufige Fragen zu Sumo-Squat und Kniebeuge

Fazit