Sommersprossen Sommersprossen im Gesicht? Das musst du darüber wissen

Was Frauen mit Sommersprossen wissen sollten
Sommersprossen sind harmlose Pigmentflecken, die du auf keinen Fall verstecken solltest! © mangostock / Shutterstock.com

Von vielen geliebt, von Trägerinnen oft gehasst: Sommersprossen! Dabei sind die kleinen Pünktchen total hübsch, individuell und ungefährlich

Sobald die ersten Sonnenstrahlen hervorkommen, zeigen sich bei vielen goldbraune Punkte auf der Haut. Bei den sympathischen Pünktchen handelt es sich um Sommersprossen. Oft wurden die kleinen Flecken von ihren Trägerinnen hinter einer dicken Make-Up-Schicht versteckt, weil sie als Makel galten. Das ist zum Glück nicht mehr so häufig.

Mittlerweile sind Sommersprossen ein Zeichen für Natürlichkeit und stehen ganz oben auf der Beliebtheitsskala. Manche Frauen schminken sich extra welche, und man kann sie sogar tätowieren. Aber woher kommen die kleinen Sprenkel und wie pflegst du sommersprossige Haut richtig?

Was sind Sommersprossen?

Solltest du stolze Besitzerin von "Epheliden" – so lautet nämlich die medizinische Bezeichnung von Sommersprossen – sein, könntest du deinen Eltern danken. Denn Sommersprossen werden rezessiv vererbt. Heißt: Beide Elternteile müssen Träger der kleinen Pünktchen sein, um sie an den Nachwuchs weitergeben zu können.

Das verantwortliche Gen ist übrigens eine harmlose Mutation des sogenannten MC1R Gens, das die Pigmentierung unserer Haut reguliert. Letztendlich handelt es sich bei Sommersprossen um eine Ansammlung von Zellen, die eine erhöhte Konzentration des Pigments Melanin aufweisen.

Übrigens: Da das Gen neben Sommersprossen zusätzlich für eine rote Haarpracht zuständig ist, ist es auch unter dem Namen "Ginger-Gen" ("Rotschopf-Gen") bekannt.

Was Frauen mit Sommersprossen wissen sollten
Eine harmlose Mutation des sogenannten MC1R-Gens ist für sommersprossige Haut verantwortlich. © mangostock / Shutterstock.com

Wie entstehen Sommersprossen?

Ein Baby mit Sommersprossen? Zu süß, um wahr zu sein! Während Muttermale ab Tag 1 deine Haut schmücken können, treten Sommersprossen erst durch direkten Kontakt mit dem Sonnenlicht auf (und vervielfachen sich). Da sie mehr Melanin enthalten als "normale" Haut, werden sie schneller und intensiver braun und fallen dadurch auch schneller auf. Zum ersten Mal treten die süßen Pünktchen in der Regel im Alter von 7 bis 8 Jahren auf.

An dieser Stelle wollen wir auch direkt mit einem hartnäckigen Mythos aufräumen: Sommersprossen sind keine Form von Hautschäden, verursacht durch Sonne. Sommersprossen sind ganz einfach (Haut-)Typsache! "Man kann alles richtig machen, und die Sommersprossen werden trotzdem erscheinen", verrät die Dermatologin Alicia Barba (Barba Dermatology, Miami).

Brauchen Sommersprossen einen besonderen Sonnenschutz?

Nicht wegen der Sommersprossen, sondern wegen des zugrundeliegenden Hauttyps ist Vorsicht geboten: Blasse Hauttypen, kombiniert mit Sommersprossen, sollten ihre Haut stets im Blick haben und regelmäßig (am besten 2-mal im Jahr) ihrem Hautarzt einen Besuch abstatten.

Grund für diese besondere Vorsichtsmaßnahme: Dieser Hauttyp weist ein höheres Risiko für Hautkrebs auf. Zusätzlich ist die Verwendung von Sonnencremes mit einem hohen Lichtschutzfaktor (LSF 30 oder höher!) ein absolutes Muss.

Für Frauen mit Sommersprossen ist täglicher Sonnenschutz das ganze Jahr über wichtig. Deshalb sollte das ganze Jahr über auf eine Tagescreme mit UV-Schutz verwendet werden.

Was Frauen mit Sommersprossen wissen sollten
Sonnenflecken werden – und bleiben – deutlich dunkler als Sommersprossen, ganz unabhängig vom Kontakt mit der Sonne. © mangostock / Shutterstock.com

Was ist der Unterschied zwischen Sommersprossen und Sonnenflecken?

Bist du unsicher, ob es sich bei den kleinen Punkten auf deiner Haut tatsächlich um Sommersprossen oder aber um Sonnenflecken (Lentigo solaris) handelt?

"Gesunde Sommersprossen, ohne darunter liegende Schäden, sollten sich intensivieren, sobald sie in Kontakt mit Sonnenstrahlen kommen – und verblassen, sogar verschwinden, wenn man sich weniger in der Sonne aufhält", erläutert Francesca Fusco, Professorin für Dermatologie am Mount Sinai Medical Center in New York. "Sonnenflecken werden – und bleiben – hingegen deutlich dunkler als Sommersprossen, ganz unabhängig vom Kontakt mit der Sonne."

Du brauchst dir aber keine Sorgen zu machen, wenn das Verblassen deiner Sommersprossen mal etwas länger dauert. Je nach Wohn- oder Urlaubsort kann sich der Farbton der Sommersprossen schneller, aber auch langsamer intensivieren sowie abschwächen.

Daneben lassen sich Sonnenflecken sowohl an ihrem Umriss als auch an ihrer Größe erkennen: Während Sommersprossen lediglich die Größe eines kleinen Punkts haben, werden Sonnenflecken deutlich größer. Zudem ist ihr Umriss meist viel deutlicher ausgeprägt.

Was hilft gegen Sonnenflecken?

Solltest du Sonnenflecken auf deiner Haut entdecken, dann flippe nicht gleich aus! Viele von ihnen sind harmlos und haben keinen negativen Einfluss auf die Gesundheit. Wer sich trotzdem nicht damit abfinden möchte, kann den Flecken mit speziellen Bleichcremes zu Leibe rücken. Diese sind vor allem bei hellen Ausprägungen äußerst effektiv. Besonders hartnäckige Sonnenflecken können hingegen mithilfe einer geeigneten Laserbehandlung beim Hautarzt entfernt werden.

Die einen lieben ihre Sommersprossen, die anderen möchten sie verstecken. Wir finden: Freu dich lieber darüber! Studien zufolge wirken Sommersprossenträger auf andere nämlich automatisch freundlich. Du kannst damit also im wahrsten Sinne des Wortes "Sympathiepunkte" sammeln.

17.07.2019| Julia Hein © womenshealth.de
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