Darum solltest du einen Mundschutz tragen evrymmnt / Shutterstock.com

Covid-19: Mundschutz Maskenpflicht: Warum Corona-Schutzmasken sinnvoll sind

Eine Schutzmaske ist nun Pflicht. Wir sagen dir wobei, und warum das zielführend ist. Plus: So bastelst du einen simplen Mundschutz selbst

In allen Bundesländern wird das Tragen eines Mundschutzes bzw. einer Behelfsmaske oder eines Tuchs zum Bedecken von Mund und Nase, in diesen Tagen verpflichtend. Der Atemschutz soll in öffentlichen Verkehrsmitteln und beim Einkaufen in Supermärkten und anderen Geschäften und teilweise sogar auf Wochenmärkten getragen werden.

Tipp: Hier kannst du aktuell Mundschutze bei Amazon bestellen.

Die Regeln sind in den einzelnen Bundesländern verschieden, aber wenn du konsequent sein willst, trägst du deinen Schutz immer, wenn du an Orte gehst, wo du auf andere Menschen triffst.

Wir verraten dir hier, warum es durchaus sinnvoll ist, einen Mundschutz zu tragen, wieso du dir trotzdem keinen kaufen solltest und wie du stattdessen besser selbst einen Mundschutz basteln kannst.

Wann und warum sollte ich eine Corona-Schutzmaske tragen?

Der sicherste Schutz vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus ist und bleibt weiterhin, zu Hause zu bleiben, nicht unter Menschen zu gehen und sich regelmäßig die Hände mit Seife zu waschen.

Das gilt nicht nur für bereits erkrankte, sondern für jeden einzelnen von uns. Denn viele Menschen sind trotz Infektion symptomfrei. Sie gehen raus und stecken womöglich andere an, ohne es zu wissen.

Schütze ich mich mit einer Schutzmaske selbst vor Ansteckung?

Nein, das ist nicht das Ziel der Maske. Wichtig zu wissen: Mit einer Atemmaske schützt sich ein gesunder Mensch nicht vor Ansteckung mit dem Corona-Virus. Aber Menschen, die es in sich tragen, schützen durch das Tragen eines Mundschutzes andere vor einer Infektion mit SARS-CoV-2. Ist jemand erkrankt – im Zweifel ohne es zu wissen – lässt sich durch das Tragen der Maske eine Ansteckung anderer verhindern.

Der Grund: SARS-CoV-2 kann durch eine Tröpfcheninfektion übertragen werden, also wenn man zum Beispiel von einem infizierten Menschen angesprochen, angeniest oder angehustet wird. "Wenn man etwa ein Stück Tuch vor dem Mund hat, würden die großen Tröpfchen abgefangen. Je näher dran an der Quelle, desto besser – deshalb macht es durchaus Sinn, eine Schutzmaske zu tragen", erklärte der Chef-Virologe der Berliner Charité Christian Drosten kürzlich im Podcast beim NDR.

Auch der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, hat das Tragen eines Mundschutzes in der Öffentlichkeit befürwortet. Der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte er: "Besorgen Sie sich einfache Schutzmasken oder basteln Sie sich selbst welche und tragen diese im öffentlichen Raum." Wie das geht, erklären wir im Folgenden.

Warum sollte ich keine medizinischen Atemschutzmasken kaufen?

Dass es durchaus sinnvoll ist, zum Schutze seiner Mitmenschen eine Maske zu tragen, weißt du nun. Trotzdem solltest du jetzt bitte keine Masken kaufen, die auch im medizinischen Bereich verwendet werden.

Mal abgesehen davon, dass Masken gerade kaum noch zu bekommen sind und wenn ja, dann nur noch zu absurden Preisen, trägst du mit dem Kauf zur Verknappung eines medizinisch notwendigen Produkts bei. Willst du das wirklich? Zum Glück kannst du dir einfache Behelfs-Atemmasken auch einfach selbst machen.

Wie bastele ich mir selbst einen Corona-Mundschutz?

Sich selbst eine Maske zu basteln, ist wirklich ganz leicht. Wie einfach es geht, zeigt dieses Video:

Zu kompliziert? Du kannst auch aus einem Kaffeefilter einen improvisierten Mundschutz selbst bauen:

Noch eine Idee: Aus einem Stück Stoff und Haargummis eine Schutzmaske basteln – ohne nähen:

Und hier noch einmal eine Checkliste für alle DIY-Atemschutz-Bastlerinnen:

  • Damit Stoffmasken schützen, müssen sie nach jedem einzelnen Tragen heiß gewaschen werden. Nähe am besten also gleich mehrere Exemplare.
  • Verwende deshalb einen Stoff, den du bei 60 oder 90 Grad in die Waschmaschine geben kannst.
  • Auch wichtig: Der Stoff sollte atemdurchlässig und am besten doppelt gefaltet sein, am besten so, dass man nicht hindurchsehen kann, nur so werden die Tröpfchen wirklich aufgefangen.
  • Die Maske schützt nur, wenn sie dicht anliegt – dafür reicht einfacher Basteldraht.

Keine Lust zu basteln? Ein Schal, Halstuch oder Tunneltuch geht auch. Noch mal der Hinweis: Keine selbst gebastelte Maske, egal ob aus Stoff, Kaffeefilter oder Küchenrolle schützt wirklich wirksam vor einer Ansteckung. Aber: Experten sagen auch, dass es besser ist, einen behelfsmäßigen Mundschutz zu tragen, als keinen.

Wenn du eine Maske trägst, schützt du andere vor einer Corona-Infektion und hilfst, die Verbreitung zu stoppen. Wer gesund ist, sollte aber keine medizinischen Masken kaufen – die sind gerade ohnehin schon knapp und für andere zwingend notwendig. Und: Die Maske macht andere Schutzmaßnahmen wie zuhause bleiben, Hygiene und Abstand nicht überflüssig!

Beim Laufen in der Natur kann man dem Stress davonlaufen.
Ausdauertraining
Health
Dieser Artikel kann Links zu Anbietern enthalten, von denen Women's Health eine Provision erhält. Diese Links sind mit folgendem Icon gekennzeichnet:
Zur Startseite