Tier-, Umwelt- & Klimaschutz: 4 Gründe, warum es sich lohnt vegan zu leben

Hühner in der Massenproduktion: 50 Prozente werden vergast oder geschreddert – nur weil sie männlich sind
Ein lebendige Antwort auf die Frage "Warum vegan leben?": die Küken in der Eierindustrie. Die Hälfte der Eintagsküken – die Hähne –  landet in Deutschland auf dem Müll © Tsekhmister / Shutterstock.com

Beim Thema "Warum vegan?" geht es immer um die folgenden vier Themenkomplexe: Tier- und Klimaschutz, die eigene Gesundheit und der Welthunger

Im Gesprächen von vegan lebenden Menschen mit denen, die Fleisch essen, dreht es sich oft um die Frage "warum vegan essen oder sogar leben?". Die vier folgenden Argumente sind für Veganer in der Regel am wichtigsten:

1. Tierschutz und Tierrechte

Rund 95 Prozent der Nutztiere werden weltweit in Mastbetrieben gehalten. "Die grünen Weiden und idyllischen Szenen, die in Kinderbüchern porträtiert werden, sind fensterlosen Metallhallen, Drahtkäfigen und anderen Vorrichtungen gewichen, um Tiere in der Massentierhaltung auf engstem Raum einzupferchen" so Sebastian Zösch, Geschäftsführer des VEBU. "Die Massentierhaltung der modernen Landwirtschaft strebt danach, eine maximale Menge an Fleisch, Milch und Eiern so schnell und billig wie möglich zu produzieren, und das bei minimaler Platzanforderung" so Zösch. „Die Tiere werden in kleinen Käfigen oder Ställen gehalten, oft so beengt, dass sie sich nicht einmal umdrehen können." Zudem werden die Tiere in der Massentierhaltung oftmals mit enormen Mengen an Pestiziden und Antibiotika "behandelt", die sich dann in ihren Körpern ansammeln und auf die Menschen übergehen, die diese Tiere verspeisen.

2. Der Klima- und Umweltschutz

"Die Intensivtierhaltung verursacht mit mehr als 18 Prozent der Treibhausgase mehr Emissionen als der globale Verkehrssektor" erklärt der VEBU-Geschäftsführer. Darüber hinaus wird für die Nutztierhaltung jede Minute eine Fläche von etwa sieben Fußballfeldern abgetragen. Außerdem landen etwa 70 % aller geernteten, gentechnisch veränderten Pflanzen im Tierfutter. Die unvorstellbar große Menge tierischer Exkremente führt zudem zu einer immensen Verschmutzung der Böden und Gewässer.

Vegane Rezepte: So lecker ist die vegane Küche

3. Die Welternährungssituation

"Die Fleischproduktion ist, energetisch gesehen, die schlechteste Form der Bodenausnutzung. Oder anders gesagt: Für die Produktion von wenig Fleisch wird sehr viel wertvolles Getreide, das den Menschen direkt ernähren könnte, an Schlachtvieh verfüttert" sagt Zösch. „Um nur 1 Kilogramm Fleisch zu produzieren, werden bis zu 15 Kilogramm Getreide und 15.500 Liter Wasser benötigt." Mit der gleichen Menge an Getreide, die allein in den USA an Masttiere verfüttert wird, ließen sich rechnerisch die derzeit Hunger leidenden Menschen weltweit ausreichend ernähren.

4. Die eigene Gesundheit

"Eine rein pflanzliche, also vegane Ernährung kann vorbeugend in Bezug auf Zivilisationskrankheiten wie Diabetes Typ 2, Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs wirken“, erklärt der VEBU-Vorstand. Die Adventist Health Study 2 konnte zeigen, dass Veganer im Vergleich zu Fleischessern ein 50 % niedrigeres Risiko für Bluthochdruck und ein 16 % niedrigeres Risiko für alle Krebsarten haben. Frauen haben zudem ein 34 % niedrigeres Risiko für frauenspezifische Arten von Krebs. Die EPIC-Oxford Study zeigte zudem auf, dass Veganer den niedrigsten BMI haben. Der BMI steigt von Veganern über Lakto-Ovo-Vegetarier und Fischesser bis zu Fleischessern kontinuierlich an, daher leiden Veganer seltener an Übergewicht.

28.02.2017| © womenshealth.de
Kathleen Schmidt-Prange Ernährung & Abnehmen
Sponsored Section
Aktuelles Heft
Personal_Trainer App