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Vegan leben: 3 gute Gründe

Warum vegan? 3 Gründe, warum der Veganismus eine gute Sache ist

Ob du es für die Tiere, die Umwelt oder deine Gesundheit tust: Wenn du dich vegan ernährst, leistest du einen täglichen Beitrag für eine grünere Zukunft

Laut aktuellen Statistiken ernähren sich in Deutschland etwa 1,1 Millionen Menschen vegan (Stand 2020), 6,5 Millionen leben vegetarisch – Tendenz steigend. Egal, aus welchem Grund du dich für die vegane Ernährung entschieden hast, sie wird vermutlich in eine der folgenden Kategorien passen: Ethik, Ökologie und Gesundheit.

Für dich ist vielleicht nur ein Grund besonders ausschlaggebend, wie zum Beispiel der Tierschutz. Doch auch der Nachhaltigkeits-Gedanke und die Umweltbelastung, die vor allem mit der Massentierhaltung einhergeht, regen viele zum Nach- und Umdenken an.
Zum Glück, denn durch eine rein pflanzliche Ernährung können wir aktiv gegen den Klimawandel vorgehen und unsere Zukunft grüner gestalten.

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Warum sollte ich vegan leben? 3 Gründe

Es soll natürlich niemand zu einer Entscheidung gedrängt oder gar missioniert werden. Wichtig ist vor allem, dass DU zu deiner Entscheidung stehst. Dazu gehört auch, sich zu informieren. Daher wollen wir dir erläutern, welche Gründe für den Veganismus sprechen:

1. Grund Veganerin zu werden: Für den Tierschutz

Der wohl offensichtlichste Grund, vor dem ein Großteil der Menschen leider die Augen verschließt: Für ein Stück Fleisch muss ein Tier sterben. Und dieses Fleisch wird dann auch noch zu einem lächerlich günstigen Preis verkauft. Die Tiere hingegen zahlen einen enorm hohen Preis dafür. Ihr Leben.

Allein in Deutschland werden jedes Jahr 3,4 Millionen Rinder, 53 Millionen Schweine und unglaubliche 623 Millionen Masthühner geschlachtet. 98 Prozent des jährlich verzehrten Fleisches stammen noch immer aus Massentierhaltung.

Egal ob Mastschwein, Legehenne oder Milchkuh – alle leiden unter den Bedingungen der Massentierhaltung:

a) Grundbedürfnisse der Tiere werden ignoriert

Picken, scharren, buddeln oder suhlen: Die Tiere in der Massentierhaltung können aufgrund der beengten Unterbringung ihr normales, angeborenes Verhalten nicht ausleben. Das bedeutet permanent Stress und führt zu aggressiven Verhalten, wodurch sich Hühner, Schweine & Co. gegenseitig verletzen.

b) Nutztiere werden (gewaltsam) den Haltungsformen angepasst

Damit die Tiere sich nicht gegenseitig verletzten oder verstümmeln, werden Hörner, Zähne, Hoden, Ringelschwänze oder Schnäbel (meist) ohne Betäubung gekürzt oder abgetrennt. Seit Anfang 2017 ist das Schnabelkürzen bei Legehennen in Deutschland nicht mehr erlaubt, für die Putenmast gilt jedoch das nicht. Auch die betäubungslose Ferkelkastration ist seit 2021 verboten.

c) In der Massentierhaltung werden routinemäßig Antibiotika eingesetzt

Die häufig routinemäßige Gabe von Antibiotika sorgt dafür, dass die Tiere trotz der Haltungsbedingungen leistungsfähig und gesund bleiben. Doch das birgt auch Gefahren für deine Gesundheit, Stichwort: antibiotikaresistente Keime. Diese Bakterien (zum Beispiel MRSA) können sich auf dem Fleisch oder in der Milch befinden, die du dann konsumierst, und sorgen dafür, dass du auf eine Behandlung mit Antibiotika nicht mehr ansprichst.

Der einfachste Weg das Leiden in der Massentierhaltung zu beenden, ist daher, auf tierische Produkte zu verzichten. Im Vergleich zu einem Mischköstler müssen durch eine vegane Kost im Jahr durchschnittlich etwa hundert Tiere weniger sterben.

Super-Einstieg ins vegane Leben – unser Vegan-Guide:

2. Grund für den Veganismus: Für die Umwelt

Es sind jedoch nicht nur die Tiere, die unter dem übermäßigen Konsum von Fleisch, Milch und Co. leiden – auch für den Planeten hat dies schwerwiegende Folgen, denn der Klimawandel verschärft sich immer mehr. Dass unsere Ernährung einer der größten Verursacher von Treibhausgasemissionen und Hauptgrund zur Abholzung des Regenwaldes ist, ist den meisten allerdings gar nicht bewusst.
Besonders die Produktion von Fleisch und Käse schadet dem Klima enorm. Nach Angaben des Worldwatch Institutes ist die Tierindustrie für mindestens 51 Prozent der von Menschen verursachten Treibhausgasemissionen verantwortlich.

Laut Umweltbundesamt verursachen Fleischesser einen durchschnittlichen CO₂-Ausstoß von 1.730 Kilogramm pro Jahr, während bei einer veganen Ernährung lediglich Emissionen in Höhe von 1.040 Kilogramm Kohlenstoffdioxid entstehen. Demnach könnte eine weltweite Umstellung auf eine vegane Ernährung die Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2050 um ein Drittel verringern.

Unser Film-Tipp: Die Dokus COWSPIRACY und SEASPIRACY fassen die Umweltproblematik der Massentierhaltung und Überfischung der Meere eindrucksvoll zusammen.

b) Großer Ressourcenverbrauch

Die "Nutztierhaltung" ist außerdem sehr ressourcenintensiv, da Masttiere viel Futter und Wasser benötigen, bis sie herangewachsen sind. Allein um ein Kilogramm Rindfleisch zu produzieren, sind laut UNESCO etwa 15 Kilo Getreide und 15.500 Liter Wasser für Futteranbau, Tränken, Stallreinigungen und andere Dinge notwendig – wie die folgende Grafik eindrucksvoll beweist.

Grafik: WomensHealth.de / Daten: Statista
Grafik: WomensHealth.de / Daten: Statista

c) Enorme Platzverschwendung

Die Ackerflächen in Deutschland reichen schon lange nicht mehr aus, um den immensen Futterbedarf der Tierhaltung zu decken. Deswegen werden eiweißreiche Nutzpflanzen, allen voran Soja, importiert. 80 Prozent der Sojabohnen stammen aus Südamerika, wo riesige Flächen Regenwald gerodet werden und somit die Artenvielfalt zerstört wird.

Auch lohnt es sich auf Fisch und Schalentiere zu verzichten. Denn bereits heute sind mehr als ein Drittel aller Fischbestände überfischt und weitere 60 Prozent bis an die biologischen Grenzen der Ökosysteme ausgebeutet.

3. Grund vegan zu leben: Für deine Gesundheit

Als (Neu-)Veganerin wirst du vermutlich öfter mal damit konfrontiert werden, wie ungesund es ist, vegan zu essen und dass du ganz sicher unter diversen Mangelerscheinung leiden wirst. In den Köpfen vieler Leute ist die Überzeugung nämlich noch fest verankert, dass die klassische Mischkost mit Fleisch und Fisch die gesündeste Ernährungsform ist. Quatsch! Denn zunächst einmal: Die "eine" oder gar "beste" Ernährungsform gibt es nicht.

a) Seltener krank

Neue Studien zeigen, dass ein erwiesener Zusammenhang zwischen klassischen Volkskrankheiten (wie Diabetes oder Bluthochdruck) und unserer Ernährung besteht – vor allem verursacht durch industriell verarbeitetes Essen, Fleisch und Milchprodukte.

b) Weniger industriell verarbeitetes Essen

Schon 2015 stufte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) verarbeitete Wurstwaren und rotes Fleisch als "stark krebserregend" ein – genau wie Alkohol und Tabak. Wenn du außerdem zu viele gesättigte Fettsäuren zu dir nimmst (die sich vor allem in Fleisch und Milchprodukten befinden) erhöht sich dein Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

c) Weniger Gewichtszunahme

Veganer sind außerdem im Durchschnitt schlanker und haben wesentlich seltener Übergewicht als die Allgemeinbevölkerung. Grund dafür ist die niedrige Energiedichte der meisten pflanzlichen Lebensmittel, denn bei gleichem Volumen der Nahrung wird weniger Energie aufgenommen.

Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte – die Basics der veganen Ernährung – enthalten zudem viele Ballaststoffe, die für ein langanhaltendes Sättigungsgefühl sorgen und deinen Darmtrakt fit halten.

Es zahlt sich also auch gesundheitlich für dich aus, den Konsum von tierischen Produkten zu reduzieren und durch vollwertige, pflanzliche Lebensmittel zu ersetzen. Das ist wirklich gar nicht so schwer, wie du vielleicht glaubst. Es war noch nie so einfach wie heute, sich vegan zu ernähren. Milchalternativen, Fleischersatzprodukte und vegane Influencer machen’s möglich!

Wenn du den Schritt in den Veganismus wagen willst, haben wir den perfekten Begleiter für dich: Unsere Kombi aus dem eBook "Mein Vegan-Guide" und unserem 4-Wochen-Ernährungsplan.

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