Wenn die Sonne endlich wieder scheint, wollen alle sie sofort in vollen Zügen genießen. Gib's zu: Im Frühling hältst auch du das Gesicht besonders gern in die Sonnenstrahlen und genießt das warme Gefühl auf der Haut.
Doch Vorsicht: Die Sonne ist jetzt weitaus gefährlicher, als im Sommer. Schon ein Nachmittag im Café kann für einen Sonnenbrand sorgen – und das, obwohl die Sonne sich gar nicht so warm angefühlt hat. Eine Studie verrät, dass das nicht nur am steigenden UV-Index liegt, sondern auch an der Haut selbst. Wir verraten die Details.
Die Frühlingsfalle: Darum ist unsere Haut jetzt unvorbereitet
Durch regelmäßige Sonnenexposition baut deine Haut im Sommer Melanin auf. Dieses körpereigene UV-Schutzpigment sorgt dafür, dass die Haut einen gewissen Basisschutz vor den Sonnenstrahlen hat. Im Winter sinkt die UV-Belastung allerdings so sehr, dass auch die Melanin-Adaption zurückgeht und die Haut nahezu schutzlos ist.
Das bedeutet: Auch, wenn die Temperaturen noch mild sind und die Sonne noch nicht den ganzen Tag scheint, ist deine Haut ohne ihre Schutzreflexe anfälliger für Sonnenbrand.
Studie zeigt: So beeinflusst Melanin den Sonnenschutz
Diese Studie zur saisonalen Pigmentverteilung an 18 Körperstellen zeigt, dass die Melanin-Adaptation im Spätwinter auf dem niedrigsten Jahresstand ist. An 20 Frauen zwischen 20 und 60 Jahren wurde an verschiedenen Körperstellen der Unterschied zwischen der genetisch bestimmten Grundpigmentierung im Spätwinter und der durch UV erworbenen Zusatzpigmentierung im Frühsommer untersucht.
Das Ergebnis: Die Haut ist nach dem Winter am wenigsten durch UV-induzierte Pigmentierung geschützt. Wenn der UV-Index im Frühling steigt, trifft die Strahlung auf Haut mit minimaler Schutzpigmentierung.
So schützt du deine Haut im Frühling richtig
Damit deine Haut den UV-Strahlen also nicht schutzlos ausgeliefert ist, solltest du vor allem im Frühling auf ausreichend Sonnenschutz achten. Diese Tipps helfen dir dabei:
- UV-Index checken: Ab UV-Index 3 solltest du Schutz einplanen.
- Eingewöhnung der Haut: Gewöhne deine Haut langsam an die UV-Belastung. Ein kürzeres Sonnenbad ist weitaus schonender als stundenlange Sessions.
- Sonnencreme im April: Auch an bewölkten Tagen gelangen 80 Prozent der UV-Strahlung durch die Wolken. Setze daher mindestens auf LSF 30.
- Morgenroutine: Am einfachsten gelingt dir die Umstellung, wenn du Sonnenschutz zu einem festen Teil der morgendlichen Pflegeroutine machst.
Extra-Tipp: Eine Sonnenbrille oder ein Cap liefern zusätzlichen Schutz vor den UV-Strahlen im Frühling.

Gerade im April sollte Sonnenschutz zu deiner Routine gehören. Nur so kannst du deine Haut an die stärker werdende Sonne gewöhnen.
FAQ: Häufige Fragen zur Frühlingssonne
Weil deine Haut nach dem Winter kaum Melanin aufgebaut hat. Der natürliche UV-Schutz ist auf dem Jahrestiefstand. Der UV-Index steigt aber schon ab März wieder an.
Ab UV-Index 3. Der wird in Mitteleuropa bereits im März/April regelmäßig erreicht. Das gilt auch bei bewölktem Himmel.
Ja, grundsätzlich für alle. Bei Hauttyp I und II ist die Ausgangspigmentierung ohnehin gering, weshalb der Effekt besonders stark ist.
Schulter und Nacken speichern im Winter zwar noch etwas Restbräune — aber die reicht nicht als Schutz. Gleichzeitig sind diese Stellen im Frühling oft unbedeckt und wenig eingecremt.
Kaum. Die Pigmentierung baut sich über den Winter weitgehend ab. Was bleibt, bietet keinen relevanten UV-Schutz.
Ja, besonders an exponierten Stellen wie Gesicht, Dekolleté und Armen. LSF 30 ist Minimum, bei längerer Außenaktivität LSF 50.





