Pediküre selber machen Fußpflege: Schöne Füße in 6 Schritten selbst pflegen

Pediküre selber machen
Mit dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung können Sie ganz einfach eine Pediküre selbst machen. © Brandi Ibrao / Unsplash.com

Keinen Termin zur Pediküre erwischt? Kein Ding, das können Sie selbst! Mit diesem Pedi-Crashkurs sind Ihre Füße bei Ihnen garantiert in guten Händen

Na, haben Sie sich schon in ein Paar Sommersandalen verliebt? Damit die Traumschuhe optimal zur Geltung kommen, sind schöne Füße gefragt. Und dabei geht’s ums Detail. Wir sagen Ihnen

  • welche kleinen Pflegeeinheiten wichtig sind, damit die Haut schön zart bleibt,
  • wie Sie die Nägel profimäßig lackieren,
  • wie der Farbglanz lange, lange hält.

1. Peeling und Fußbad

Das Peeling kann ruhig grobkörnig sein. "Ich nehme sogar gern ein Badesalz", sagt Kathi Meister von Spreeberg Nails & Cosmetics in Hamburg. "Mit etwas Körperöl vermengt, peelen die Salzkristalle wunderbar."

Danach die Füße für fünf Minuten ins warme Wasser stellen, damit Nägel und Hornhaut weicher werden. Abtrocknen und die Nagelecken vorsichtig mit einem Stäbchen aus Orangenholz säubern – gerade an den großen Zehen sammeln sich dort oft Creme-Reste oder winzige Fussel. "Lassen Sie bloß die Finger von Metallgeräten", so die Expertin. "Man kann sich damit zu leicht verletzen."

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2. Nagelhäute zurückschieben

Nie die trockene Nagelhaut zurückschieben! Sondern direkt nach dem Fußbad Nagelöl einmassieren, dann wird sie elastischer und lässt sich mit dem Orangenholzstäbchen easy zurückstubsen, ohne dass Sie das Nagelbett verletzen. "Schneiden würde ich sie nicht. Denn wenn Sie sich dabei verletzen, können Nagelhäute wuchern und Keime eindringen", so die Kosmetikerin.

Anders ist das bei Häutchen, die über die Nagelplatte wachsen, wie das oft am druckgeplagten kleinen Zeh vorkommt: Die können Sie mit einer sehr feinen Feile wegnehmen. Aber nicht zu viel abfeilen, denn zu dünne Nägel reißen leicht ein.

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3. Zehennägel kürzen

Und zwar mit einer Feile! Denn wer knipst oder schneidet, fügt den Nägeln winzige Risse zu – das macht sie anfällig für Verletzungen und Keime. Zudem fällt es mit der Feile leichter, die gewünschte Form hinzubekommen. Meister: "Ideal ist es, die Ecken nur leicht abzurunden. Ansonsten riskieren Sie, dass die Nägel einwachsen."

4. Hornhaut entfernen

Verhornte Stellen wie Ferse und Fußballen vorsichtig mit einer Feile bearbeiten. Bloß keinen Hobel nehmen! Damit können Sie die Kollagenfasern in der Haut verletzen, was die Hornhautproduktion nur weiter anregen würde. Wichtig: nur einmal pro Woche raspeln. Ob nass oder trocken, ist Geschmackssache.

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5. Nägel lackieren

Zehentrenner aus Schaumstoff zwischen die Zehen klemmen, damit Sie die nicht aus Versehen anmalen – und los geht’s: Starten Sie an den Nagelspitzen, damit der Lack nicht so schnell splittert. Erst danach mit dem Pinsel vom Nagelbett nach vorne streichen.

Und: Lieber zwei dünne Schichten als eine dicke auftragen. Dann trocknet das Ganze (trotz einer Minute Wartezeit vorm zweiten Lackieren) schneller. Die Minipause nutzen, um mit einem Nagellackentfernerstift das Nagelbett zu säubern. So entsteht eine präzise Kontur.

Ungeduldig? Wer schon etwa drei Minuten nach dem Lackieren wieder in die Schuhe schlüpfen möchte, nimmt am besten Nagellack-Trockner-Spray. Das erhöht zudem den Glanz – auch noch ein paar Tage nach der Pediküre.

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6. Füße eincremen

Jetzt kommt das Verwöhn-Programm: Fußcremes müssen reichhaltig sein, also viel Fett enthalten. Zudem brauchen sie wasserbindende Stoffe, wie Urea oder Glycerin – deren Anteil sollte umso höher sein, je größer die Tendenz zu so genannten Schrunden ist, also zu Rissen an den Fersen (es gibt Cremes mit bis zu 25 Prozent Urea). "Stellen Sie sich Ihre Creme auf den Nachttisch", rät Meister. "Täglich zweimal cremen, gut gepflegte Haut bildet weniger Horn- und Nagelhaut." Für die Nagelhäute gibt es spezielle Öle, damit sie weich bleiben und nicht einreißen.

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Wenn Sie sich an unsere Pediküre-Tipps halten, gehen Sie bald wie auf Wolken – und Ihre Füße zeigen sich sommerschön. Das Geld fürs Nagelstudio können Sie sich ab sofort auf jeden Fall sparen. So ist bald noch ein zweites Paar Traumschuhe drin. Läuft!

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29.04.2019| Diana Helfrich, Philipp Wehsack © womenshealth.de
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